Examensarbeit, 2003
63 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
2. INTERKULTURELLES LERNEN IM SACHUNTERRICHT
2.1 Begriffsbestimmung unter historischer Perspektive
2.2 Didaktische Überlegungen zum interkulturellen Lernen
2.2.1 Lernvoraussetzungen bezüglich der Thematik
2.2.2 Begründung des interkulturellen Lernens in der Grundschule
2.2.2.1Stellung der Thematik innerhalb des Bildungsauftrags
2.2.3 Aufgaben und Ziele interkulturellen Lernens
2.3 Möglichkeiten und Grenzen bei der Umsetzung interkulturellen Lernens im Unterricht
2.4 Konsequenzen für die Unterrichtseinheit
3. VORÜBERLEGUNGEN ZUR UNTERRICHTSEINHEIT
3.1 Außerschulische und schulische Rahmenbedingungen
3.2 Zur Lernausgangslage der Klasse
3.2.1 Zur Situation der Lerngruppe sowie allgemeine Lernvoraussetzungen
3.2.2 Fach- und inhaltsspezifische Lernvoraussetzungen
3.3 Sachanalyse
3.4 Didaktische Strukturierung
3.4.1 Didaktische Begründungen
3.4.2 Zielsetzungen der Unterrichtseinheit
3.5 Methodische Entscheidungen
4. DARSTELLUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT
4.1 Aufbau der Einheit
4.2 Übersicht und Reflexionen der einzelnen Sequenzen der Unterrichtseinheit
4.2.1 Erste Unterrichtssequenz: Einführung in das Thema - Wir fliegen nach Indien und lernen Gita und ihre Familie kennen (2 Stunden)
4.2.2 Zweite Unterrichtssequenz: Kleidung in Indien - Wir lernen uns indisch zu kleiden (1 Stunde)
4.2.3 Dritte Unterrichtssequenz: Wohnen in Indien - Wir stellen indische Hütten her (1 Stunde)
4.2.4 Vierte Unterrichtssequenz: Essen in Indien - Wir lernen indische Gewürze kennen und essen wie in Indien (2 Stunden)
4.2.5 Fünfte Unterrichtssequenz: Kinderleben in Indien - Wir lernen, spielen und arbeiten wie Kinder in Indien (5 Stunden)
4.2.6 Sechste Unterrichtssequenz: Besuch von einer Indienexpertin (1 Stunde)
4.2.7 Siebte Unterrichtssequenz: Feste und Feiern in Indien - Wir malen Ornamente, bemalen unsere Hände und lernen ein indisches Lied, zu dem wir uns Bewegungen ausdenken (3 Stunden)
4.2.8 Achte Unterrichtssequenz: Vorbereitung und Präsentation der Ergebnisse - Wir bauen Stationen für unsere Parallelklasse auf (2 Stunden)
4.2.9 Neunte Unterrichtssequenz: Abschluss - Wir verabschieden uns von Gita und fliegen zurück nach Deutschland (1 Stunde)
5. GESAMTREFLEXION
5.1 Bemerkungen zum Verlauf der Unterrichtseinheit
5.2 Auswertung der Unterrichtsergebnisse unter Berücksichtigung der Leitfragen
5.3 Didaktisch - methodische Konsequenzen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, interkulturelles Lernen im Sachunterricht der Grundschule anhand der Unterrichtseinheit „Kinder in Indien“ zu realisieren, um Verständnis, Akzeptanz und Toleranz für fremde Kulturen zu fördern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich Einstellungen und Verhaltensweisen der Schülerinnen und Schüler gegenüber anderen Kulturen durch das Kennenlernen einer spezifischen indischen Lebensweise verändern lassen und inwieweit die methodischen Entscheidungen dazu geeignet sind.
3.3 Sachanalyse
Alles was man über Indien sagt, stimmt - aber auch das Gegenteil. Asi Datta
Im Folgenden werde ich versuchen, das Land Indien zu beschreiben. Das Zitat verdeutlicht, dass sich das Land durch seine Vielfältigkeit auszeichnet. Deshalb kann eine Beschreibung im Rahmen dieser Arbeit dem Land nicht ausreichend gerecht werden. Es können nur Aspekte aufgeführt werden. Ich beschränke mich auf die Darstellung der Aspekte, die auch im Verlauf der Unterrichtseinheit thematisiert werden. Diese berücksichtigen die Empfehlungen von SCHMITT (1997) sowie die geringen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler der Klasse xx (s. Kapitel 2.3 & 3.2.2).
