Diplomarbeit, 2001
129 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2 Neuausrichtung der Vergütungssysteme an internationalen Maßstäben
2.1 Umdenken in der Vergütungspolitik
2.2 Wandel der Vergütungsstruktur von festen zu variablen Bezügen
2.3 Übersicht der Beteiligungsvarianten am Unternehmenserfolg für Mitarbeiter
2.4 Empirische Relevanz von Mitarbeiterbeteiligungen
2.4.1 Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland
2.4.2 Mitarbeiterbeteiligung in den USA
2.4.3 Internationale Verbreitung von Aktienoptionsplänen
2.5 Zusammenfassung
3 Chancen einer Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg
3.1 Steigerung der Leistungsmotivation und Produktivität
3.1.1 Verminderung des Principal-Agent-Konfliktes
3.1.2 Motivationsförderung durch Mitunternehmerschaft
3.2 Erhöhung der Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt
3.2.1 Erleichterung der Rekrutierung neuer Mitarbeiter
3.2.2 Langfristige Bindung der Mitarbeiter
3.3 Verbesserung der finanzwirtschaftlichen Situation der Gesellschaft
3.3.1 Stärkung des Images auf dem Kapitalmarkt i.S.d. Shareholder Value
3.3.2 Verminderung des Werteabflusses bei der Gesellschaft
3.3.3 Beschaffung von Eigen-/ Fremdkapital
3.3.4 Flexibilisierung der Entgeltgestaltung
3.4 Übernahme sozialpolitischer Verantwortung für die Mitarbeiter
3.4.1 Vermögensbildung in Händen der Arbeitnehmer
3.4.2 Erfolgsbeteiligung als Altersvorsorge
3.5 Konsequenzen der Vorteile und Risiken
4 Öffentliche Fördermöglichkeiten von Mitarbeiterbeteiligungen
4.1 Steuerliche Förderung nach § 19a EStG
4.2 Staatliche Förderung durch Sparzuschüsse nach dem Vermögensbildungsgesetz
4.3 Bewertung der öffentlichen Förderungen
5 Charakterisierung der verschiedenen Varianten der Mitarbeiterbeteiligungen unter dem Gesichtspunkt der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten
5.1 Eigenkapitalbeteiligungen
5.1.1 Gewährung von Mitarbeiteraktienoptionen
5.1.1.1 Charakterisierung dieser Form der Beteiligung
5.1.1.2 Steuerliche Konsequenzen für den Optionsnehmer
5.1.1.2.1 Zeitpunkt der Besteuerung
5.1.1.2.2 Bewertbarkeit von Stock Options
5.1.1.2.3 Bestimmung der Einkunftsart
5.1.1.2.4 Problematik der Anschlußbesteuerung nach Optionsausübung
5.1.1.2.5 Gestaltungsmöglichkeiten durch Anwendung der Tarifbegünstigung und Inanspruchnahme des Freibetrags für Abfindungen
5.1.1.2.6 Besteuerung bei Dienstverhältnissen in verschiedenen Ländern
5.1.1.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für den Optionsgeber
5.1.1.3.1 Übersicht
5.1.1.3.2 Bedienung eines Aktienoptionsprogramms auf gesellschaftsrechtlicher Grundlage
5.1.1.3.3 Bedienung eines Aktienoptionsprogramms auf betrieblicher Grundlage
5.1.1.3.4 Kauf eines Optionsprogramms von einem Dritten
5.1.1.3.5 Gestaltungsmöglichkeiten für die ausgebende Gesellschaft
5.1.1.4 Kapitalverwässerungseffekt als Konsequenz für die Altaktionäre
5.1.2 Ausgabe von Belegschaftsaktien
5.1.2.1 Charakterisierung dieser Form der Beteiligung
5.1.2.2 Steuerliche Konsequenzen für die Arbeitnehmer
5.1.2.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für den Arbeitgeber
5.2 Eigenkapitalähnliche Beteiligungen
5.2.1 Stille Beteiligungen
5.2.1.1 Charakterisierung dieser Form der Beteiligung
5.2.1.2 Steuerliche Konsequenzen für die neuen Gesellschafter
5.2.1.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für die Gesellschaft
5.2.2 Vergabe von Genußrechten
5.2.2.1 Charakterisierung dieser Form der Beteiligung
5.2.2.2 Steuerliche Konsequenzen für die Inhaber
5.2.2.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für die ausgebende Gesellschaft
5.3 Fremdkapitalbeteiligungen
5.3.1 Gewährung von Mitarbeiterdarlehen
5.3.1.1 Charakterisierung dieser Form der Beteiligung
5.3.1.2 Steuerliche Konsequenzen für die Mitarbeiter
