Diplomarbeit, 2004
112 Seiten, Note: 1.0
1 Einführung
2 Content Management Systeme
2.1 Überblick und Einordnung
2.2 Der „Content Life Cycle“
2.2.1 Phasen des Content Managements
2.2.2 Das Rollenkonzept
2.3 Allgemeine Architektur
2.4 Allgemeine Klassifikation von WCMS
3 Workflow
3.1 Begriffserklärung
3.2 Workflow in WCMS
3.3 Workflow Modelle für WCMS
4 Workflow Management Systeme
4.1 Definitionen
4.2 Phasen des Workflow-Managements
4.3 Werkzeuge zur Workflow-Verwaltung
4.4 Kontrollflussmodellierung
4.5 Klassifizierungen von WM-Systemen
4.6 Ansätze und Architekturen
5 Anforderungsanalyse eines Workflow Systems für WCMS
5.1 Anforderungen an WMS
5.2 Anforderungen an ein WMS für Small-WCMS
5.3 Operationale Anforderungen
6 Systementwurf
6.1 Prozessmodell
6.2 Entwurf des Workflow-Repositories
6.3 Modellierung
6.4 Reaktive Workflow-Engine
6.5 Benutzerschnittstellen
7 Implementierung
7.1 Vorstellung der Workflow API
7.2 Anwendungsfälle
8 Zusammenfassung und Ausblick
8.1 Einordnung der Lösung
8.2 Grenzen des Systems
8.3 Open Tasks
8.4 Resümee
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption, Modellierung und prototypischen Realisierung eines webbasierten Workflow-Management-Systems, das speziell auf (L)AMP-basierte Small-Content-Management-Systeme (WCMS) zugeschnitten ist. Das Ziel ist es, die oft unzureichende Workflow-Funktionalität in diesen Systemen durch eine flexibel integrierbare Komponente zu erweitern, ohne dabei die Komplexität und den Overhead klassischer Enterprise-Workflow-Lösungen zu übernehmen.
4.2.1 Analyse, Modellierung und Definition
In der ersten Phase des Workflow Managements werden die Arbeitsabläufe untersucht und identifiziert, sowie die Bearbeiter (Rollen) der Arbeitsschritte festgelegt. Nachdem dies geschehen ist, werden die evaluierten Prozesse mit Hilfe eines Workflow-Definition-Tools modelliert.
Workflow-Definition-Tools werden von Software-Herstellern unterschiedlich implementiert. Aus diesem Grund hat die Workflow Management Coalition ein Meta-Modell zur Definition von Prozessen in Workflows eingeführt, welches die Interoperabilität der verschiedenen Systeme erleichtern soll. Zur Definition eines Workflows (Workflow Type Definition) sind unter anderem folgende Informationen notwendig:
• die Reihenfolge der einzelnen Aktivitäten
• die dazugehörige Rollenzuordnung
• die Zeitplanung und –Kalkulation der einzelnen Schritte
• Festlegungen zur Behandlung von Zeitüberschreitungen
• die verwendeten Applikationen
• Vor- und Nachbedingungen für Zustandsänderungen.
1 Einführung: Diese Einleitung definiert die Zielsetzung der Arbeit, ein Workflow-System für LAMP-basierte Small-WCMS zu entwerfen, und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Diplomarbeit.
2 Content Management Systeme: Dieses Kapitel liefert einen systematischen Überblick über die Funktionsweise und die wichtigsten Komponenten von webbasierten Content Management Systemen sowie deren Content Life Cycle.
3 Workflow: Der Begriff Workflow wird definiert und speziell im Kontext des Content Life Cycles von WCMS analysiert, wobei verschiedene Freigabemechanismen und Rollenmodelle erläutert werden.
4 Workflow Management Systeme: Hier erfolgt eine Untersuchung von Referenzarchitekturen, Standards und Klassifizierungen im Workflow-Management, um eine fundierte Basis für das Prototyping zu schaffen.
5 Anforderungsanalyse eines Workflow Systems für WCMS: Es werden funktionale und nichtfunktionale Anforderungen definiert, die für ein webbasiertes Workflow-Management-System in einer LAMP-Umgebung essenziell sind.
6 Systementwurf: Dieser Abschnitt beschreibt das Prozessmodell, das Datenbank-Schema (Workflow-Repository) sowie die Architektur der reaktiven Workflow-Engine und der Benutzerschnittstellen.
7 Implementierung: Detaillierte Vorstellung der entwickelten Workflow-API auf PHP-Basis sowie Validierung des Systems durch verschiedene Anwendungsfälle aus dem WCMS-Bereich.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Eine kritische Würdigung der erarbeiteten Lösung, eine Darstellung der Systemgrenzen sowie ein Ausblick auf offene Aufgaben und zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten.
Workflow Management, Content Management, Workflow Patterns, Document Life Cycle, Workflow Management Coalition, SWAP, Anforderungsanalyse, Systementwurf, LAMP, PHP, MySQL, Prozessinstanz, Content Life Cycle, Webbasierte Systeme, API
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Workflow-Komponente, die speziell für webbasierte Content Management Systeme (Small-WCMS) konzipiert ist, um strukturierte Prozesse effizient abzubilden.
Die Arbeit deckt die Bereiche Content Management Architektur, Workflow-Modellierung, den Aufbau von Workflow-Management-Systemen (WMS) und deren praktische Implementierung mittels Webtechnologien ab.
Das Ziel ist die Erstellung einer prototypischen Workflow-API, die sich leicht in (L)AMP-basierte CMS integrieren lässt, um deren oft fehlende oder starre Workflow-Funktionalität zu erweitern.
Es handelt sich um einen anwendungsorientierten Ansatz, bestehend aus Literaturanalyse (State-of-the-Art), Anforderungsanalyse, architektonischem Systementwurf und einer konkreten Implementierung des Prototyps.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen von Workflows, die Analyse technischer Architekturmodelle, die Spezifikation funktionaler Anforderungen und den detaillierten Entwurf des Datenbank-Schemas sowie der API-Klassen.
Wichtige Schlagwörter sind Workflow Management, Content Life Cycle, LAMP-Architektur, API-Entwicklung und Workflow Patterns wie der "Discriminator" oder das "Vier-Augen-Prinzip".
Herkömmliche Enterprise-WMS sind in der Regel zu komplex, kostenintensiv und überdimensioniert für den Einsatz in kleineren Web-Umgebungen, in denen einfachere Content-Freigabeprozesse ausreichen.
Die Datenspeicherung erfolgt über ein auf MySQL basierendes Workflow-Repository, das durch ein XML-Schema zur Definition von Prozessen und Aufgaben ergänzt wird.
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