Magisterarbeit, 2001
157 Seiten, Note: 1.3
Einleitung
I. Terrorismus – Entwicklungslinien
1) Begriffsdefinition
2) Terrorismus als Ausprägungsform politischer Gewalt
3) Die Bedeutung der Medien für den Terrorismus – Der CNN-Effekt
4) Strukturmerkmale des Terrorismus 1960 – 1979
5) Der Wandel seit 1979 – neue Formen des Terrorismus
II. Die Vereinigten Staaten – Ein globaler Hegemon
1) Strategische Grundlagen amerikanischer Außenpolitik 1945 – 1990/91
2) Die veränderte weltpolitische Lage nach 1990/91
3) Der Primat militärischer Überlegenheit
4) Militärische Interventionen – U.S. amerikanische Ordnungsvorstellungen
5) Das amerikanische Bild der “States of Concern”
6) Sanktionspolitik der Vereinigten Staaten von Amerika
III. Die Hegemonialstellung der U.S.A. im Persischen Golf – Ausprägungsformen und Konsequenzen
1) Das Konfliktpotential im Nahen und Mittleren Osten
2) Die Anfänge U.S.-amerikanischer Außenpolitik im Persischen Golf
3) Special Relationships
a) Israel
b) Saudi Arabien
4) U.S.-Sicherheitspolitik im Persischen Golf – vitales Interesse oder hegemoniale Versuchung?
a) Die wirtschaftliche Bedeutung der Region
b) Dual Containment
IV. Strategien gegen den Terrorismus
1) Geostrategische Lösungsansätze
2) Internationale Kooperation zur Bekämpfung des Terrorismus
3) Innenpolitische Lösungsansätze, legislative Initiativen, verfassungsrechtliche Konsequenzen
V. Die U.S.A. und der Internationale Terrorismus – ein Problem globaler Dominanz (Schlussbetrachtung)
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der globalen Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika und der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus im Zeitraum von 1990 bis 2000. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit die amerikanische Außenpolitik, insbesondere ihr hegemonialer Anspruch und militärische Interventionsstrategien, die Entstehung asymmetrischer Bedrohungspotentiale beeinflusst und welche alternativen Lösungsansätze für den Umgang mit dieser Problematik bestehen.
Die Bedeutung der Medien für den Terrorismus – Der CNN-Effekt
„Terroristen streben danach, einzuschüchtern und durch Einschüchterung zu herrschen und zu kontrollieren. Sie wollen beeindrucken. Sie treten vor einem und für ein Publikum auf und bemühen sich um Beteiligung der Zuschauer.“
Da der Terrorist psychologische Begleiterscheinungen seiner Tat bewusst und gezielt einsetzt, spielen die Medien eine überragende Rolle bei dem Versuch, die politischen Zielvorstellungen einer breiten Masse zu präsentieren und dadurch die gewünschte Veränderung herbeizuführen.
Die von Terroristen eingesetzten Mittel – Entführungen, Bombenanschläge, Ermordungen – zur Durchsetzung ihrer Ziele haben sich in den letzten Jahren kaum verändert. Neuartig ist allerdings die Intensität, mit der über terroristische Anschläge berichtet wird. Erschienen Berichte über terroristische Anschläge in der Vergangenheit nur gelegentlich auf den Titelseiten renommierter Zeitungen, können sich Terroristen heute nach durchgeführten Operationen sicher sein, in allen Printmedien, besonders jedoch im Fernsehen, präsent zu sein. Insbesondere wenn es sich bei dem Anschlagsziel um U.S.-Bürger oder U.S.-Einrichtungen handelt, ist eine extensive Berichterstattung durch die Medien, vor allem dem Nachrichtensender CNN, gesichert. Je mehr Aufmerksamkeit eine Terrorgruppe erregen kann, desto größeren Einfluss kann sie ausüben und kommt ihrem Ziel – der Änderung politischer oder sozialer Umstände – einen Schritt näher.
Einleitung: Einführung in die Problematik der terroristischen Bedrohung der USA und Definition der zentralen Forschungsfrage zum Zusammenhang zwischen Außenpolitik und Terrorismus.
I. Terrorismus – Entwicklungslinien: Historische Analyse des Terrorismus, seiner Definitionsschwierigkeiten und der Veränderung hin zum modernen, international operierenden „Neuen Terrorismus“.
II. Die Vereinigten Staaten – Ein globaler Hegemon: Untersuchung der strategischen Grundlagen der US-Außenpolitik seit 1945 und des US-Führungsanspruchs nach Ende des Kalten Krieges.
III. Die Hegemonialstellung der U.S.A. im Persischen Golf – Ausprägungsformen und Konsequenzen: Fallbeispiel zur US-Politik in der Golfregion und deren Auswirkungen auf die asymmetrische Bedrohungslage.
IV. Strategien gegen den Terrorismus: Kritische Analyse der bisherigen US-Maßnahmen, von präventiven Strukturen bis hin zu Sanktionsregimen und militärischen Vergeltungsaktionen.
V. Die U.S.A. und der Internationale Terrorismus – ein Problem globaler Dominanz (Schlussbetrachtung): Synthese der Ergebnisse und Plädoyer für ein „Military Disengagement“ sowie eine Neuausrichtung der Außenpolitik auf tatsächliche nationale Sicherheitsinteressen.
Internationaler Terrorismus, USA, Außenpolitik, Hegemonie, Persischer Golf, Dual Containment, Asymmetrische Bedrohung, Sanktionspolitik, Nationale Sicherheit, Terrorismusbekämpfung, Massenvernichtungswaffen, Global Leadership, Interventionismus, Militärpräsenz, Sicherheitspolitik.
Die Arbeit untersucht, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen der amerikanischen Außenpolitik der 1990er Jahre und der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus gegen US-Einrichtungen besteht.
Die Arbeit beleuchtet die Evolution des Terrorismus, die strategische Ausrichtung der US-Außenpolitik, die Rolle der USA als Hegemon und die spezifische Politik im Persischen Golf.
Das Ziel ist es, die Ursachen der asymmetrischen Bedrohung durch Terroristen zu analysieren und kritisch zu prüfen, ob die bisherigen US-Strategien zur Bekämpfung dieses Problems sinnvoll sind.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte (wie den Politischen Realismus) mit einer empirischen Auswertung von Dokumenten und Primärquellen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Terrorismusentwicklung, der US-Hegemonialpolitik, einer Fallstudie zum Persischen Golf sowie der Evaluierung existierender Gegenstrategien wie Sanktionen und militärischer Interventionen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Terrorismus, Hegemonie, National Interest, Dual Containment und asymmetrische Bedrohung.
Die Region wurde gewählt, weil dort alle wesentlichen Merkmale der US-Außenpolitik nach dem Kalten Krieg – wie Hegemonialanspruch, Sanktionspolitik und militärische Präsenz – gebündelt aufeinandertreffen.
Der Autor argumentiert, dass eine Reduzierung der militärischen Globalpräsenz, insbesondere im Persischen Golf, dazu beitragen würde, Terroristen den Nährboden für ihre Rekrutierung zu entziehen, und schlägt eine Rückbesinnung auf eng definierte nationale Sicherheitsinteressen vor.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

