Fachbuch, 2000
35 Seiten
1. Ausgangssituation
1.1 Öffentliche Verwaltung
1.2 Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger
1.3 Motivation der Verwaltungsmitarbeiter
1.4 Reformen
2. Rollenverständnis von Politik und Verwaltung
3. Leitbild und Ziele
4. Instrumente
4.1 Budgetierung
4.2 Produktbildung
4.3 Dezentrale Ressourcenverantwortung
4.4 Contract-Management
4.5 Controlling und Berichtswesen
4.6 Doppik
4.7 Kosten- und Leistungsrechnung
4.8 Personal- und Organisationsentwicklung
5. Umsetzungsempfehlungen
5.1 Projektorganisation
5.2 Projektschritte
5.3 Budgetierung
5.4 Produktermittlung
5.5 Internes Rechnungswesen (Kosten- und Leistungsrechnung)
5.6 Controlling und Berichtswesen
5.7 Geschäftsprozessoptimierung
6. Chancen und Risiken
7. Personalvertretung und Mitarbeiterbeteiligung
8. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
9. Einzelmaßnahmen
10. Der weitere Weg
11. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung des Neuen Steuerungsmodells (NSM) in der öffentlichen Verwaltung. Ziel ist es, Chancen und Risiken dieses Wandels für verschiedene Akteursgruppen aufzuzeigen und praktische Empfehlungen für eine erfolgreiche Umsetzung zu geben, um Effizienzsteigerungen und eine höhere Kundenorientierung bei gleichzeitiger Wahrung demokratischer Prinzipien zu erreichen.
1.1 Öffentliche Verwaltung
Die öffentliche Verwaltung ist grundsätzlich in zwei Bereiche differenzierbar. Auf der einen Seite steht die Eingriffs- oder Ordnungsverwaltung zur Erfüllung der hoheitlichen Aufgaben. In der Leistungsverwaltung werden andererseits neben der Durchführung von Leistungsgesetzen auch Güter und Dienstleistungen für Einzelne oder Bevölkerungsgruppen angeboten.
Die Ordnungsverwaltung ist das traditionelle Modell der öffentlichen Verwaltung und ist im hoheitlichen Denken und Handeln auch im Bereich der Leistungsverwaltung bis in die jüngste Zeit noch mitunter stark ausgeprägt.
Nahezu alle Verwaltungen haben in der Vergangenheit die Dienstleistungserstellung zu wenig vorausschauend geplant und eher auf Anforderungen reagiert. Informationen über kommunale Leistungen sind schwer nachzuvollziehen, oft unvollständig und erfüllen nicht den gewünschten Informationsbedarf. Statt dessen sind die finanziellen und personellen Kapazitäten konkret benannt.
Die Verwaltung wird nicht generell aufgrund von Leistungszielen geführt, sondern über zur Verfügung gestellten Ressourcen (Mittelveranschlagung im Haushaltsplan). Dies führt zu einer input-orientierten Steuerung.
1. Ausgangssituation: Die Arbeit beleuchtet die veränderten Rahmenbedingungen der öffentlichen Verwaltung sowie die Anforderungen an eine effizientere Mittelbewirtschaftung.
2. Rollenverständnis von Politik und Verwaltung: Es wird die notwendige Verschiebung der Schwerpunkte diskutiert, bei der die Politik das „Was“ und die Verwaltung das „Wie“ verantwortet.
3. Leitbild und Ziele: Dieses Kapitel erläutert die strategische Planung und die Definition eines Leitbildes zur Ausrichtung der Verwaltungsreform.
4. Instrumente: Hier werden zentrale Steuerungsinstrumente wie Budgetierung, Produktbildung und Controlling detailliert eingeführt.
5. Umsetzungsempfehlungen: Es folgen konkrete methodische Vorschläge zur Prozessgestaltung, Projektorganisation und Personalkostenkalkulation.
6. Chancen und Risiken: Eine Analyse der Auswirkungen der Reform auf Bürger, Mitarbeiter, Verwaltungsspitze und politische Gremien.
7. Personalvertretung und Mitarbeiterbeteiligung: Die Bedeutung der Einbindung der Beschäftigten für den Erfolg des Veränderungsprozesses.
8. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Die Übertragung japanischer Managementphilosophien auf die öffentliche Verwaltung zur ständigen Verbesserung.
9. Einzelmaßnahmen: Auflistung praktischer Beispiele für die Transformation, wie etwa die Bildung von Eigenbetrieben.
10. Der weitere Weg: Ein Ausblick auf die zukünftige Gestaltung der Verwaltung hin zu einer produktorientierten Unternehmensorganisation.
11. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung, dass der Wandel ein langfristiger Prozess ist, der keine Generallösungen, sondern individuelles Handeln erfordert.
Neues Steuerungsmodell, öffentliche Verwaltung, Kommunalverwaltung, Produktbildung, Budgetierung, Controlling, Haushaltskonsolidierung, Output-Steuerung, Verwaltungsreform, Kundenorientierung, Prozessoptimierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Personalentwicklung, KVP, Zielvereinbarungen.
Die Arbeit analysiert die Einführung des Neuen Steuerungsmodells (NSM) in der öffentlichen Verwaltung, um die Effizienz der Dienstleistungserstellung in Kommunen zu steigern.
Zu den Kernbereichen gehören moderne Steuerungsinstrumente, die strategische Ausrichtung durch Leitbilder sowie die notwendige organisatorische und kulturelle Transformation der Verwaltung.
Das Ziel ist es, den Lesern die Chancen und Risiken des NSM aufzuzeigen und durch praktische Empfehlungen bei der Umsetzung eines produktorientierten Steuerungssystems zu unterstützen.
Der Autor stützt sich auf eine strukturierte Analyse betriebswirtschaftlicher Managementansätze und deren Übertragbarkeit auf den öffentlichen Sektor, kombiniert mit praktischen Umsetzungsempfehlungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Steuerungs- und Kalkulationsinstrumenten, die praktische Projektorganisation und die detaillierte Abwägung von Erfolgsfaktoren und Risiken.
Wesentliche Begriffe sind Output-Steuerung, Produktbildung, Budgetierung, Controlling sowie die notwendige Einbindung von Personalvertretung und Politik.
Eine klare Trennung der Kompetenzen – Politik beschließt das "Was" (Leistungsangebot), Verwaltung entscheidet über das "Wie" (Durchführung) – ist essenziell, um Verantwortlichkeiten effizient zuzuweisen und Kontrollverluste zu vermeiden.
Controlling dient als Lotse der Führungsebene, um durch die Aufbereitung von Kennzahlen und eine fundierte Datenbasis schnelle und richtige Entscheidungen für die Steuerung der Verwaltung zu ermöglichen.
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