5.3.1.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für den Arbeitgeber
5.3.2 Ausgabe von Schuldverschreibungen
5.3.2.1 Charakterisierung dieser Beteiligungsform
5.3.2.2 Steuerliche Konsequenzen für die Inhaber
5.3.2.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für die ausgebende Gesellschaft
5.4 Virtuelle Beteiligungen
5.4.1 Begriff der virtuellen Beteiligungen
5.4.2 Vergütung durch Stock Appreciation Rights
5.4.2.1 Charakterisierung dieser Beteiligungsform
5.4.2.2 Steuerliche Konsequenzen für die Arbeitnehmer
5.4.2.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für den Arbeitgeber
5.4.3 Vergütung durch Phantom Stocks
5.4.3.1 Charakterisierung dieser Beteiligungsform
5.4.3.2 Steuerliche Konsequenzen für die Arbeitnehmer
5.4.3.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für den Arbeitgeber
5.5 Tantiemen und ähnliche Bonussysteme
5.5.1 Charakterisierung dieser Beteiligungsform
5.5.2 Steuerliche Konsequenzen für die Mitarbeiter
5.5.3 Bilanzielle und steuerliche Konsequenzen für die Gesellschaft
5.6 Ausblick
6 Allgemeine Besteuerungsgrundsätze bei variabler Entlohnung
6.1 Lohnsteuer nach §§ 38 ff. EStG bei Einkünften aus Erfolgsbeteiligungen
6.2 Verdeckte Gewinnausschüttung bei Gesellschafter-Geschäftsführern/ Vorständen
6.3 Abschläge bei Rückstellungsbildung
6.4 Finanzierung von Mitarbeiterbeteiligungen über ein Darlehen vom Arbeitgeber
7 Vorteilhaftigkeitsvergleich der verschiedenen Beteiligungen von Mitarbeitern am Unternehmenserfolg
7.1 Vor- und Nachteile von Performancemaßen für die Bemessung einer Mitarbeitererfolgsbeteiligung
7.2 Personalwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten von Erfolgsbeteiligungen
7.3 Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten von Erfolgsbeteiligungen aus steuerlicher Sicht
8 Schlußbemerkung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die rechtlichen und insbesondere steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten für Erfolgsbeteiligungen von Mitarbeitern in Deutschland. Das Ziel der Untersuchung besteht darin, die verschiedenen Beteiligungsvarianten vorzustellen, ihre Verbreitung zu analysieren sowie die mit ihrer Einführung verbundenen Vorteile und Risiken kritisch zu hinterfragen, um Anreizsysteme aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern steuerlich zu optimieren.
5.1.1.1 Charakterisierung dieser Form der Beteiligung
Mitarbeiteraktienoptionen (Stock Options) werden in der Mehrzahl der Fälle als unentgeltliche zusätzliche Vergütung überlassen und geben dem begünstigten Mitarbeiter das Recht, Aktien seines Unternehmens zu einem vorher festgesetzten Ausübungspreis (auch Basispreis) zu erwerben. Dieses Recht wird Bezugsrecht genannt. Als Ausübungspreis wird zumeist der Kurs bzw. Wert der Unternehmensaktie im Zeitpunkt der Einräumung der Optionen vereinbart. Teilweise wird der Ausübungspreis höher angesetzt, wenn eine überdurchschnittliche Wertsteigerung der Aktie und das Erreichen eines bestimmten Kurses ohnehin vorausgesetzt werden. Die begünstigten Mitarbeiter sind i.d.R. erst nach Erreichen dieser Zielvorgabe und nach Ablauf einer Sperrfrist zur Ausübung der Optionen berechtigt. Das deutsche Aktiengesetz sieht nach § 193 Abs. 2 Nr. 4 eine mindestens zweijährige Wartezeit zur Ausübung von Stock Options vor. Ist der Aktienkurs nach der Sperrfrist über den Basispreis gestiegen, kann der Mitarbeiter seine Optionen gewinnbringend ausüben. Je mehr die Unternehmensaktie während der Sperrfrist gestiegen ist, desto höher ist der Gewinn des begünstigten Mitarbeiters. Eine Verpflichtung zur Einlösung besteht für den optionsberechtigten Mitarbeiter nicht, so daß im Fall eines gesunkenen Aktienkurses keine Verluste drohen, wenn die Optionen zusätzlich zum normalen Lohn gewährt wurden.
