Diplomarbeit, 2004
79 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 THEORIE- UND ANALYSE-RAHMEN
2.1 Definitorische und materielle Begriffsabgrenzung
2.2 Formen der Direktinvestitionen
2.3 Motive für Direktinvestitionen
2.4 Partialansätze zur Erklärung von Direktinvestitionen
2.4.1 Makroökonomische Analyse
2.4.2 Standortanalyse
2.4.3 Mikroökonomische Analyse
2.5 Dunnings eklektischer Ansatz
3 UMFANG UND ENTWICKLUNG DER DIREKTINVESTITIONEN
3.1 Zielländer
3.2 Herkunftsländer
3.3 Branchen
4 DETERMINANTEN DER DIREKTINVESTITIONEN
4.1 Politisches Risiko
4.2 Rechtliches und institutionelles Risiko
4.3 Fiskalische und monetäre Stabilität
4.4 Marktgröße und Marktwachstum
4.5 Lohnkosten und Humankapital
4.6 Infrastrukturausstattung
4.7 Geographische Nähe und Agglomerationsvorteile
4.8 Privatisierungs- und Restrukturierungsprozess
4.9 Außenhandelspolitik und rechtliche Restriktionen
4.10 Steuerliche und wirtschaftspolitische Anreize
4.11 Fazit
5 BEDEUTUNG DER DIREKTINVESTITIONEN FÜR DIE EMPFÄNGERLÄNDER
5.1 Grundsätzliche Auswirkungen
5.2 Einzelländeranalyse
5.2.1 Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn
5.2.2 Estland, Lettland und Litauen
5.2.3 Sonderfall Slowenien
5.2.4 Bulgarien und Rumänien
5.3 Fazit
6 AUSWIRKUNGEN DER DIREKTINVESTITIONEN AUF DIE HERKUNFTSLÄNDER
7 SCHLUSS
Die Diplomarbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen (ADI) in den Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas (MOEL). Ziel ist es, die zentralen Determinanten für ADI-Zuflüsse zu analysieren, deren Einfluss auf den Transformationsprozess in den Empfängerländern zu bewerten und die Auswirkungen auf die Hauptherkunftsländer, insbesondere Deutschland, darzustellen.
2.1 Definitorische und materielle Begriffsabgrenzung
In der Literatur wird dem Begriff der Direktinvestitionen keine einheitliche Definition zugeordnet, vielmehr gibt es eine Vielzahl von Definitionsansätzen. An dieser Stelle wird die als maßgeblich zu betrachtende gemeinsame Definition des IWF und der OECD genannt, die auch in der Folge als Grundlage für diese Arbeit dienen wird. Gemäß dieser Definition sind Direktinvestitionen „[...] a category of international investment made by a resident entity in one economy (direct investor) with the objective of establishing a lasting interest in an enterprise resident in an economy other than that of the investor (direct investment enterprise)“.
Bei der zitierten Definition sind neben der Tatsache der grenzüberschreitenden Investitionstätigkeit drei Aspekte von Bedeutung: der Direktinvestitionsgeber (direct investor), der Direktinvestitionsempfänger (direct investment enterprise) sowie die Langfristigkeit der Investition (lasting interest). Der Direktinvestitionsgeber kann eine Personen- oder Kapitalgesellschaft, eine Privatperson, eine Regierung oder ein Zusammenschluss aus diesen sein, die eine Niederlassung, Tochtergesellschaft oder ein verbundenes Unternehmen im Ausland unterhält. Der Direktinvestitionsempfänger kann eine Tochtergesellschaft sein, an welcher der ausländische Investor zu mehr als 50% beteiligt ist. Alternativ kann es sich auch um ein verbundenes Unternehmen handeln, an dem ein Ausländer 10% bis 50% der Anteile hält.
1 EINLEITUNG: Darstellung der historischen Transformation Mittel- und Osteuropas und der zunehmenden Bedeutung von ADI für diese Region.
2 THEORIE- UND ANALYSE-RAHMEN: Aufbau eines theoretischen Fundaments zur Erklärung von Direktinvestitionen unter Einbeziehung verschiedener ökonomischer Partialansätze und des OLI-Paradigmas.
3 UMFANG UND ENTWICKLUNG DER DIREKTINVESTITIONEN: Detaillierte Analyse der ADI-Zuflüsse in die MOEL unter Berücksichtigung von Zielländern, Herkunftsländern und Branchen.
4 DETERMINANTEN DER DIREKTINVESTITIONEN: Identifikation und systematisches Zusammenfassen von zehn Einflussfaktoren, die den Zufluss von Direktinvestitionen in die MOEL steuern.
5 BEDEUTUNG DER DIREKTINVESTITIONEN FÜR DIE EMPFÄNGERLÄNDER: Bewertung der Auswirkungen von ADI auf den Transformationsprozess und Wohlstand in den Empfängerstaaten.
6 AUSWIRKUNGEN DER DIREKTINVESTITIONEN AUF DIE HERKUNFTSLÄNDER: Evaluierung der Konsequenzen der Direktinvestitionstätigkeit für die Geberländer, insbesondere innerhalb der EU-15.
7 SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Aufzeigen von Ansatzpunkten zur Standortverbesserung.
Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Transformation, Mittel- und Osteuropa, MOEL, Direktinvestitionsdeterminanten, OLI-Paradigma, Wirtschaftstransformation, Standortwettbewerb, Kapitalzuflüsse, Unternehmensstrategie, Osteuropa, Marktwachstum, Investitionspolitik, EU-Beitritt.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle und Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen (ADI) in den Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas seit dem Ende der 1980er Jahre.
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen von Investitionen, die quantitative Entwicklung dieser Flüsse, die Bestimmungsfaktoren für Investitionsentscheidungen sowie die Auswirkungen auf die Empfängerländer und die Herkunftsländer.
Das Hauptziel ist die Analyse der ADI-Entwicklung in den MOEL, die Ableitung relevanter Determinanten sowie die Untersuchung der Effekte auf den Transformationsprozess in den Zielstaaten und die wirtschaftliche Position der Herkunftsländer.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, einer theoretischen Einordnung mittels verschiedener ökonomischer Ansätze (z.B. OLI-Paradigma) sowie einer empirischen Analyse von Datenreihen und Indizes zur Entwicklung der MOEL.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Investitionsumfangs, die detaillierte Darstellung von zehn Determinantengruppen (von politischem Risiko bis zu steuerlichen Anreizen) sowie die Auswirkungen auf Empfänger- und Herkunftsländer.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ausländische Direktinvestitionen (ADI), Transformation, Mittel- und Osteuropa (MOEL), Standortwettbewerb und OLI-Paradigma maßgeblich geprägt.
Während die baltischen Staaten eine sehr schnelle und liberale Transformation vollzogen haben, sind die Visegrád-Staaten zwar ebenfalls weit fortgeschritten, mussten jedoch den Fortschritt teils mit stärkeren Transformationskrisen und sozialen Härten (z.B. Arbeitslosigkeit) bezahlen.
Privatisierungen sind integraler Bestandteil des Transformationsprozesses. Sie ziehen Direktinvestitionen an, wenn ausländische Akteure Staatsunternehmen erwerben, wobei die gewählte Methode (z.B. Auktionsverfahren vs. Voucher-Privatisierung) einen signifikanten Einfluss auf die Attraktivität und den Erfolg hat.
Deutschland agiert aufgrund der regionalen Nähe und der intensiven wirtschaftlichen Verflechtung als einer der führenden Direktinvestitionsgeber, wobei das Ostgeschäft zudem als wichtiger Motor für die deutsche Wirtschaft fungiert.
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