Examensarbeit, 2003
156 Seiten, Note: 1,0
1.Einleitung
2. Theoretische Grundlagen des selbstständigen und kooperativen Lernens
2.1 Eine Ausdifferenzierung der Formen des kooperativen und selbstständigen Lernens
2.1.1 Zum Begriff „selbstständiges Lernen“
2.1.2 Zum Begriff „kooperatives Lernen“
2.1.3 Didaktische und methodische Grundlagen
2.2 Begründungszusammenhänge für das kooperative und selbstständige Lernen in der Schule
2.2.1 Gesellschaftliche Begründungszusammenhänge
2.2.2 Lerntheoretische Begründungszusammenhänge
2.2.3 Bildungstheoretische Begründungszusammenhänge
3. Die Bedeutung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien für das Lernen im Unterricht
3.1 Die Merkmale Neuer Medien
3.2 Neue Medien - neue Möglichkeiten für Lern- und Lehrprozesse?
3.3 Förderung der Schlüsselqualifikationen und Medienkompetenz
4. Vergleich und Auswertung empirischer Studien zum Einsatz von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht
4.1 Untersuchungsdesign und Zielsetzungen der berücksichtigten Studien
4.1.1 Begleitevaluation der „e-nitiative.nrw“- Netzwerk für Bildung
4.1.2 SaN - Schulen ans Netz
4.1.3 Sites M 2 - Second Information Technology in Education Study: Module 2
4.1.4 Kooperatives und selbstständiges Lernen mit Neuen Medien - eine stichprobenartige Untersuchung an kanadischen Schulen in Prince Edward Ostontario
4.1.1.1 Vorgeschichte
4.1.1.2 Methode, Durchführung und Zielsetzung der Studie
4.2 Zusammenfassung und Vergleich der Ergebnisse
4.2.1 Die Ausstattung mit Neuen Medien
4.2.1.1 Die Computerausstattung
4.2.1.2 Die Ausstattung mit Internet- und Intranetanschlüssen
4.2.1.3 Die Ausstattung mit Peripheriegeräten
4.2.1.4 Finanzierung und Ausgaben
4.2.2 Einsatz und Nutzungsmöglichkeiten von Neuen Medien
4.2.2.1 Die Häufigkeit des Einsatzes von Neuen Medien im Unterricht
4.2.2.2 Die Art der Nutzung durch Schüler und Schülerinnen
4.2.2.3 Die Häufigkeit der Lehr- und Lernmethoden beim Einsatz Neuer Medien
4.2.3 Der Einsatz Neuer Medien und die dadurch entstehenden Auswirkungen auf den Unterricht
4.2.3.1 Die Relevanz Neuer Medien für das Erreichen pädagogischer Ziele
4.2.3.2 Veränderungen im Unterricht durch den Einsatz Neuer Medien
4.2.3.3 Hemmende Faktoren
5. Innovative Beispiele
5.1 Eine kanadische Grundschule entwirft ein innovatives Schulkonzept: „Creating a Learning Community“
5.2 „Rauchsignale“ - italienische Schülerinnen und Schüler stellen eine elektronische Zeitung ins Netz
5.3 Neue Medien als Katalysator für kooperative und selbstständige Lernprozesse - ein Beispiel aus Australien
5.4 Ein finnisches Projekt zur Förderung der Medien- und Lesekompetenz durch kooperative und selbstständige Lernprozesse
5.5 Mails und Märchen - ein internationales Literaturprojekt mit Neuen Medien
5.6 Ein Internetwettbewerb für Grundschulen: Enterpreis - wir entern das Internet
6. Schlussbemerkungen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die theoretische und empirische Untersuchung der Rolle und Häufigkeit des Einsatzes Neuer Medien zur Unterstützung selbstständiger und kooperativer Lernformen im Unterricht, wobei insbesondere der Entwicklungsstand der Unterrichtspraxis in Deutschland in einem internationalen Vergleich bewertet wird.
