Examensarbeit, 2003
111 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Von der Migration zum transkulturellen Verständnis
2. 1 Migration
2. 1. 1 Internationale Migration
2. 1. 2 Arbeitsmigration in Europa
2. 1. 3 Arbeitsmigration in Deutschland
2. 2 Kulturverständnis
2. 2. 1 Kultur
2. 2. 2 Multikultur und Interkultur
2. 2. 3 Von der Ausländerpädagogik zum interkulturellen Lernen
2. 2. 4 Transkulturalität
2. 2. 5 Die Begriffe im zusammenhängenden Kontext
2. 3 Heimat und Herkunft
2. 4 Familie
2. 5 ökonomische Situation
2. 6 Der Zusammenhang von Herkunft, Familie, ökonomischer Situation und Transkulturalität
3. Eine empirische Erhebung zur transkulturellen Identitätsbildung bei Studierenden mit Migrationshintergrund
3. 1 Einführung in das Projekt
3. 2 Vorbereitung des Projekts
3. 3 Methodenauswahl und Auswertungsschritte
3. 4 Durchführung des Projekts
3. 5 Datenerhebung, Datenaufbereitung und Datenauswertung
3. 6 Statisches Datenprofil
3. 7 Beschreibung, Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
3. 8 Darstellung der Interviews und leitende Forschungsfragen
3. 8. 1 Herkunft und Heimat
3. 8. 1. 1 Deskriptive Auswertung von Herkunft
3. 8. 1. 2 Interpretierende Kommentare zur Herkunft
3. 8. 1. 3 Deskriptive Auswertung von Heimat
3. 8. 1. 4 Interpretierende Kommentare zur Heimat
3. 8. 2 Familie
3. 8. 2. 1 Deskriptive Auswertung von Familie
3. 8. 2. 2 Interpretierende Kommentare zur Familie
3. 8. 3 ökonomische Situation
3. 8. 3. 1 Deskriptive Auswertung der ökonomischen Situation
3. 8. 3. 2 Interpretierende Kommentare zur ökonomischen Situation
3. 8. 4 Kulturverständnis und kulturelle Identität
3. 8. 4. 1 Deskriptive Auswertung von Kulturverständnis
3. 8. 4. 2 Interpretierende Kommentare zum Kulturverständnis
3. 8. 4. 3 Deskriptive Auswertung von kultureller Identität
3. 8. 4. 4 Interpretierende Kommentare zur kulturellen Identität
4. Der Zusammenhang von ökonomischer Situation, Herkunft und Familie in seiner Bedeutung für transkulturelle Identitätsbildung bei Studierenden mit Migrationshintergrund
5. Ausblick
Die Arbeit untersucht die transkulturelle Identitätsbildung bei Studierenden mit Migrationshintergrund im Rahmen eines Projekts an der Universität Hannover. Ziel ist es, den Einfluss biographischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Faktoren auf die Identitätsentwicklung zu analysieren und zu klären, welche Kontexte dabei förderlich oder hinderlich sind.
2. 2. 1 Kultur
Hergeleitet ist der Begriff Kultur aus dem Lateinischen, von cultra, was sinngemäß soviel wie Bearbeitung, Pflege, Bebauung oder Anbau bedeutet. Die Verwendung von cultra fand daher eher im landwirtschaftlichen Zusammenhang, nämlich als agri cultura, dem Ackerbau, statt. Im Lateinischen existiert jedoch auch das Verständnis von animi cultra, was übersetzt in die entgegengesetzte Richtung zielt; nämlich in Sinn von Ausbildung bzw. Veredelung. Diese Begriffsfindung ist für diese Arbeit von größerer Bedeutung, denn diese steht im engeren Zusammenhang mit der Bildung bzw. der Veredelung des Menschen. Damit sind jene Prozesse gemeint, die im Allgemeinen als Kultivierung bezeichnet werden. Essentiell für das antike Kulturverständnis ist jedoch nicht
„das Wissen um die Umstände außerhalb des Einflussbereiches des Menschen, sondern erst das Wissen um den Unterschied zwischen den Umständen, auf die er Einfluss hat, und den Umständen, auf die er keinen Einfluss hat. Kultur ist in diesem Sinne und seither ein Differenzwissen, ein Wissen um Unterschiede, die die Lage des Menschen bestimmen und die bewusst zu halten sind, wenn sich der Mensch seiner Lage vergewissern will“ (Meyers großes Taschenexikon, Band 12, Seite 232 ff.).