Indien hat über eine Milliarde Einwohner (Deutschland: 82 Millionen) und ist das siebtgrößte Land der Erde (achtmal größer als Deutschland) (vgl. KINDERNOTHILFE e.V. 2001, S. 8). Schon heute ist jeder fünfte Mensch der Erde eine Inderin oder ein Inder (vgl. DAHW 2000, S. 4). Sie begrüßen sich mit „Namasté“, was übersetzt „ich verneige mich vor dir“ heißt (FISCHER, B. & E. 1988, S. 18).
Eine Besonderheit Indiens ist der indische Kleidungsstil. Er ist von regionalen und klimatischen sowie religiösen Vorschriften geprägt. Er ist vielfältig und farbenfroh. Der Sari der indischen Frau ist das bekannteste Kleidungsstück. Es wird von den Mädchen getragen, wenn sie eine junge Frau geworden sind. Eine lange Stoffbahn (5,5 Meter) wird einmal um die Taille geschlungen. Anschließend werden vor dem Bauch Falten gelegt und eingeschlagen. Die restliche Stoffbahn wird schräg über den Rücken unter der rechten Achsel durchgezogen und dann über die Brust und die linke Schulter gelegt (vgl. FISCHER E. & F. 1987, S. 11).
1. EINLEITUNG: Darstellung der Motivation für die interkulturelle Thematik und Festlegung der zentralen Leitfragen für die Unterrichtseinheit.
2. INTERKULTURELLES LERNEN IM SACHUNTERRICHT: Theoretische Fundierung des Begriffs sowie Erläuterung der didaktischen Notwendigkeit und der Ziele interkulturellen Lernens in der Grundschule.
3. VORÜBERLEGUNGEN ZUR UNTERRICHTSEINHEIT: Analyse der Rahmenbedingungen, der Lernausgangslage der Klasse sowie didaktische und methodische Planung der Unterrichtssequenzen.
4. DARSTELLUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT: Beschreibung und Reflexion der einzelnen Unterrichtssequenzen sowie der praktischen Umsetzung mit den Kindern.
5. GESAMTREFLEXION: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der Forschungsfragen und Ableitung didaktisch-methodischer Konsequenzen für zukünftige Unterrichtsvorhaben.
Interkulturelles Lernen, Sachunterricht, Indien, Grundschule, Kinderarbeit, Handlungsorientierung, Sozialerziehung, Perspektivwechsel, Ethnozentrismus, interkulturelle Kompetenz, Unterrichtseinheit, Didaktik, Grundschulpädagogik.
Es geht um die didaktische Konzeption und Umsetzung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Interkulturelles Lernen“ im Sachunterricht einer dritten Grundschulklasse, illustriert am Beispiel Indiens.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Begründung interkultureller Bildung, der didaktischen Strukturierung von Unterrichtsinhalten über fremde Lebenswelten und der Förderung von Toleranz und sozialer Kompetenz.
Das Hauptziel ist die Förderung einer positiven Einstellung gegenüber fremden Kulturen; die Leitfrage untersucht, ob sich Einstellungen der Kinder durch das handlungsorientierte Kennenlernen der indischen Lebensweise verändern lassen.
Die Arbeit basiert auf einer didaktischen Analyse und der Reflexion der praktischen Umsetzung, gestützt durch Literaturrecherche und subjektive Beobachtungen im Unterrichtsprozess.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Vorüberlegungen zur Lerngruppe und didaktische Strukturierung sowie eine detaillierte Darstellung und Reflexion der neun Unterrichtssequenzen.
Die wesentlichen Begriffe sind Interkulturelles Lernen, Grundschule, Indien, Handlungsorientierung, Kinderarbeit und soziale Kompetenz.
Indien wurde gewählt, um eine fremdartigere Kultur als die europäische zu thematisieren, wofür zudem authentische Materialien (Saris, Gewürze, Film) durch persönliche Kontakte zur Verfügung standen.
Das Thema wurde handelnd durch das Falten von Papiertüten nachempfunden, um den Kindern die Mühsal der Arbeit erfahrbar zu machen, ohne Mitleid zu erzeugen, und um die Lebensumstände mit den eigenen zu vergleichen.
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