Diplomarbeit, 1999
115 Seiten, Note: 1,2
Einleitung
1 Bürgerbefragungen
1.1 Begriffliche Abgrenzung zwischen Bürgerbefragung und Kundenbefragungen
1.1.1 Allgemeine Bürgerbefragungen
1.1.2 Kundenbefragungen
1.1.2.1 Allgemeine Kundenbefragungen
1.1.2.2 Spezielle Kundenbefragungen in einem Bereich
1.2 Gründe weshalb Bürgerbefragungen durchgeführt werden
1.3 Zielsetzungen bei Bürgerbefragungen
1.4 Befragungsanlässe bei Bürgerbefragungen
1.5 Unterschiede zwischen Bürger und Kunde
2 Vorbereitung der Bürgerbefragung
2.1 Zieldefinition
2.2 Träger der Befragungen
2.2.1 Durchführung der Befragung durch die Verwaltung
2.2.2 Durchführung der Befragung durch externern Berater
2.2.3 Durchführung der Befragung in Kooperation
2.3 Zeitpunkt der Befragung
2.4 Beteiligte bei der Befragung
2.5 Die Form der Arbeitsorganisation
2.6 Markmalsarten bei einer Bürgerbefragung
2.7 Untersuchungsarten
2.7.1 Primäruntersuchung
2.7.2 Sekundärstatistische Untersuchung
2.7.3 Die Grundgesamtheit
2.7.4 Vollerhebung und Teilerhebung
2.7.4.1 Auswahl nicht zufällig
2.7.4.2 Zufällige Auswahl
2.7.5 Die Repräsentativität
2.8 Ziel- und Meßdimensionen von Bürgerbefragungen
2.9 Die Operationalisierung
3 Konstruktion und Test der Erhebungsinstrumente
3.1 Untersuchungsmethoden und deren Auswahl für eine Bürgerbefragung
3.1.1 Befragungen nach dem Grad der Strukturiertheit
3.1.1.1 Standardisiertes Interview
3.1.1.2 Teilstandardisiertes Interview
3.1.1.3 Freies Interview
3.1.2 Befragungen nach der Kommunikationsform
3.1.2.1 Die persönlich-mündliche Befragung
3.1.2.2 Die schriftliche Befragung
3.1.2.3 Die telefonische Befragung
3.1.3 Maßnahmen zur Steigerung der Rücklaufquote
3.2 Frageformen bei einer Bürgerbefragung
3.2.1 Offene Fragen
3.2.2 Geschlossene Fragen
3.2.2.1 Nominalskala
3.2.2.2 Ordinalskala
3.2.2.3 Kardinalskala
3.2.3 Direkte Fragen
3.2.4 Indirekte Fragen
3.3 Fragetypen bei einer Bürgerbefragung
3.3.1 Faktfragen
3.3.2 Meinungs- und Einstellungsfragen
3.3.3 Motivfragen
3.3.4 Verhaltensfragen
3.4 Formulierung der Fragen für den Fragebogen
3.4.1 Einfachheit
3.4.2 Klarheit
3.4.3 Keine Überforderung
3.4.4 Keine Beeinflussung
3.4.5 Verständlichkeit
3.5 Fragebogengestaltung und Fragebogenaufbau
3.5.1 Einleitende Fragen
3.5.2 Hauptfragen
3.5.3 Abschließende Fragen
3.6 Äußere Gestaltung des Fragebogens
3.7 Länge des Fragebogens
3.8 Gütekriterien
3.8.1 Objektivität
3.8.2 Reliabilität
3.8.3 Validität
3.9 Pretest
4 Die Durchführung einer Bürgerbefragung
4.1 Durchführung einer schriftlichen Befragung
4.1.1 Anschreiben dür den Fragebogen
4.2 Durchführung einer mündlichen Befragung
4.2.1 Interviewschulung
5 Die Auswertung der Bürgerbefragung
5.1 Satzaufbau
5.2 Die Kodierung des Fragebogens
5.3 Auswertung
5.3.1 Häufigkeitsverteilung
5.3.2 Mittelwert
5.3.3 Kreuztabellen
6 Datenschutz bei einer Bürgerbefragung
7 Präsentation einer Bürgerbefragung
7.1 Möglichkeiten der Ergebnisdarstellung
7.1.1 Kurzbericht
7.1.2 Eckdatenbericht
7.1.3 Abschlußbericht
7.2 Präsentationsmittel bei einer Bürgerbefragung
7.2.1 Tabellen
7.2.2 Grafiken
7.2.3 Texte
7.3 Möglichkeiten der Präsentation
7.3.1 Hausinterne Präsentation
7.3.2 Lokale Präsentation
7.3.3 Präsentation in den politischen Gremien
7.3.4 Überörtliche Präsentation
7.4 Verwendung der Ergebnisse und deren Umsetzung
7.5 Interkommunaler Vergleich bei Bürgerbefragungen
8 Beteiligte bei einer Bürgerbefragung
8.1 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung
8.2 Gemeinderat
8.3 Presse
8.4 Personalrat
8.5 Bürger
9 Die Zukunkft der Bürgerbefragungen per ONLINE-Medien
10 Schlußbetrachtung
Die Diplomarbeit analysiert den Prozess von Bürgerbefragungen in Kommunen als Instrument des Qualitätsmanagements und der Verwaltungsmodernisierung. Dabei werden die Vorbereitung, die methodische Konstruktion der Befragungsinstrumente, die Durchführung, Auswertung sowie die Präsentation der Ergebnisse praxisnah an Fallbeispielen untersucht.
