Diplomarbeit, 1989
131 Seiten, Note: gut
1.Einführung
1.1 Wandel der Qualifikationsanforderungen und Sozialkompetenz-Training
1.2 Ziel der Längsschnittstudie
1.3 Vorgehensweise
2.Theoretische Grundlagen
2.1 Berufsausbildung
2.1.1 Thematische Eingrenzung
2.1.2 Auszubildende: Adoleszenzphase und Sozialisationsprozeß
2.1.3 Bildungsziel: Erwerb von Schlüsselqualifikationen für die zukünftige Praxis
2.2 Sozialkompetenz und Kooperationsbereitschaft
2.2.1 Überblick: Werte, Sozialkompetenz, Kooperationsbereitschaft, sozial kompetentes Verhalten
2.2.2 Sozialkompetenz
2.2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2.2 Prozeßmodell sozial kompetenten Verhaltens
2.2.3 Sozialkompetenz und Kooperationsbereitschaft in der Arbeitsgruppe
2.2.3.1 Sozialkompetenz in der Arbeitsgruppe
2.2.3.2 Kooperation und Konkurrenz
2.2.3.3 Kooperationsbereitschaft
2.2.4 Werte und Kooperationsbereitschaft
2.2.4.1 Ich-Zentralität von Werten
2.2.4.2 Wertewandel und Kooperationsbereitschaft
2.2.5 Erfassungsmethoden und Meßprobleme
2.3 Training
2.3.1 Trainingsbegriff
2.3.2 Trainingsformen und Techniken
2.3.3 Training sozialer Kompetenzen
2.4 Evaluation von Training
2.4.1 Allgemeine Kennzeichen und Funktionen
2.4.2 Gutachtenmodell vs. Beratungsmodell
2.4.3 Evaluierungsebenen
2.4.3.1 Unmittelbare Trainingseffekte
2.4.3.2 Transfer am Arbeitsplatz
2.4.3.3 Exkurs: Transferhilfen
3.Empirische Untersuchung
3.1 Zum Konzept des untersuchten Trainings
3.1.1 Trainingsziel
3.1.2 Methodische Umsetzung
3.1.3 Veranstaltungsumfeld des untersuchten Trainings
3.2 Empirisches Vorgehen
3.2.1 Forschungsziel, Untersuchungsplan, Stichprobe
3.2.2 Interviewgestaltung
3.2.3 Leitfäden
3.2.4 Auswertungsschritte
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Intergruppenvergleich (Deskription)
3.3.1.1 Büro- vs. Industriekaufleute
3.3.1.2 Frauen vs. Männer
3.3.1.3 Seminarunerfahrene vs. seminarerfahrene Teilnehmer
3.3.1.4 Zusammenfassung
3.3.2 Gleichbleibende "Einzelkämpfer"
3.3.2.1 Gemeinsamkeiten der Teilnehmer mit konstantem Einzelarbeitswunsch
3.3.2.2 Beschreibung eines typischen "Einzelkämpfers" im Längsschnitt
3.3.3 Gleichbleibende Kooperative
3.3.3.1 Gemeinsamkeiten der Teilnehmer mit konstantem Zusammenarbeitswunsch
3.3.3.2 Beschreibung einer typischen Kooperativen im Längsschnitt
3.3.4 Fälle von Wandel zum Kooperativen
3.3.4.1 Gemeinsamkeiten der Wandler zum Kooperativen
3.3.4.2 Beschreibung einer typischen Wandlerin im Längsschnitt
3.3.5 Trainingswirkung
4.Ausblick
Diese Arbeit evaluiert explorativ die Auswirkungen eines gruppendynamischen Sozialkompetenz-Trainings auf die Kooperationsbereitschaft kaufmännischer Auszubildender. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob und wie sich ein solches Training auf die individuelle Einstellung zur Zusammenarbeit mit Kollegen im betrieblichen Alltag auswirkt und welche Transferhürden dabei bestehen.
2.2.2.2 Prozeßmodell sozial kompetenten Verhaltens
Hinsch u. Pfingsten (1983) reduzieren die ganze Komplexität sozialen Verhaltens - beispielsweise von Auszubildenden untereinander und gegenüber den Kollegen - auf ein lernpsychologisches Modell.