Der heutige Kulturbegriff hat sich in Gegensatz zu dem Vorgenannten verändert, so dass dieser vermutlich erst in der Moderne entstanden ist. Aufgrund dessen kann Kultur durch
„die Veränderung der Natur durch den Gebrauch von Werkzeugen und die Gesamtheit der Lebensformen einer menschlichen Gruppe....“ erklärt werden. „...In der Vorgeschichte werden die einzelnen Perioden nach Material und Form der Werkzeuge als verschiedene Kulturen oder Kulturkreise unterschieden. Mit der Entwicklung der Hochkulturen verschiebt sich der Sinn des Kulturbegriffs und dehnt sich auf das Ganze der sozialen Einrichtungen, Gebräuche und Lebensordnungen aus“ (Grosses Handlexikon, 1979, Seite 609).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept der interkulturellen Erziehung und Transkulturalität ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur transkulturellen Identitätsbildung bei Studierenden mit Migrationshintergrund.
2. Von der Migration zum transkulturellen Verständnis: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Migration, den Kulturbegriff sowie die Unterschiede zwischen Multikulturalität, Interkulturalität und Transkulturalität.
3. Eine empirische Erhebung zur transkulturellen Identitätsbildung bei Studierenden mit Migrationshintergrund: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Durchführung und die detaillierte Auswertung der problemzentrierten Interviews zur Identitätsbildung.
4. Der Zusammenhang von ökonomischer Situation, Herkunft und Familie in seiner Bedeutung für transkulturelle Identitätsbildung bei Studierenden mit Migrationshintergrund: Das Kapitel verknüpft die Ergebnisse der empirischen Untersuchung und diskutiert die gefundenen Kontexte im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Identitätsbildung.
5. Ausblick: Der Ausblick reflektiert die zukünftige Bedeutung transkultureller Überzeugungen für pädagogische Handlungsfelder und Multiplikatoren.
Migration, Transkulturalität, Interkulturalität, Multikulturalität, Identitätsbildung, Migrationshintergrund, Erziehungswissenschaft, problemzentriertes Interview, Sozialisation, Herkunft, Heimat, Familie, ökonomische Situation, Integration.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der transkulturellen Identitätsbildung bei Studierenden mit Migrationshintergrund und untersucht, wie verschiedene Lebenskontexte diese beeinflussen.
Zentrale Themen sind Migration, verschiedene Kulturverständnisse (Multikultur, Interkultur, Transkultur), der Einfluss der Herkunftsfamilie, ökonomische Bedingungen und der Prozess der Identitätsbildung.
Ziel ist es herauszufinden, ob Studierende mit Migrationshintergrund eine transkulturelle Identität bilden und inwieweit bestimmte Kontexte wie Herkunft, Familie und ökonomische Situation dabei förderlich oder hinderlich wirken.
Es wurde ein qualitatives Vorgehen gewählt, basierend auf dem „problemzentrierten Interview“ nach Andreas Witzel, um subjektive Orientierungs- und Handlungsmuster zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und eine empirische Erhebung, in der die Interviews ausgewertet und in Kategorien wie Herkunft, Heimat, Familie und ökonomische Situation systematisiert werden.
Schlüsselwörter sind Transkulturalität, Identitätsbildung, Migrationshintergrund, Interkulturelle Erziehung und qualitative Sozialforschung.
Heimat wird oft als individuelles Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und Vertrautheit definiert, das unabhängig von einem festen geographischen Ort ist und stark mit Bezugspersonen wie Familie und Freunden verknüpft wird.
Die Familie hat einen sehr starken Einfluss, der oft als positiv wahrgenommen wird, aber bei traditionell geprägten Familienstrukturen auch als einschränkend oder bevormundend erlebt werden kann, was wiederum den Prozess der autonomen Identitätsbildung beeinflusst.
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