Diplomarbeit, 2003
146 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1. Problemstellung
1.2. Zielstellung
1.3. Methode und Vorgehensweise
2 CORPORATE GOVERNANCE – THEORETISCHE EINORDNUNG
2.1 Corporate Governance – Definition und Merkmale
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Was beinhaltet der Begriff „Stakeholder“?
2.1.3 Corporate Governance – im weitesten vs. im engeren Sinne
2.1.4 Definitionen ausgewählter Autoren, Länder, Institutionen
2.2 Akteure der Corporate Governance
2.2.1 Aktionäre
2.2.2 Management
2.2.3 Aufsichtsrat
2.2.4 Mitarbeiter
2.2.5 Banken
2.2.6 Staat und Öffentlichkeit
2.2.7 Fazit
3 RAHMENBEDINGUNGEN DER CORPORATE GOVERNANCE IN DEN MOE-STAATEN
3.1 Kulturelle Rahmenbedingungen
3.2 Wertvorstellungen
3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.4 Gegenwärtige Wirtschaftslage
3.4.1 Polen
3.4.2 Rußland
3.4.3 Weißrußland
3.4.4 Litauen
3.4.5 Kasachstan
4 CORPORATE GOVERNANCE IN AUSGEWÄHLTEN MOE-STAATEN
4.1 POLEN
4.1.1 Die Anfänge
4.1.2 Allgemeine Corporate Governance-Prinzipien
4.1.3 Die Gegenwart
4.1.4 Akteure der Corporate Governance in Polen
4.1.5 Gibt es verdeckte Strukturen bezüglich der Corporate Governance Polens?
4.2 LITAUEN
4.2.1 Die Anfänge
4.2.2 Allgemeine Corporate Governance-Prinzipien
4.2.3 Die Gegenwart
4.2.4 Akteure der Corporate Governance in Litauen
4.2.5 Gibt es verdeckte Strukturen bezüglich der Corporate Governance Litauens?
4.3 RUßLAND
4.3.1 Die Anfänge
4.3.2 Allgemeine Corporate Governance-Prinzipien
4.3.3 Die Gegenwart
4.3.4 Akteure der Corporate Governance in Rußland
4.3.5 Gibt es verdeckte Strukturen bezüglich der Corporate Governance Rußlands?
4.4 WEIßRUSSLAND
4.4.1 Die Anfänge
4.4.2 Allgemeine Corporate Governance-Prinzipien
4.4.3 Die Gegenwart
4.4.4 Akteure der Corporate Governance in Weißrußland
4.4.5 Gibt es verdeckte Strukturen bezüglich der Corporate Governance Weißrußlands?
4.5 KASACHSTAN
4.5.1 Die Anfänge
4.5.2 Allgemeine Corporate Governance-Prinzipien
4.5.3 Die Gegenwart
4.5.4 Akteure der Corporate Governance in Kasachstan
4.5.5 Gibt es verdeckte Strukturen bezüglich der Corporate Governance Kasachstans?
5 GOOD CORPORATE GOVERNANCE IN AUSGEWÄHLTEN MOE-STAATEN
5.1 Charakteristika hinsichtlich einer „good“ Corporate Governance in den MOE-Staaten
5.2 Möglichkeiten und Grenzen einer „good“ Corporate Governance in den MOE-Staaten
5.3 Perspektiven für die MOE-Staaten – Quo vadis Corporate Governance?
6 INTEGRIERENDE BETRACHTUNGEN ZU DEN MOE-STAATEN
7 RESÜMEE – KERNAUSSAGEN DER ARBEIT
Ziel dieser Arbeit ist die umfassende Analyse der Corporate Governance in ausgewählten Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas (Polen, Litauen, Rußland, Weißrußland, Kasachstan), um den gegenwärtigen Stand und künftige Entwicklungstrends zu ergründen und allgemeingültige Aussagen zur Adaption westlicher Strukturen zu ermöglichen.
2.2.1 Aktionäre
Die Anteilseigner einer Firma, oft auch als Aktionäre oder Shareholder bezeichnet, sind eine der wichtigsten Interessengruppen innerhalb der Stakeholder, denn sie stellen externes Finanzkapital zur Verfügung, ohne dafür vertraglich vereinbarte Rückvergütungsansprüche zu erwerben. Sie werden als Eigentümer oder Gläubiger eines bestimmten Anteils an einem Unternehmen verstanden. Dieser Anteil verleiht dem Aktionär – in Form eines Wertpapiers – das Recht auf einen bestimmten Gewinnanteil, einen Anteil am Unternehmensvermögen bei Auflösung sowie ein Abstimmungsrecht bei wichtigen Unternehmensentscheidungen. Jeder Anteilseigner kann über seine Unternehmensanteile bzw. Aktien im Rahmen seiner Eigentumsrechte verfügen – ein in vielen Corporate Governance-Prinzipien festgeschriebenes Grundrecht.