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Tradition, das Ziel der Arbeit sowie den Gang der Untersuchung hinsichtlich der steuerlichen Optimierung von Mitarbeiterbeteiligungen.
2 Neuausrichtung der Vergütungssysteme an internationalen Maßstäben: Dieses Kapitel thematisiert den Wandel der Vergütungspolitik von festen zu variablen Bezügen und vergleicht die empirische Relevanz von Mitarbeiterbeteiligungen international.
3 Chancen einer Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg: Es werden die Vorteile wie Motivationssteigerung, Bindung von Mitarbeitern und Shareholder-Value-Optimierung sowie potenzielle Risiken kritisch diskutiert.
4 Öffentliche Fördermöglichkeiten von Mitarbeiterbeteiligungen: Dieses Kapitel stellt die steuerlichen Förderwege nach § 19a EStG und die staatliche Förderung durch Sparzuschüsse dar.
5 Charakterisierung der verschiedenen Varianten der Mitarbeiterbeteiligungen unter dem Gesichtspunkt der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten: Der Hauptteil analysiert detailliert verschiedene Eigenkapital-, Fremdkapital- und virtuelle Beteiligungsformen sowie deren bilanzielle und steuerliche Auswirkungen.
6 Allgemeine Besteuerungsgrundsätze bei variabler Entlohnung: Hier werden lohnsteuerliche Grundsätze, verdeckte Gewinnausschüttungen und finanzielle Aspekte bei der Rückstellungsbildung erörtert.
7 Vorteilhaftigkeitsvergleich der verschiedenen Beteiligungen von Mitarbeitern am Unternehmenserfolg: Es erfolgt ein abschließender Vergleich der Beteiligungsformen hinsichtlich ihrer steuerlichen und wirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit.
8 Schlußbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die steuerliche Förderungssituation sowie die Notwendigkeit zukünftiger Reformen.
Mitarbeiterbeteiligung, Aktienoptionen, Stock Options, Unternehmenserfolg, Steuerliche Gestaltung, Vergütungssysteme, Shareholder Value, Kapitalbeteiligung, Belegschaftsaktien, Lohnsteuer, Einkommensteuer, Vermögensbildung, Erfolgsbeteiligung, Bilanzierung
Die Diplomarbeit befasst sich mit den steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen bei der Beteiligung von Mitarbeitern am Erfolg ihres Unternehmens.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der steuerlichen Behandlung von Beteiligungsvarianten wie Aktienoptionen, dem Vorteilhaftigkeitsvergleich dieser Instrumente und der staatlichen Förderung.
Das Ziel ist die Darstellung und Optimierung der steuerlichen Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen, sowohl aus Sicht des Arbeitgebers als auch des Arbeitnehmers.
Es handelt sich um eine systematische rechtliche und steuerrechtliche Analyse der Beteiligungsvarianten, ergänzt durch Praxisbeispiele und betriebswirtschaftliche Vorteilhaftigkeitsvergleiche.
Der Hauptteil charakterisiert detailliert Eigenkapital-, Fremdkapital- und virtuelle Beteiligungsformen und beleuchtet deren steuerliche Konsequenzen sowie die bilanziellen Auswirkungen beim Optionsgeber.
Mitarbeiterbeteiligung, Aktienoptionen, Steuerliche Gestaltung, Vergütungssysteme, Shareholder Value und Vermögensbildung sind die prägenden Begriffe.
Der Shareholder Value-Gedanke ist ein wesentlicher Treiber, da wertorientierte Vergütungssysteme wie Aktienoptionen das Management und die Mitarbeiter dazu motivieren, den Unternehmenswert aus Sicht der Anteilseigner zu steigern.
Start-up Unternehmen verfügen oft über geringe liquide Mittel, weshalb Aktienoptionen als Vergütungsinstrument attraktiv sind, da sie die Personalkosten zeitlich nach hinten verlagern und keine unmittelbare Barbelastung darstellen.
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