Examensarbeit, 2003
82 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
2 Der Autor: Patrick Süskind
2.1 Die Biografie
2.2 Die Bibliografie
3 Die inhaltliche Darstellung
3.1 „Das Parfum- Die Geschichte eines Mörders“
4 Methoden der Parfümherstellung
4.1 Die Destillation
4.2 Die Mazeration
4.3 Die Enfleurage
4.4 Die Expression
5 Darstellungen der Duftstoffgewinnung im Roman
5.1 Die Destillation
5.2 Die Mazeration
5.3 Die Enfleurage
6 Roman versus Realität
7 Der Gestank in der Stadt
8 Die geschichtliche Entwicklung der Düfte
8.1 Die Bedeutung des Wortes „Parfüm“
8.2 Vom „per fumum“ zum Parfüm
9 Der Gesamtgeruch des Menschen
10 Erotik und Parfüm
11 Schluss
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Verbindung zwischen Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und dem Bereich der Körperpflege sowie der historischen Parfümherstellung zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die im Roman beschriebenen Methoden der Duftstoffgewinnung auf realen historischen Verfahren basieren und wie die thematischen Schwerpunkte „Duft“ und „Gestank“ als Kontrastmittel eingesetzt werden.
3.1 Das Parfüm - Die Geschichte eines Mörders
Paris, 17. Juli 1738
An diesem Tag wird Jean- Baptiste Grenouille am Fischstand seiner Mutter geboren.
Die Geburt des Jungen gestaltet sich als etwas weniger Wundervolles, als anzunehmen ist. Grenouilles Mutter, Mitte zwanzig, ist Fischverkäuferin an einer Fischbude in der Nähe des „allerstinkendsten Ortes des gesamten Königreichs“, dem Pariser Friedhof. Sie ist gegen die Gerüche dieses stinkenden Ortes schon abgestumpft und hofft lediglich, dass die Schmerzen der Wehen/ der Geburt vorbeigehen.
„Und als die Presswehen einsetzen, hockte sie sich unter ihren Schlachttisch und gebar dort, wie schon vier Mal zuvor, und nabelte mit dem Fischmesser das neugeborene Kind ab.“
Grenouilles Mutter ist geschwächt durch die Anstrengung ihrer „Nebenbei-Geburt“ und fällt in Ohnmacht. Sie hofft, dass auch dieses Kind zwischen den Fischabfällen um sein gerade begonnenes Leben kommt.
Anders aber als die ersten vier Geburten, die Tot- oder Halbtotgeburten waren, beginnt dieses Kind, das sich zwischen den Fischabfällen befindet, zu schreien. Nachdem Grenouilles Mutter von ihrer Ohnmacht aufwacht, blutverschmiert und mit einem Messer in der Hand, wird sie wegen versuchten Kindsmordes verurteilt und einige Wochen nach der Geburt geköpft (enthauptet).
1 Einleitung: Die Arbeit stellt die Motivation der Autorin vor, den Roman „Das Parfum“ im Hinblick auf den Realitätsbezug von Düften und Parfümherstellung zu untersuchen.
2 Der Autor: Patrick Süskind: Es wird ein Überblick über die Biografie und Bibliografie des Autors gegeben.
3 Die inhaltliche Darstellung: Dieses Kapitel fasst die Lebensgeschichte der Romanfigur Jean-Baptiste Grenouille zusammen.
4 Methoden der Parfümherstellung: Es werden die technischen Grundlagen der Duftstoffgewinnung, wie Destillation, Mazeration, Enfleurage und Expression, detailliert erläutert.
5 Darstellungen der Duftstoffgewinnung im Roman: Hier wird untersucht, wie Süskind die zuvor beschriebenen Verfahren in die Romanhandlung integriert.
6 Roman versus Realität: Ein Vergleich zwischen der fiktiven Welt des Romans und den historischen Gegebenheiten Frankreichs im 18. Jahrhundert.
7 Der Gestank in der Stadt: Dieses Kapitel thematisiert die olfaktorische Atmosphäre des 18. Jahrhunderts und die damalige Wahrnehmung von Gestank als Krankheitsgefahr.
8 Die geschichtliche Entwicklung der Düfte: Es wird die historische Bedeutung von Düften, vom religiösen Gebrauch bis zur Hygiene, dargestellt.
9 Der Gesamtgeruch des Menschen: Eine wissenschaftliche Betrachtung des menschlichen Eigengeruchs und der verschiedenen Körperregionen im Kontext des Romans.
10 Erotik und Parfüm: Analyse der erotischen Wirkung von Düften und deren Fähigkeit, Stimmungen und Begehren zu beeinflussen.
11 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Rechercheergebnisse und der literarischen Umsetzung der Thematik durch Patrick Süskind.
Patrick Süskind, Das Parfum, Duftstoffgewinnung, Destillation, Mazeration, Enfleurage, Geruchssinn, Körpergeruch, 18. Jahrhundert, Historische Realität, Miasmen, Erotik, Massensuggestion, Jean-Baptiste Grenouille, Hygienegeschichte.
Die Arbeit untersucht Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ auf seine historischen Realitätsbezüge, insbesondere im Hinblick auf die Methoden der Parfümherstellung und die damalige Geruchswelt.
Die zentralen Themen sind die handwerkliche Parfümherstellung, die städtische Atmosphäre des 18. Jahrhunderts, die menschliche Geruchswahrnehmung sowie die Wirkung von Düften auf Emotionen und Erotik.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob und wie realistisch Süskind die technischen Methoden der Parfümherstellung und die soziokulturelle Geruchswelt in seinem Roman darstellt.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch historische und naturwissenschaftliche Quellen über Parfümerie und Hygiene ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Methoden, deren Anwendung im Roman, eine historische Einordnung der Geruchswelt sowie die Analyse des Körpergeruchs und der Erotik von Düften.
Neben dem Autor und dem Buchtitel sind Begriffe wie Parfümherstellung, Destillation, Miasmen, Erotik und Geruchssinn essenziell für die Arbeit.
Die Geruchlosigkeit dient als Kontrastmittel, das die Außenseiterrolle von Grenouille in der Gesellschaft verdeutlicht und seine Obsession für den Duft aller Düfte begründet.
Die Jahreszahlen geben dem Roman einen historischen Anker und dokumentieren den Lebensweg von Grenouille innerhalb eines recherchierbaren zeitlichen Rahmens.
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