2.1.1 Zum Begriff „selbstständiges Lernen“
Einige Schlagworte im Rahmen des selbstständigen Lernens sind z.B. Förderung der Lernorganisation, aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt, hohes Maß an Eigentätigkeit, komplexes und demokratisierendes Lernen, Mündigkeit der Lernenden, Selbstständigkeit als Schlüsselqualifikation sowie Wahl- und Entscheidungsfreiheit. Selbstständiges Lernen ist ein Aspekt selbstgesteuerten Lernens und sollte deshalb in diesem Zusammenhang betrachtet werden. Aus Sicht der Lernenden ist selbstgesteuertes Lernen gekennzeichnet durch die Integration von Wollen und Können bzw. „skill“ und „will“. In der Literatur wird es als Lernform definiert,
„bei der die Person in Abhängigkeit von der Art ihrer Lernmotivation selbstbestimmt eine oder mehrere Selbststeuerungsmaßnahmen [...] ergreift und den Fortgang des Lernprozesses selbst [..] überwacht, reguliert und bewertet.“
Aus dieser Definition ergibt sich, dass selbstgesteuertes Lernen stattfindet, wenn sich das Individuum aus eigener Motivation heraus Fähig- und Fertigkeiten aneignet. Um dies zu tun, wird der eigene Lernprozess selbst reflektiert, organisiert und es wird auf sogenannte Selbststeuerungsmaßnahmen zurückgegriffen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die reformpädagogische Tradition des Offenen Unterrichts ein und begründet die Relevanz der Untersuchung von Neuen Medien als Katalysator für selbstständiges und kooperatives Lernen.
2. Theoretische Grundlagen des selbstständigen und kooperativen Lernens: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten definiert und die gesellschaftlichen, lerntheoretischen sowie bildungstheoretischen Begründungszusammenhänge für die Integration dieser Lernformen im Schulalltag dargelegt.
3. Die Bedeutung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien für das Lernen im Unterricht: Dieses Kapitel erläutert die Merkmale Neuer Medien, ihre didaktischen Möglichkeiten für Lehr- und Lernprozesse und ihre Bedeutung für die Förderung von Medienkompetenz und Schlüsselqualifikationen.
4. Vergleich und Auswertung empirischer Studien zum Einsatz von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht: Dieser Hauptteil vergleicht verschiedene nationale und internationale Studien, analysiert die Ausstattung, Nutzungshäufigkeit und Auswirkungen auf den Unterricht und beleuchtet hemmende Faktoren.
5. Innovative Beispiele: Hier werden konkrete, erfolgreiche internationale Schulbeispiele vorgestellt, die als Modelle für die Umsetzung selbstständiger und kooperativer Lernprozesse mit Neuen Medien dienen.
6. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert das Zusammenspiel von Technologieeinsatz und innovativer Pädagogik im internationalen Kontext.
Selbstständiges Lernen, Kooperatives Lernen, Neue Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien, Unterrichtsentwicklung, Medienkompetenz, Schulentwicklung, Offener Unterricht, Lernsoftware, Projektunterricht, Lehrerrolle, Lernorganisation, Schlüsselqualifikationen, Empirische Untersuchung, Internationaler Vergleich.
Die Arbeit untersucht, wie Neue Medien (IKT) im Unterricht eingesetzt werden können, um selbstständige und kooperative Lernformen zu fördern und wie der aktuelle Stand dieser Entwicklung im internationalen Vergleich aussieht.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des selbstständigen und kooperativen Lernens, die didaktischen Merkmale Neuer Medien, die empirische Analyse ihres Unterrichtseinsatzes sowie auf innovative Beispiele aus verschiedenen Ländern.
Das Ziel ist es, auf theoretischer und empirischer Basis zu prüfen, ob und wie Neue Medien die Qualität von Lernprozessen im Unterricht tatsächlich verbessern können und welche Voraussetzungen hierfür in der Schule geschaffen werden müssen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf einen Vergleich mehrerer empirischer Studien. Ergänzend wurde eine eigene, stichprobenartige Befragung an kanadischen Schulen durchgeführt.
Im Hauptteil werden nationale und internationale Studien zum Medieneinsatz ausgewertet, die Ausstattung sowie die Nutzungshäufigkeit untersucht, Auswirkungen auf den Unterricht analysiert und hemmende Faktoren identifiziert.
Wichtige Begriffe sind Selbstständiges Lernen, Kooperatives Lernen, Neue Medien, IKT, Medienkompetenz und Schulentwicklung.
Die kanadischen Schulen zeichnen sich durch eine deutlich höhere Ausstattung mit Multimedia-PCs und Peripheriegeräten aus, wobei die Lehrpersonen dort eine höhere Routine und ein größeres Selbstbewusstsein im Umgang mit dem Internet aufweisen als ihre deutschen Kollegen.
Die Lehrperson fungiert als entscheidender Moderator. Erfolg hängt stark von der individuellen Einstellung, der Fähigkeit zur Unterrichtsvorbereitung und der Bereitschaft zur Kooperation innerhalb des Kollegiums ab.
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