Diplomarbeit, 2002
43 Seiten, Note: sehr gut
1. Quality Management in Banken
1.1 Einleitung
1.2 Problemstellung
1.3 Ziel
1.4 Organisatorische Einbettung
2. Quality Management
2.1 Qualitätsinitiativen
2.1.1 Stakeholder Management
2.1.2 Balanced Scorecard
2.1.3 Six Sigma
2.1.4 ISO 9000
2.2 Qualitätsmodelle
2.2.1 European Foundation of Quality Management
2.2.2 Malcolm Baldridge National Quality Award (USA)
2.2.3 Der Demings Award
2.2.4 Qualitätsmodelle in Banken
3. Bereiche des Quality Managements
3.1 Kundenzufriedenheit/-bindung
3.1.1 Kundenbindungsanalysen
3.1.2 Mystery Shopping
3.1.3 Die Bedeutung von Kundenzufriedenheitsmessungen in Banken
3.2 Beschwerdemanagement
3.2.1 Inhalt des Beschwerdemanagements
3.2.2 Bereiche des Beschwerdemanagements
3.2.3 Nutzen und Ursachenanalyse
3.2.4 Die Bedeutung vom Beschwerdemanagement in Banken
3.2.5. Der Bankenombudsman
3.3 Mitarbeiterbefragungen
3.3.1 Mitarbeiterbefragung
3.3.2 Die Bedeutung von Mitarbeiterbefragung in Banken
3.4. Ideenmanagement
3.4.1 Überblick
3.4.2 Ideenmanagement zur Mitarbeitermotivation
3.4.3 Ideenmanagement in Banken
4. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Integration von Qualitätsmanagement in Banken angesichts zunehmenden Wettbewerbs und veränderter Serviceansprüche. Ziel ist es, verschiedene Qualitätsinitiativen und -modelle zu analysieren, deren Anwendbarkeit im Bankensektor aufzuzeigen und zentrale Instrumente zur Messung von Servicequalität, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterengagement zu beleuchten.
2.1.1 Stakeholder Management
Das Stakeholder Management wird ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor in Managementmodellen und zwar zusätzlich zum Innovationsmanagement und zum kostenreduzierenden Business Reengineering.
Die Hauptaufgabe des Stakeholder Managements ist es, den Einfluss der einzelnen Anteilseigner eines Unternehmens zu überprüfen und regelmässig zu messen. Nur anhand dieser regelmässigen Messungen ist es tatsächlich möglich die Beziehungen zu den Stakeholdern auch sinnvoll zu lenken und zu verbessern.
Anteilseigner sind z.B.: Kunden (intern, extern), Mitarbeiter, Manager, Lieferanten, Aktieninhaber, die Presse, gesetzgebende Institutionen, Opinion Leaders, Interessenvertretungen. Letztendlich hängt der Erfolg eines Unternehmens in einer erfolgreichen Beziehungsgestaltung zu diesen Gruppen ab.
Während sich Unternehmen vor ein paar Jahrzehnten noch durch Produktinnovationen alleine Wettbewerbsvorteile verschaffen konnten, wird dies heute zunehmend schwieriger. Das Umfeld ist relativ transparent geworden, Bankprodukte sind sehr homogen – neue Ideen werden in kürzester Zeit von der Konkurrenz kopiert.
Auch die durch Business Process Reengineering erzielte Verbesserungen der Prozesse sind kein Garant mehr für einen herausragenden, andauernden Wettbewerbsvorteil. Kaum eine Bank, die in den letzten Jahren nicht eine oder mehrere Restrukturierungen durchgemacht hat. Ziel dieser Reorganisationen ist es meist Kostensparpotentiale zu nutzen und zu optimieren. Die Beziehung zu den Stakeholdern ist mittel- und langfristig eine wirkliche Chance sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen beziehungsweise zu sichern. Im Zentrum der Überlegungen des Stakeholdermanagements steht die Optimierung der Beziehung und der Pflege - bei gegebenen Kosten - der einzelnen Stakeholdergruppen einer Bank. Die relevanten Gruppen dieser Anteilseigner sind für Banken die Kunden und die Mitarbeiter einerseits, und die Aktieninhaber andererseits.
1. Quality Management in Banken: Führt in die aktuelle Umbruchphase der Bankenwelt ein und definiert die Relevanz von Qualitätsmanagement als strategisches Instrument.
2. Quality Management: Unterscheidet zwischen strategischen Qualitätsinitiativen und kompetitiven Qualitätsmodellen und erläutert deren theoretische und praktische Anwendung.
3. Bereiche des Quality Managements: Analysiert operative Kernbereiche wie Kundenbindung, Beschwerdemanagement, Mitarbeiterbefragungen und Ideenmanagement im Bankkontext.
4. Zusammenfassung: Fasst die Notwendigkeit ganzheitlicher Qualitätsansätze zusammen und formuliert Thesen zur strategischen Servicequalität.
Qualitätsmanagement, Bankensektor, Servicequalität, Stakeholder Management, Balanced Scorecard, Six Sigma, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Beschwerdemanagement, Bankenombudsman, Mitarbeiterbefragung, Mitarbeiterengagement, Ideenmanagement, Prozessoptimierung, Business Excellence.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und Bedeutung von Qualitätsmanagement-Systemen und -Methoden innerhalb der Bankenbranche.
Die Arbeit fokussiert auf Qualitätsinitiativen, internationale Qualitätsmodelle sowie die operativen Bereiche Kundenzufriedenheit, Beschwerdemanagement, Mitarbeiterzufriedenheit und Ideenmanagement.
Ziel ist es, den Status Quo des Qualitätsmanagements in Banken aufzuzeigen, geeignete Managementinstrumente zu beleuchten und deren strategische Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit zu verdeutlichen.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie praxisorientierte Erkenntnisse aus Interviews und Präsentationen von Vertretern verschiedener Finanzinstitute.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Ansätze (Initiativen und Modelle) analysiert und anschließend spezifische Bereiche wie Kunden- und Mitarbeiterbefragungen sowie das Beschwerde- und Ideenmanagement detailliert dargelegt.
Zentral sind Begriffe wie Qualitätsmanagement, Servicequalität, Stakeholder Management, Kundenzufriedenheit und operative Exzellenz im Finanzsektor.
Das Recovery Paradox beschreibt das Phänomen, dass Kunden, deren Probleme nach einem Fehler effizient gelöst wurden, oft eine höhere Loyalität aufweisen als Kunden, die von Anfang an keine Fehler erlebten.
Der Bankenombudsman fungiert in der Schweiz als neutrale, kostenlose Informations- und Vermittlungsstelle, die als Konsumentenschutz für Bankkunden dient und bei Konflikten zwischen Bank und Kunde vermittelt.
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