Magisterarbeit, 1997
124 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
1. 1. Fragestellung
1. 2. Methode
1. 2. 1. Die Bedeutung der Szenen- und Einstellungsprotokolle
1. 2. 2. Erkenntnisinteresse des wiss. Subjekts
1. 3. Forschungsstand
2. Filmregie in Theorie und Praxis
2. 1. Die Politique des Auteurs
2. 1. 1. Die Anfänge
2. 1. 2. Auteurism und die theoretischen Umbrüche von 1968
2. 1. 3. Auteurism und Strukturalismus
2. 1. 4. Auteurism und Poststrukturalismus
2. 2. Wie arbeitet ein Regisseur?-einige Modelle
2. 2. 1. Das Studio-System
2. 2. 2. New Hollywood und die American Independents
2. 2. 3. Drei Produktionsmodi
3. Drei Filme Ridley Scotts
3. 1. Alien
3. 1. 1. Projektgeschichte
3. 1. 2. Szenenprotokoll
3. 1. 3. kurze Filmanalyse
3. 2. Blade Runner
3. 2. 1. Projektgeschichte
3. 2. 2. Szenenprotokoll
3. 2. 3. kurze Filmanalyse
3. 3. Thelma and Louise
3. 3. 1. Projektgeschichte
3. 3. 2. Szenenprotokoll
3. 3. 3. kurze Filmanalyse
4. Ridley Scotts »Handschrift« – signifikante Elemente in Werkzusammenhang und Arbeitsstil
4.1. Markantes Stilmittel: Realismus
4.2. Zentrales Motiv: Frau und Gewalt
4.3. Kampf und Jagd: Einstellungsanalysen
4.4. Dramatische Struktur
4.5. Politische Aussagen
4.6. Ridley Scott und sein Arbeitsstil
5. Schlußfolgerung
Die Arbeit untersucht den gestalterischen Einfluss, den Regisseure im Kontext des industrialisierten Hollywood-Spielfilms auf ihre Werke ausüben können. Anhand des exemplarischen Schaffens von Ridley Scott – mit Fokus auf die Filme Alien, Blade Runner und Thelma and Louise – wird analysiert, wie trotz kommerzieller Zwänge und Produktionsbedingungen eine individuelle künstlerische Handschrift bewahrt oder entwickelt wird.
1. Einleitung
Spätestens seit Einführung des Tonfilms Ende der Zwanziger Jahre und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Konzentrationsprozesse ist das Hollywood-Kino gekennzeichnet durch eine Tendenz zum ökonomisch möglichst sicheren und gestalterisch möglichst konservativen Produkt, das darauf perfektioniert ist, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu bedienen. Ungeachtet dieser Tendenz hat die Fabrik Hollywood immer wieder unumstritten großartige Filme hervorgebracht, von denen sich die interessantesten dadurch auszeichnen, daß sie sowohl den populären als auch den avantgardistischen Geschmack befriedigen.
In den fünfziger Jahren haben sich französische Filmkritiker und Filmemacher aus dem Umfeld der Zeitschrift Cahiers du Cinéma mit diesem Phänomen beschäftigt und Vermutungen über die Ursachen angestellt. Herausgekommen ist dabei die politique des auteurs, eine kritische Methode, die die Person und die kreative Leistung des Regisseurs zum Referenzpunkt der Filmkritik und -theorie macht.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage hinsichtlich der Möglichkeiten des Regisseurs, innerhalb kommerzieller Filmstrukturen ein eigenständiges Werk zu schaffen, sowie Erläuterung der angewandten Untersuchungsmethoden.
2. Filmregie in Theorie und Praxis: Historischer Abriss der Auteur-Theorie von ihren Anfängen in den 1950ern bis hin zu strukturalistischen und poststrukturalistischen Debatten, ergänzt durch eine Analyse verschiedener Produktionsmodelle in Hollywood.
3. Drei Filme Ridley Scotts: Detaillierte Betrachtung der Entstehungsgeschichte, Szenenstruktur und filmischen Analyse von Alien, Blade Runner sowie Thelma and Louise als Fallbeispiele für die Regiearbeit.
4. Ridley Scotts »Handschrift« – signifikante Elemente in Werkzusammenhang und Arbeitsstil: Synthese der Beobachtungen hinsichtlich Scotts Realismus-Verständnis, der Darstellung von Gewalt, seiner methodischen Einstellungsanalysen, der dramatischen Strukturen und seiner politischen Haltung.
5. Schlußfolgerung: Zusammenfassende Bewertung von Scotts Arbeitsweise als Regisseur, der durch intensive Zusammenarbeit mit kreativen Partnern und eine ausgeprägte visuelle Detailarbeit überzeugt, ohne einer starren Auteur-Definition zu entsprechen.
Ridley Scott, Filmregie, Hollywood, Auteur-Theorie, Alien, Blade Runner, Thelma and Louise, New Hollywood, Filmanalyse, Produktionsbedingungen, Regiestil, Szenenprotokoll, narrative Struktur, visuelle Gestaltung, Genre-Kino
Die Arbeit analysiert den kreativen Spielraum, den ein Regisseur wie Ridley Scott im modernen, kommerziell orientierten Hollywood-System hat.
Die Untersuchung deckt die theoretischen Grundlagen der Regiearbeit (Auteur-Theorie), die Produktionsgeschichte konkreter Filme und eine detaillierte filmwissenschaftliche Analyse von Inszenierungsentscheidungen ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit Scott trotz industrieller Anforderungen durch gezielte Kontrolle über den Produktionsprozess eine eigene "Handschrift" und visuelle Perfektion in seinen Filmen etablieren konnte.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus historischer Theorie-Analyse und einer produktionsorientierten Filmanalyse, wobei Szenenprotokolle nach der Methode von Leonard C. Leff erstellt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zur Filmregie und eine intensive Einzelfallanalyse der drei Filme Alien, Blade Runner und Thelma and Louise.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ridley Scott, Auteur-Theorie, New Hollywood, Filmanalyse und Produktionsbedingungen beschreiben.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Scott zwar nicht im klassischen, romantischen Sinne als isoliertes Genie agiert, aber durch seine tiefgreifende Einbindung in alle Produktionsschritte das moderne Verständnis eines "Auteurs" maßgeblich definiert.
Die visuelle Gestaltung wird als Scotts wichtigstes Stilmerkmal identifiziert; seine Besessenheit von Details und Realismus in der visuellen Darstellung ist der entscheidende Faktor, der seine besten Filme aus der Masse hervorhebt.
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