Examensarbeit, 2003
142 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Protestautoren Maria Stewart und David Walker
2.1 Maria Stewart
2.1.1 Lebenslauf Maria W. Stewart
2.1.2 Restaurierung des Selbstwertgefühls
2.1.2.1 Abschaffung der hierarchischen Beziehungen zwischen den Rassen
2.1.2.2 Die Rolle der Frau
2.1.3 Rechtfertigung für die öffentliche Arbeit der Frauen
2.1.3.1 Stewards Auserwählung durch Gott
2.1.4 Moral heben
2.1.4.1 Unterschied zwischen den weißen Predigern und Maria Stewart
2.1.4.2 Stärkung der Gemeinschaft
2.1.5 Gott bestraft Sklaverei und Hypokrisie
2.1.6 Gott verlangt den Einsatz der Christen
2.1.6.1 Wie sich Stewarts Gottvertrauen äußert
2.1.6.2 Gott verlangt den Einsatz von jungen Menschen, Frauen und Weißen
2.1.7 Ziele des Afroamerikanischen Christentums im Werk von Stewart
2.1.7.1 Das Christentum soll Hoffnung und Weisheit geben
2.1.7.2 Religiöse Erklärung des Leids
2.1.8 Kritik
2.2 David Walker
2.2.1 Lebenslauf David Walker
2.2.2 Walkers Verständnis vom Christentum
2.2.2.1 Gott ist auf der Seite der Unterdrückten
2.2.2.2 Die Menschenrechte der Afroamerikaner
2.2.2.3 Die Farbe Schwarz und die Fluch-Argumentation
2.2.3 Walkers Erklärung und seine Lösung für das Problem der Sklaverei
2.2.4 Walkers Kritik an die eigene Rasse
2.2.5 Emazipatorische Schritte
2.2.5.1 Christliche Hypokrisie
2.2.5.2 Missionierungsauftrag
2.2.5.3 Taufe und sozialer Aufstieg
2.2.6 Kritik am Rekolonialisierungsplan
2.2.7 Gerechtfertigter Mord an Weiße
2.2.7.1 Gott wird einen Erlöser schicken
2.2.8 Zusammenhalt der schwarzen Rasse
2.2.9 Bildung
2.2.9.1 Religiöse Bildung schützt vor einer Missinterpretation der Bibel
2.2.9.2 Bildung als höchstes Lebensziel
2.3 Vergleich Walker- Stewart
3 Nat Turner: der Racheengel Gottes
3.1 Lebenslauf Nat Turner
3.2 Turners Verständnis vom Christentum
3.2.1 Vor der Tat
3.2.1.1 Turner fühlt sich von Gott auserwählt
3.2.1.2 Zusammenhang zwischen Bildung und seiner Tat
3.2.1.3 Mögliche Gründe für die Tat
3.2.1.4 Turner sieht sich als Racheengel
3.2.2 Turners Vorstellung vom Christentum nach der Tat
3.2.2.1 Christentum und Moral
3.2.2.2 Prädestinationsgedanken
3.2.2.3 Manipulatorische Schritte
3.2.2.4 Turner als Christusfigur
3.3 Unterschied Walker- Turner
4 Die Assimilationisten: Jupiter Hammon und Philis Wheatley
4.1 Jupiter Hammon
4.1.1 Lebenslauf Hammon
4.1.2 Wie Hammon das Christentum versteht
4.1.2.1 Positives Gottesbild
4.1.2.2 Hammons Einstellung zur calvinistischen Prädestinationslehre
4.1.2.3 Belohnung im Himmel aufgrund von Gnade
4.1.2.4 Negative Menschenbild
4.1.2.5 Erbsünde jeglicher Art ist ausgelöscht
4.1.2.6 Hammons Einstellung zum Tod
4.1.2.7 Zweck seiner Drohung mit dem jüngsten Gericht
4.1.3 Krieg als Strafe Gottes
4.1.4 Religion und Sklaverei
4.1.4.1 Halten von Sklaven schließt eine echte Religiosität nicht aus
4.1.4.2 Befreiende Wirkung der Sklaverei
4.1.4.3 Gott wird sie nicht für immer in der Sklaverei lassen
4.1.4.4 Die Afroamerikaner als Christusfiguren
4.1.4.5 Hammons immenses Gottvertrauen
4.1.4.6 Hammons Vorstellung eines moralischen Lebens
4.1.5 Gott kämpft auf der Seite der Afroamerikaner
4.1.6 Hammons Einstellung zur Fluch-Argumentation
4.1.7 Hierarchien im Himmel
4.1.8 Hammons Beziehung zu Menschen seiner Rasse
4.1.9 Zusammenhang zwischen Bildung und Religion
4.1.10 Ansätze von Protest
4.1.10.1 Hammon erkennt die christliche Hypokrisie
4.1.11 Hammons Predigt im Vergleich zu Whitefield
4.1.12 Schlußbemerkungen
4.2 Phillis Wheatley
4.2.1 Lebenslauf Phillis Wheatley
4.2.2 Wie Phillis Wheatley das Christentum sieht
4.2.2.1 Phillis fühlt sich Gott ausgeliefert
4.2.2.2 Gott ist nicht parteisch
4.2.2.3 Phillis Wheatleys Beziehung zu ihrer Hautfarbe
4.2.3 Protestansätze
4.2.4 Widrigkeiten mit denen Phillis konfrontiert war
4.2.5 Phillis Wheatleys Verdienst
4.2.6 Auswirkungen des neoklassischen Stils
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spektrum afroamerikanischer Bibelinterpretationen in den USA vor dem Bürgerkrieg anhand der Werke von fünf zentralen Autoren (Jupiter Hammon, Phillis Wheatley, Maria Stewart, David Walker und Nat Turner). Das primäre Ziel ist es, die Reichweite dieser Interpretationen aufzuzeigen – von einer Anpassung an die weiße pro-sklavereiorientierte Sichtweise bis hin zur radikalen Ablehnung – und zu analysieren, wie die Autoren die Bibel strategisch nutzten, um ihre jeweilige soziale Position zu rechtfertigen, gegen Unterdrückung zu protestieren oder die eigene Gemeinschaft zu emanzipieren.
