Examensarbeit, 2004
46 Seiten, Note: 1,3
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Analyse des katholischen Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime in Deutschland. Das Ziel ist es, das Verhalten der katholischen Kirche während dieser Zeit zu untersuchen und zu beurteilen, inwiefern sie ihrer moralischen und religiösen Verantwortung gerecht wurde.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert den historischen Kontext. Kapitel 2 befasst sich mit der theoretischen Grundlage des Widerstands aus katholischer Sicht. Dabei werden der Begriff des Widerstands definiert und die Rechtfertigungsmöglichkeiten für einen Widerstand gegen eine Tyrannenherrschaft aus der Sicht der Kirche beleuchtet.
Kapitel 3 analysiert die Beziehung zwischen der katholischen Kirche und dem Nationalsozialismus im Detail. Es werden die verschiedenen Phasen der Beziehung, von der anfänglichen Hoffnung auf ein friedliches Nebeneinander bis hin zur offenen Konfrontation, beleuchtet. Kapitel 4 befasst sich mit der abschließenden Bewertung des Verhaltens der katholischen Kirche.
Katholischer Widerstand, Nationalsozialismus, Tyrannenmord, Enzyklika „Mit brennender Sorge“, katholische Lehre, Moraltheologie, gesellschaftliche Verantwortung, Gleichschaltung, Modus Vivendi, Konfrontation.
Die Begründung stützt sich auf das Naturrecht und die kirchliche Lehre, die unter bestimmten Bedingungen ein Widerstandsrecht gegen eine tyrannische und gottlose Herrschaft vorsieht.
Es handelt sich um ein 1937 von Papst Pius XI. veröffentlichtes Rundschreiben, das die Verstöße des NS-Regimes gegen das Konkordat und die Unvereinbarkeit der NS-Ideologie mit dem Christentum anprangerte.
Anfangs (1933) gab es den Versuch eines friedlichen Nebeneinanders, unter anderem durch das Reichskonkordat, doch dieser Anschein zerbrach schnell durch die Gleichschaltungspolitik der Nazis.
Die Arbeit analysiert die theoretische Rechtfertigung des Tyrannenmords als äußerstes Mittel des Widerstands, wenn alle anderen Wege zur Beseitigung eines verbrecherischen Regimes gescheitert sind.
Die Beurteilung ist komplex: Einerseits gab es mutigen Widerstand einzelner, andererseits wird oft kritisiert, dass die Institution als Ganzes nicht früher und deutlicher gegen die Judenverfolgung protestiert hat.
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