Allerdings muß die Art dieser Rechtsausübung, unter dem Aspekt unterschiedlicher Rechtsauffassungen und politischer Strömungen, differenziert betrachtet werden. Daraus kann sich seitens der Aktionäre eine Vielzahl unterschiedlicher Einflußmöglichkeiten bezüglich der effektiven Ausübung von Eigentumsrechten ergeben. Die Aktionäre können gut von den übrigen Stakeholdern aufgrund ihrer Beziehung zum Unternehmen abgegrenzt werden, denn im Gegensatz zu den restlichen Stakeholdern haben sie eine besondere Stellung im Unternehmen inne. Beispielsweise sind ihre Investitionen nicht an bestimmte Kapitalwerte gebunden. Zudem sind alle Beziehungen der Aktionäre zum Unternehmen in der jeweiligen Satzung geregelt und nicht per zeitlich begrenzten Vertrag, wie dies bei anderen Stakeholdern der Fall ist. Eigentum und Kontrolle müssen nicht notwendigerweise gemeinsam ausgeübt werden und sind in der Regel auch vertraglich voneinander getrennt. Diese Separation hat sowohl positive als auch negative Gesichtspunkte für die Aktionäre, z.B. bezüglich der Haftungs- und Gewinnrisiken. Die Interessen und Handlungen der Aktionäre werden aber auch durch unvollkommene Informationen und mangelhafter Kommunikation bestimmt, so daß der Steigerung der Unternehmenstransparenz – als wesentlicher Aspekt eines optimal funktionierenden Corporate Governance-Systems – ein hoher Stellenwert beigemessen wird.
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Problematik der Corporate Governance in Transformationsstaaten, Definition der Zielsetzung und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2 CORPORATE GOVERNANCE – THEORETISCHE EINORDNUNG: Theoretische Fundierung des Begriffs Corporate Governance sowie detaillierte Vorstellung der relevanten Akteure und Stakeholder.
3 RAHMENBEDINGUNGEN DER CORPORATE GOVERNANCE IN DEN MOE-STAATEN: Untersuchung der kulturellen, wertorientierten, rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen in den betrachteten Regionen.
4 CORPORATE GOVERNANCE IN AUSGEWÄHLTEN MOE-STAATEN: Detaillierte Fallstudien zu Polen, Litauen, Rußland, Weißrußland und Kasachstan hinsichtlich ihrer spezifischen Corporate-Governance-Strukturen und Akteure.
5 GOOD CORPORATE GOVERNANCE IN AUSGEWÄHLTEN MOE-STAATEN: Diskussion über die Definition und Umsetzbarkeit einer „guten“ Corporate Governance unter Berücksichtigung nationaler Gegebenheiten.
6 INTEGRIERENDE BETRACHTUNGEN ZU DEN MOE-STAATEN: Zusammenfassende Analyse der länderübergreifenden Gemeinsamkeiten und strukturellen Besonderheiten der Corporate Governance in den untersuchten Staaten.
7 RESÜMEE – KERNAUSSAGEN DER ARBEIT: Darstellung der zentralen Thesen und abschließende Bewertung der Ergebnisse zum Transformationsprozess.
Corporate Governance, Transformationsstaaten, Osteuropa, Stakeholder, Shareholder, Eigentumsrechte, Privatisierung, Rechtssystem, Marktwirtschaft, Unternehmenskontrolle, Kapitalmarkt, Institutionen, Insiderdominanz, Polen, Litauen, Rußland, Weißrußland, Kasachstan
Die Arbeit untersucht die Corporate-Governance-Strukturen in ausgewählten Transformationsländern Mittel- und Osteuropas und analysiert, inwieweit etablierte westliche Strukturen dort adaptiert wurden.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition von Corporate Governance, die Identifikation von Akteuren (Stakeholdern), die Analyse länderspezifischer Rahmenbedingungen sowie die kritische Betrachtung des Konzepts „gute“ Corporate Governance in Transformationsökonomien.
Das Ziel ist es, den komplexen Sachverhalt der Corporate Governance in ausgewählten MOE-Staaten darzustellen, Erkenntnisse aus den Länderstudien zu synthetisieren und Aussagen über den gegenwärtigen Stand sowie künftige Entwicklungstrends zu treffen.
Die Arbeit ist theoretischer Natur und analysiert den aktuellen Stand der Corporate Governance auf Basis vorhandener Studien und Fachliteratur, wobei eine vergleichende Analyse der spezifischen Bedingungen in Polen, Litauen, Rußland, Weißrußland und Kasachstan vorgenommen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, eine Untersuchung der allgemeinen Rahmenbedingungen und eine detaillierte Länderauswertung, gefolgt von einer integrierenden Betrachtung und der kritischen Reflexion über „good“ Corporate Governance.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Transformation, Insiderdominanz, Eigentumsstruktur, Marktwirtschaft, Rechtssicherheit und die spezifischen nationalen Kontexte der untersuchten MOE-Staaten geprägt.
In Kasachstan übt der Staat durch indirekte Kontrollinstrumente, wie Staatsgarantien und die Zuteilung von Ressourcen, erheblichen Einfluss aus, was die Entwicklung marktwirtschaftlicher Corporate-Governance-Strukturen oft hemmt.
Die „Goldene Aktie“ wird als staatliches Vetorecht beschrieben, das in Ländern wie Rußland oder Weißrußland zwar formale Mitspracherechte sichert, aber gleichzeitig effiziente, marktorientierte Corporate-Governance-Prozesse behindert.
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