Diplomarbeit, 1995
112 Seiten, Note: 1,5
2. EINLEITUNG
3. THEORETISCHE KONSTITUIERUNG DES FORSCHUNGSGEGENSTANDES
3.1 EINFÜHRUNG IN DIE REHABILITATION
3.1.1 Begriffsbestimmung Rehabilitation
3.1.2 Geschichtliche Entwicklung der Rehabilitation in der BRD bis heute
3.1.3 Die drei Phasen der Rehabilitation
3.1.4 Berufsförderungswerke (BFW)
3.1.5 Die berufliche Rehabilitationsvorbereitung
3.2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE ZUM THEMA "LERNEN"
3.2.1 Einleitung
3.2.2 Unterschiedliche Begriffsdefinitionen über Lernen
3.2.2.1 Lernen: Alltagssprachlich
3.2.2.2 Lernen: Wissenschaftlich-psychologisch
3.2.3 Theoretische Sichtweisen
3.2.4 Subjektive Theorien
3.2.5 Kognition und Metakognition
3.2.5.1 Verschiedene Arten des Lernens
3.2.5.2 Kognitive Prozesse
3.2.5.3 Metakognitives Wissen
3.2.6 Lernen u. Subjektive Theorien vom subjektwissenschaftlichen Standpunkt Holzkamps
3.2.6.1 Defensives Lernen
3.2.6.2 Expansives Lernen
3.2.6.3 Kritikpunkte Holzkamps an klassischen Lerntheorien
3.2.7 Zusammenfassung
1. DAS UNTERSUCHUNGSFELD - DIE UNTERSUCHUNGSPERSONEN
1.1 WAHL DES FELDES
1.2 FELDKONTAKT
1.3 DAS BFW BREMEN-LESUM
1.3.1 Rehabilitationsvorbereitungslehrgänge (RVL) und verlängerte RVL für Kaufleute
1.3.2 Lernkonzepte und -inhalte
1.3.2.1 Regeln der Themenzentrierten Interaktion
1.3.2.2 Metaplan-Technik
1.3.2.3 Lesetechniken
1.3.2.4 Lesen - Verarbeiten - Wiedergeben
1.4 WAHL DER DIALOGPARTNERINNEN
2. ERHEBUNGS- UND AUSWERTUNGSMETHODEN
2.1 EINLEITUNG
2.2 INTERPRETATIVES PARADIGMA - DIALOGISCHE HERMENEUTIK
2.2.1 Geschichtliche Herleitung
2.3 DIALOG-KONSENS-METHODIK
2.4 "ALLTAGSSPRACHLICHES STRUKTUR-LEGE-SPIEL"
2.4.1 Kommunikative Validierung
2.4.1.1 Inhaltserhebung
2.4.1.1.1 Elemente des problemzentrierten Interviews
2.4.1.2 Strukturrekonstruktion
2.5 METHODENTRANSFER - SPIELERFAHRUNGEN IM FELD
2.5.1 Einleitung
2.6 METHODENADAPTION
2.7 AUSWERTUNGSMETHODE
3. ERHEBUNG, AUSWERTUNG UND INTERPRETATION
3.1 EINLEITUNG
3.2 ANDREAS
3.2.1 Dialogatmosphäre
3.2.2 Strukturprässentation von Andreas
3.2.3 Paraphrase der Struktur von Andreas I und II
3.2.3.1 Andreas I
3.2.3.2 Andreas II
3.2.3.3 Veränderungen vom 1. zum 2. Gespräch
3.2.4 Fremdwahrnehmung von Andreas durch den Fachlehrer
3.2.5 Selbsteinschätzung von Andreas
3.2.6 Interpretation
3.3 ELKE
3.3.1 Dialogatmosphäre
3.3.2 Strukturpräsentation von Elke
3.3.3.1 Elke I
3.3.3.2 Elke II
3.3.3.3 Veränderung zur 1. Struktur
3.3.4 Fremdwahrnehmung von Elke durch den Fachlehrer
3.3.5 Selbsteinschätzung von Elke
3.3.6 Interpretation
3.4 HERMANN
3.4.1 Dialogatmosphäre
3.4.2 Strukturpräsentation von Hermann
3.4.3 Paraphrase der Struktur von Hermann I und II
3.4.3.1 Hermann I
3.4.3.2 Hermann II
3.4.3.3 Veränderungen vom 1. zum 2. Gespräch
3.4.4 Fremdwahrnehmung von Hermann
3.4.5 Selbsteinschätzung von Hermann
3.4.6 Interpretation
4. FAZIT AUS DEN INTERPRETATIONEN?
5. AUSBLICK
LITERATUR
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Lernkonzepte und Lernerfahrungen von Rehabilitanden in verlängerten beruflichen Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss subjektiver Theorien des Lernens in der Schulungssituation zu erforschen und zu prüfen, ob sich diese durch die pädagogische Intervention verändern lassen, um das Wissen über den eigenen Lernprozess produktiv nutzbar zu machen.
