Diplomarbeit, 2004
67 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Methodik und Abgrenzung
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Ausgangsbasis für Veränderungsprozesse in Krankenhäusern
2.1.1 Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitswesens
2.1.2 Kostendämpfung
2.1.3 Paradigmenwechsel im Versorgungsansatz
2.1.4 Wettbewerblich orientierte Steuerung im Krankenhaus
2.2 Holding-Area
2.2.1 Definition
2.2.2 Holding-Area als Instrument wettbewerblich orientierten OP-Managements
2.3 Prozessablauf eines zu operierenden Patienten
2.3.1 Definition „Prozess“
2.3.2 Krankenhausbehandlungprozess
2.3.3 Prozessablauf „Operation“
2.3.4 Problemfelder des Operationsprozesses
2.3.5 Interne und externe Teilprozesse-Schnittstellen
2.4 Management im OP – Bereich
2.4.1 Definiton „Management“
2.4.2 Aufgaben des OP-Managements
2.4.3 Patientenorganisation
2.4.4 Kundenzufriedenheit
3 Das Projekt „Holding-Area“ in seiner praktischen Umsetzung
3.1 Objekt der Umsetzung
3.1.1 Das Krankenhaus
3.1.2 Fachabteilungen des Krankenhauses
3.1.3 Zentraloperationseinheit
3.2 Implementierung
3.2.1 Zieldefinition
3.2.2 Vorgaben
3.2.3 Maßnahmen zur Errichtung
3.2.4 Kontrollgrößen des Projektes
3.3 Auswertung und Beurteilung der Ergebnisse
3.3.1 Basisdaten des Projektes
3.3.2 Grundsätze zur Datenerfassung
3.3.3 Entwicklung der OP – Wechselzeiten
3.3.4 Patiententransportwesen peripherer Stationen
3.3.5 Kunden- /Elternzufriedenheit im pädiatrischen OP-Betrieb
4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial einer "Holding-Area" als präoperativen Pufferbereich in Akutkrankenhäusern, um durch Prozessoptimierung die Effizienz des OP-Managements zu steigern und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit, insbesondere bei Kindern und deren Eltern, zu erhöhen.
1.1 Problemstellung
Innovation erschließt Wachstumspotenzial. Innovationen können Wachstumspotenzial erschließen, wenn Marktanteile und Absatzchancen auf konventionellem Wege nicht mehr gesteigert werden können. Wer stehen bleibt, befindet sich schnell im Rückschritt. Bei innovativen Lösungen kommt es darauf an, eine noch nicht dagewesene, originelle Lösung eines Problems (Kundenproblem oder Ineffizienz im Wertschöpfungsprozess) zu finden, und diese erfolgreich am Markt zu platzieren.
Innovatives Denken in der Prozessgestaltung „Operation“ in einem Akutkrankenhaus bedeutet nicht, die Vielzahl der über Jahre entwickelten Konzepte zusammenzuführen, sondern neue Konzepte zu entwickeln, die unter ökonomischen Zielen weder zu Qualitätsminderungen noch zu Lösungen mit unverhältnismäßig hohem technischem und betrieblichem Folgeaufwand führen. Moderne Krankenhausplanung darf dies nicht außer Acht lassen: Das Potenzial zur Kosteneinsparung jeder neuen Technik oder Maßnahme, die nicht ausschließlich dem medizinischen Fortschritt dient, ist genau zu prüfen. Dies hat aber zum Ziel, neue Standards zu setzen und die Einführung und Verbreitung zu forcieren. Für eine wettbewerblich und leistungsorientierte Steuerung im Krankenhaus reichen die traditionellen betriebswirtschaftlichen Instrumente der Kosten- und Erlösrechnung allein nicht aus. Vielmehr ist eine differenzierte Lenkung angezeigt. Hierfür ist eine prozessorientierte Analyse der Leistungen notwendig.
1 Einleitung: Spezifizierung der Problemstellung, Zielsetzung und Methodik sowie wissenschaftliche Einordnung des OP-Managements und des Patientenprozesses.
2 Konzeptionelle Grundlagen: Darstellung der ökonomischen Ausgangslage in deutschen Krankenhäusern, Definition der Holding-Area und theoretische Aufarbeitung des Prozessmanagements im OP-Bereich.
3 Das Projekt „Holding-Area“ in seiner praktischen Umsetzung: Beschreibung der Implementierung des Projektes, der methodischen Datenerfassung und der empirischen Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Zeitersparnis und Zufriedenheit.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Projektergebnisse, kritische Reflexion der erreichten Optimierungen und Darstellung des "Dienstleistungszentrum OP" als zukünftiges Organisationsmodell.
Holding-Area, OP-Management, Prozessoptimierung, Krankenhausmanagement, Fallpauschalenvergütung, Kundenzufriedenheit, Prozessmanagement, Operationssaal, Wechselzeiten, Elternzufriedenheit, Patiententransport, Gesundheitswesen, Akutkrankenhaus, Wirtschaftlichkeit, Benchmarking.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Evaluierung einer sogenannten "Holding-Area" in einem Akutkrankenhaus als Instrument zur Optimierung des OP-Managements.
Im Zentrum stehen die Prozessgestaltung im Operationswesen, das Krankenhausmanagement unter ökonomischem Druck sowie die Steigerung der Patienten- und Elternzufriedenheit.
Das Hauptziel ist die Darstellung der wettbewerblichen Bedeutung einer Holding-Area zur Verkürzung von Wechselzeiten, zur Entlastung peripherer Stationen und zur Verbesserung der Servicequalität für Patienten.
Die Arbeit verfolgt einen deskriptiven und analytischen Ansatz, der eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung eines sechsmonatigen Probelaufes kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in konzeptionelle Grundlagen des Krankenhausmanagements und die detaillierte Beschreibung der praktischen Umsetzung und Auswertung des Projektes „Holding-Area“.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Holding-Area, OP-Management, Prozessoptimierung, Kundenzufriedenheit und wettbewerblich orientierte Steuerung charakterisiert.
Entgegen der Erwartungen konnten in der Gesamtbetrachtung keine signifikanten Verkürzungen der Wechselzeiten erzielt werden, da hierfür auch die Verfügbarkeit der Operateure entscheidend ist.
Eltern bewerten die Möglichkeit, ihr Kind bis zum eigentlichen Eingriff begleiten zu können, als zentrales Kriterium, wodurch die Holding-Area als Instrument der Qualitätsverbesserung fungiert.
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