Die Durchführung einer Bürgerbefragung
Eine Bürgerbefragung ist nur dann erfolgreich, wenn darauf in der Öffentlichkeit aufmerksam gemacht wird. Ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg einer Befragung ist die Öffentlichkeitsarbeit. Befragungen basieren auf der Freiwilligkeit der Bürger und Bürgerinnen. Es kann dazu niemand gezwungen werden. Rechtzeitiges Ankündigen in der Presse, in regionalen Zeitungen, Rundfunk, Handzettel und Hinweise z.B. bei einem Tag der Offenen Tür ist sehr wichtig. Es soll das Interesse der Bürger und Bürgerinnen geweckt werden, sich an der Befragung zu beteiligen.
Bei den Meldungen sollten Hinweise darin enthalten sein, warum eine Befragung durchgeführt wird, Ziele der Befragung, des zu befragenden Personenkreises, Zeitpunkt und Ort. Es sollte versucht werden, das Bewußtsein der Bürger und Bürgerinnen zu steigern, sich daran aktiv als Befragte zu beteiligen und auf positive Effekte der Bürgerbefragung hinzuweisen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dazu beitragen, die Rücklaufquote der Fragebögen zu erhöhen, indem sie auf die Wichtigkeit der Befragung hinweisen und die „Kunden“ dazu auffordern, mitzumachen. Es kommt jedoch auf die Methode der Befragung an, die angewendet werden soll, ob schriftlich, mündlich oder telefonisch.
1 Bürgerbefragungen: Begriffsdefinitionen und Abgrenzung zwischen Bürger- und Kundenbefragungen sowie die Gründe für deren Durchführung.
2 Vorbereitung der Bürgerbefragung: Erläuterung der Zieldefinition, Trägerschaft, methodischen Planung und Auswahlverfahren.
3 Konstruktion und Test der Erhebungsinstrumente: Analyse verschiedener Interviewmethoden, Frageformen und Gütekriterien für die Befragung.
4 Die Durchführung einer Bürgerbefragung: Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit sowie praktische Tipps zur Durchführung von schriftlichen und mündlichen Befragungen.
5 Die Auswertung der Bürgerbefragung: Verfahren zur Datenkodierung, statistische Auswertungsmethoden und Fehlervermeidung.
6 Datenschutz bei einer Bürgerbefragung: Rechtliche Grundlagen und Anforderungen an die Anonymisierung von Daten.
7 Präsentation einer Bürgerbefragung: Strategien für die Ergebnisaufbereitung, Berichterstattung und Kommunikation in politischen Gremien.
8 Beteiligte bei einer Bürgerbefragung: Rollen und Einbindung von Mitarbeitern, Gemeinderat, Presse und Personalrat.
9 Die Zukunkft der Bürgerbefragungen per ONLINE-Medien: Chancen und Herausforderungen für eine internetgestützte Bürgerkommunikation.
10 Schlußbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der methodischen Qualität und der Bedeutung für die moderne Kommunalverwaltung.
Bürgerbefragung, Kundenorientierung, Verwaltungsmodernisierung, Fragebogen, Repräsentativität, Datenschutz, Statistik, Qualitätssicherung, Kommunalverwaltung, Datenanalyse, Online-Befragung, Bürgerbeteiligung, Interviewtechnik.
Die Arbeit befasst sich mit der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Bürgerbefragungen in Kommunen im Kontext neuer Verwaltungssteuerungsmodelle.
Zu den Schwerpunkten zählen die methodische Gestaltung von Fragebögen, der Unterschied zwischen Bürger- und Kundenbefragungen sowie die datenschutzrechtliche Absicherung.
Das Ziel ist es, Kommunen einen Leitfaden an die Hand zu geben, um Bürgerbefragungen als wirksame Steuerungsinstrumente effizient einzusetzen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse empirischer Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften sowie den Vergleich von Praxisbeispielen aus mehreren Städten.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konstruktion von Frageinstrumenten, die operative Durchführung, die statistische Datenauswertung und die Ergebniskommunikation.
Bürgerbefragung, Verwaltung, Qualitätsmanagement, Statistik, Befragungsmethodik, Datenschutz und Partizipation.
Die Arbeit argumentiert, dass eine pauschale Behandlung als "Kunde" zu kurz greift, da Bürger in hoheitlichen Angelegenheiten eine andere Rolle einnehmen als bei reinen Dienstleistungen.
Die Arbeit beleuchtet das Potenzial von Online-Medien, um künftig effizienter Daten zu erheben, weist jedoch auch auf notwendige Skepsis bezüglich technischer Hürden und Datenschutz hin.
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