Defensives Lernen
Das Lernen in institutionellen Kontexten ist nach Holzkamp fast immer defensiver Art. Hierzu zählt Holzkamp auch inzidentielles Lernen, womit das Mitlernen gemeint ist. Der Autor bezeichnet Lernen als defensives Lernen, wenn eine Person nicht die Wahl der Entscheidung habe, eine Lernhandlung auszuführen. Die Einschränkung der Wahl sei dadurch begründet, daß durch Verweigerung ein Nachteil oder eine Beeinträchtigung der persönlichen Weltverfügung/Lebensqualität bestünde. Defensives Lernen kann demnach aus wachsender Dominanz defensiver Lernbegründungen entstehen und als bloßes Mittel zur Vermeidung von Restriktionen und Gefährdungen der eigenen Lebensqualität verstanden werden. Das würde bedeuten, das erforderte Lernresultat durch Vorweis oder Vortäuschung zu erbringen, jedoch ohne Eigenantrieb und auf der Grundlage einer eigenen Entscheidung. Um den defensiven Charakter solcher Lernbemühungen zu erkennen (bemerken), muss das Lernprinzip rekonstruiert beziehungsweise reflektierbar gemacht werden. Der Lerngegenstand, inklusive der gesellschaftlichen Widerspruchsverhältnisse und Machtkonstellationen, auf die sich ein "widerständiges Lernen" bezieht, muss Holzkamp zufolge lernend erfassbar und durchdringbar werden. Nur so könne man sich zu seinen Lernwiderständen bewusst "verhalten" und Zugang zu expansivem Lernen finden.
3. Theoretische Konstituierung des Forschungsgegenstandes: Dieses Kapitel verankert die Arbeit theoretisch, indem es Rehabilitation definiert, die Lernpsychologie beleuchtet und den subjektwissenschaftlichen Ansatz nach Holzkamp einführt.
1. Das Untersuchungsfeld - die Untersuchungspersonen: Hier wird der spezifische Kontext des Berufsförderungswerks Bremen-Lesum beschrieben und das methodische Vorgehen bei der Auswahl der teilnehmenden Rehabilitanden dargelegt.
2. Erhebungs- und Auswertungsmethoden: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz der dialogischen Hermeneutik und die Adaption des "Struktur-Lege-Spiels" zur wissenschaftlichen Erfassung subjektiver Theorien.
3. Erhebung, Auswertung und Interpretation: In diesem Hauptteil werden die Fallbeispiele (Andreas, Elke, Hermann) anhand der erstellten Strukturen detailliert ausgewertet und interpretiert.
Rehabilitation, Lernkonzepte, Lernerfahrungen, Subjektive Theorien, Kognitivismus, Metakognition, Defensives Lernen, Expansives Lernen, Struktur-Lege-Spiel, Dialog-Konsens-Methode, Berufsförderungswerk, Handlungsbegründung, Wissensstruktur, Lernstrategien, pädagogische Intervention.
Die Arbeit untersucht, wie Rehabilitanden in Vorbereitungslehrgängen ihr eigenes Lernen wahrnehmen und ob sich ihre individuellen Theorien darüber durch die Schulungssituation verändern.
Im Fokus stehen die subjektiven Lerntheorien, der institutionelle Kontext der Rehabilitation sowie die Verbindung von kognitionspsychologischen Ansätzen und der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie nach Holzkamp.
Das Ziel ist herauszufinden, ob ein bewusstes Wissen über das eigene Lernen (Metakognition) Rehabilitanden dabei hilft, ihren Lernprozess aktiver und erfolgreicher zu gestalten.
Der Autor nutzt die dialogische Hermeneutik und das sogenannte "Struktur-Lege-Spiel", um aus den narrativen Interviews der Rehabilitanden deren subjektive Wissensstrukturen visuell zu rekonstruieren.
Der Hauptteil widmet sich der konkreten Fallanalyse von drei Teilnehmern, deren individuelle Lernstrukturen zu Beginn und am Ende des Lehrgangs durch Vergleich und Interpretation dargestellt werden.
Wichtige Begriffe sind Rehabilitation, Subjektive Theorien, Defensives Lernen, Kognition, Metakognition und Strukturrekonstruktion.
Diese Unterscheidung nach Holzkamp hilft zu verstehen, ob Rehabilitanden nur aus Zwang (defensiv) lernen, um Sanktionen zu vermeiden, oder ob sie durch eigene Sinngebung eine echte Erweiterung ihrer Kompetenzen (expansiv) anstreben.
Der Autor vermutet, dass ältere Teilnehmer wie Hermann aufgrund ihrer Sozialisation in der Nachkriegszeit eine eher rezeptive und defensive Lernhaltung zeigen, die sie als Selbstschutz vor den Anforderungen der modernen Umschulung nutzen.
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