Dieses Prozeßmodell sozial kompetenten Verhaltens orientiert sich vor allem an dem ähnlichen Konzept von Argyle u. Kendon (1967) und bezieht zudem die soziale Lerntheorie, das Streßkonzept von R.S. Lazarus und kognitiv verhaltenstherapeutische Konzepte mit ein.
Abbildung 2 zeigt die einzelnen "Bausteine" des Modells von Hinsch u. Pfingsten (1983). Diese werden im folgenden exemplarisch an der Situation von Auszubildenden im Betrieb erläutert; daran schließt sich eine kritische Betrachtung aus motivationaler Perspektive an.
Im vorliegenden Modell ist die jeweilige Situation (z.B. eine Trainingssituation oder eine betriebliche Alltagssituation) implizit mit einem Anforderungscharakter behaftet. Dies könnten beispielsweise Qualifikationsanforderungen an Auszubildende für die zukünftige Berufspraxis sein (insbesondere das Kooperieren-Können in einer Arbeitsgruppensituation).
1.Einführung: Legt den Grundstein durch die Diskussion moderner Qualifikationsanforderungen und definiert das Ziel der Studie: die Evaluierung eines Gruppentrainings für Auszubildende.
2.Theoretische Grundlagen: Erörtert psychologische und pädagogische Konzepte zu Sozialkompetenz, Kooperationsbereitschaft sowie Trainingsmethoden und Evaluationsansätze.
3.Empirische Untersuchung: Stellt das konkrete Trainingskonzept des Unternehmens vor und analysiert in einer Längsschnittstudie mittels qualitativer Interviews die Wirkung des Trainings auf die Auszubildenden.
4.Ausblick: Formuliert Empfehlungen zur Förderung des Trainingskonzepts und diskutiert weitere Forschungsbedarfe im Bereich der Transfermanagement-Optimierung.
Sozialkompetenz, Kooperationsbereitschaft, betriebliche Berufsausbildung, Gruppentraining, Schlüsselqualifikationen, Lernpsychologie, Transfermanagement, Arbeitsgruppe, Adoleszenzphase, Evaluation, qualitative Interviews, Verhaltensänderung, beruflicher Aufstieg, Arbeitspsychologie, beruflicher Wertewandel.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss ein spezielles Sozialkompetenz-Training auf die Kooperationsbereitschaft von kaufmännischen Auszubildenden hat und ob das Gelernte erfolgreich im betrieblichen Alltag umgesetzt wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Schlüsselqualifikationen in der Berufsausbildung, der Psychologie von Arbeitsgruppen sowie der Evaluierung von Trainingsmaßnahmen.
Die zentrale Frage ist, wie sich ein Gruppentraining auf die individuelle Kooperationsbereitschaft auswirkt und welche Transferabsichten sowie tatsächlichen Verhaltensänderungen bei den Auszubildenden im Zeitverlauf zu beobachten sind.
Es wird ein exploratives, qualitatives Vorgehen gewählt. Dazu wurden mit einer Stichprobe von 12 Auszubildenden strukturierte Interviews zu drei Zeitpunkten (vor, unmittelbar nach und sechs Wochen nach dem Training) geführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kompetenz und Training sowie in eine detaillierte empirische Untersuchung, die Einstellungsänderungen und Transferprobleme analysiert.
Sozialkompetenz, Kooperationsbereitschaft, berufliche Ausbildung, Gruppentraining, Transfermanagement und Evaluation.
Der Autor verzichtete darauf, weil die Mehrheit der Auszubildenden ihre Anonymität durch eine Tonbandaufnahme gefährdet sah, weshalb stattdessen ein spezielles Kürzelsystem für Mitschriften genutzt wurde.
Die Studie zeigt, dass bei Teilnehmern, die schon vor dem Training einen starken Einzelarbeitswunsch hatten, das Training oft nicht zu einer Verhaltensänderung führte, da sie ihre Unabhängigkeit im Betrieb priorisieren.
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