Die Rolle der Frau
Konflikte können allerdings nicht nur zwischen den verschiedenen Volksstämmen entstehen, sondern auch zwischen den zwei Geschlechtern. Die Frauen hatten eine besonders beschwerliche Situation, da sie nicht nur von den Weißen, sondern auch von den Männern der eigenen Rasse als minderwertig gewertet wurden. Ihnen wurde geraten, sich in familiären Bereichen aufzuhalten, da sie gemäß dem Frauenbild des 19. Jahrhunderts dafür geschaffen worden sind: „the nineteenth-century american ideal of True Womanhood whereby a woman was measured in terms of her ’piety, purity, submissiveness and domesticity’” (Richardson, 20). Selbst in Freiheit, konnten sie kaum über den Status einer Dienerin hinauswachsen (vergl. Stewart, 46). Auf der sozialen Skala standen sie also unter dem schwarzen Mann.
Deswegen betont Stewart die besondere Rolle der Frau in der Bibel und ihre besondere Beziehung zu Gott: „the Deity more readily communicates himself to women“ (Stewart, 69). Sie erwähnt dabei Deborah, „a mother, [...] and a judge in Israel [Judges 4:4]“ (Stewart, 68), Königin Esther, welche die Leben der Juden rettete, Maria Magdalena, die als erste den auferstandenen Jesus sah, und die samaritische Frau (vergl. Stewart, 68). Gott hat diese Frauen gebraucht, und da Gottes Wesen sich nicht ändert, hat er, besonders in schwierigen Zeiten, mit den Frauen einen Plan, der über die häuslichen Aufgaben hinausgeht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung der Bibel in der Vorkriegsdebatte zur Sklaverei und führt die zentralen Autoren sowie die Differenzierung zwischen Assimilationisten und Protestautoren ein.
2 Die Protestautoren Maria Stewart und David Walker: Dieses Kapitel analysiert das Leben und die theologisch-politischen Ansätze von Maria Stewart und David Walker, die beide das Christentum als Instrument für sozialen Protest nutzten.
3 Nat Turner: der Racheengel Gottes: Das Kapitel widmet sich der Person Nat Turners, untersucht seine Visionen und sein Selbstverständnis als Racheinstrument Gottes vor und nach dem von ihm initiierten Aufstand.
4 Die Assimilationisten: Jupiter Hammon und Philis Wheatley: Hier werden die Werke von Jupiter Hammon und Phillis Wheatley untersucht, die eher subtile und stärker assimilatorische Ansätze in ihrer Bibelauslegung verfolgten.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse über die vielfältigen afroamerikanischen Bibelinterpretationen und deren emanzipatorisches Potenzial.
Afroamerikanisches Christentum, Sklaverei, Bibelinterpretation, Maria Stewart, David Walker, Nat Turner, Jupiter Hammon, Phillis Wheatley, Assimilation, Protestliteratur, Emanzipation, Abolitionismus, Rassismus, Gottesbild, religiöse Bildung.
Die Arbeit untersucht, wie afroamerikanische Autoren vor dem US-Bürgerkrieg die christliche Religion und die Bibel nutzten, um ihre gesellschaftliche Lage zu reflektieren und auf ihre Unterdrückung zu reagieren.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Religion und Sklaverei, die Frage nach Assimilation versus Protest, die Rolle der Bildung und der Kampf für Menschenwürde innerhalb einer rassistisch geprägten Gesellschaft.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie vielfältig das afroamerikanische Christentum interpretiert wurde – von einer religiös begründeten Akzeptanz der bestehenden Hierarchien bis hin zu einer militanten Forderung nach Freiheit.
Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, bei der primär Werke von fünf Autoren (Stewart, Walker, Turner, Hammon, Wheatley) analysiert und in ihren historischen Kontext eingeordnet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von "Protestautoren" (Stewart, Walker, Turner), die das System offen kritisierten, und "Assimilationisten" (Hammon, Wheatley), deren Ansätze deutlich zurückhaltender und stärker an weißen religiösen Normen orientiert waren.
Die zentralen Begriffe umfassen Afroamerikanisches Christentum, Sklaverei, Bibelinterpretation, Emanzipation, Abolitionismus und die Spannbreite zwischen Assimilation und Widerstand.
Während beide für die Freiheit kämpften, war Walker wesentlich radikaler. Er nutzte eine schärfere Rhetorik, lehnte die weißen Sklavenhalter als "Teufel" ab und rechtfertigte in seinem "Appeal" sogar den gewaltsamen Widerstand, während Stewart primär auf moralische Überzeugung und die Stärkung des Selbstwertgefühls durch Bildung setzte.
Turner wird nicht als klassischer politischer Redner, sondern als radikaler "Gotteskrieger" dargestellt, dessen Handeln auf einer direkten, prophetisch interpretierten Offenbarung basierte, was ihn von den rein argumentativen Ansätzen der anderen Autoren unterscheidet.
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