Diplomarbeit, 2003
66 Seiten
Einleitung
1 Die Motorik
1.1 Zum Begriff Motorik
1.1.1 Motorische Fähigkeiten
1.1.2 Konditionelle Fähigkeiten
1.1.3 Koordinative Fähigkeiten
1.2 Motorische Entwicklung
1.2.1 Motorische Entwicklung im Vorschulalter
1.2.2 Motorische Entwicklung im Grundschulalter
1.2.3 Motorische Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern heute
1.3 Motorisches Lernen
1.3.1 Die Phasen des Lernverlaufs nach Meinel/Schnabel
1.4 Sportmotorische Tests
1.4.1 Die Gütekriterien sportmotorischer Tests
1.4.2 Fragebogen für Kinder und Jugendliche
2 Die Bewegungskoordination
2.1 Zum Begriff Bewegungskoordination
2.1.1 Entwicklung der Koordination
2.1.2 Entwicklung der Grobkoordination
2.1.3 Entwicklung der Feinkoordination
2.1.4 Symptome und Ursachen von Koordinationsschwäche
3 Die Beweglichkeit
3.1 Zum Begriff Beweglichkeit
3.1.1 Die Bedeutung der Beweglichkeit für die soziale Entwicklung des Kindes
3.1.2 Die Bedeutung der Beweglichkeit für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes
3.2 Bewegungsmöglichkeiten
3.2.1 Bewegungsmöglichkeiten im Elternhaus
3.2.2 Präventive Maßnahmen seitens des Elternhauses
3.2.3 Bewegungsmöglichkeiten in der Schule
3.2.4 Präventive Maßnahmen seitens der Schule
3.2.5 Ursachen und Folgen von Bewegungsmangel
4 Umsetzungsmöglichkeit im Schulsport
4.1 Motorik im Bildungsplan des 2. Schuljahres
4.2 Fachdidaktische Konzepte nach Kurz und Funke
4.2.1 Handlungsfähigkeit im Sport
4.2.2 Körpererfahrungen im Sportunterricht
4.2.3 Bezug zum allgemeinen Erziehungs- und Bildungsauftrag im Fach Sport
4.3 Spiel- und Übungsformen zur gezielten Verbesserung der Motorik
4.3.1 Schulung der Orientierungsfähigkeit
4.3.2 Schulung der Reaktionsfähigkeit
4.3.3 Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit
4.3.4 Schulung der Rhythmusfähigkeit
4.3.5 Schulung der Differenzierungsfähigkeit
4.4 Planung der Unterrichtsstunde für das 2. Schuljahr
4.4.1 Methodisch-didaktische Vorüberlegungen
4.4.2 Zielsetzung der Unterrichtsstunde
4.4.3 Aufbau der Unterrichtsstunde
4.5 Praktische Durchführung der Unterrichtsstunde
4.5.1 Stundenverlaufsplan
4.5.2 Erläuterungen zum Verlauf der Unterrichtsstunde
4.5.3 Zusammenfassung und kritischer Rückblick
5 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die motorischen Fähigkeiten und Defizite bei Grundschulkindern. Das Ziel ist es, durch die Erarbeitung theoretischer Grundlagen und die Durchführung einer exemplarischen Unterrichtsstunde aufzuzeigen, wie spielerische Bewegungsaufgaben einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Motorik und der allgemeinen Entwicklung von Kindern leisten können.
1.1.3 Koordinative Fähigkeiten
Als entscheidende Leistungsvoraussetzungen des Sportlers kamen die koordinativen Fähigkeiten unter dem Begriff „Gewandtheit“ am Ende der sechziger Jahre in die Diskussion. „Unter Gewandtheit wurde allgemein die Fähigkeit zur schnellen und zweckmäßigen Lösung motorischer Aufgaben verstanden“. In den siebziger Jahren wurde der Terminus „Gewandtheit“ durch den Begriff „koordinative Fähigkeiten“ abgelöst, da dieser mehr der Vielgestaltung der Bewegungshandlungen im Sport und in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens entsprach.
Unter koordinativen Fähigkeiten sind komplexe Leistungsvoraussetzungen zu verstehen, „die das Lernen und die Leistungsrealisierung von Bewegungsfertigkeiten ermöglichen und ihre Ausprägung beeinflussen“. Koordinative Fähigkeiten basieren nach KIPHARD auf einem harmonischen und möglichst ökonomischen Zusammenwirken von Muskeln, Nerven und Sinnen, welches zu zielgenauen gleichgewichtssicheren Bewegungsaktionen (Willkürmotorik) und schnellen, situationsangepassten Reaktionen (Reflexmotorik) führt. Die Bedeutung der koordinativen Fähigkeiten liegt darin, dass sie den Bewegungsfluss optimieren und die sensomotorische Lernfähigkeit steigern. Koordinative Fähigkeiten „sind nicht nur Voraussetzungen für sportliche Tätigkeiten, sondern auch ihr Ergebnis. Das heißt, sie entwickeln sich nur in der Tätigkeit“. Ihre Entwicklung ist im Allgemeinen von dem biologischen Reifungsprozess, dem Umfang und der Qualität der Bewegungsaktivität, der Bildungs- und Erziehungsarbeit sowie von gesellschaftlichen und sozialen Wirkfaktoren abhängig. Koordinative Fähigkeiten sollten niemals isoliert, sondern nur komplex geschult werden. Ausgeprägte koordinative Fähigkeiten dienen der Verletzungsprophylaxe und beugen Sportunfälle vor, da auf unvorhergesehene Gefahren besser reagiert und zudem Fehlbelastungen vermieden werden können.
Die Motorik: Dieses Kapitel definiert motorische Grundlagen, erläutert die motorische Entwicklung im Kindesalter und führt in das motorische Lernen sowie sportmotorische Tests ein.
Die Bewegungskoordination: Hier wird der Begriff der Koordination erläutert, die Entwicklung der Grob- und Feinkoordination beschrieben sowie auf Symptome und Ursachen von Koordinationsschwächen eingegangen.
Die Beweglichkeit: Das Kapitel analysiert die Bedeutung der Beweglichkeit für die soziale und persönliche Entwicklung von Kindern und beleuchtet die Zusammenhänge mit Bewegungsmangel.
Umsetzungsmöglichkeit im Schulsport: Hier werden didaktische Konzepte sowie zahlreiche praktische Spiel- und Übungsformen für den Sportunterricht im 2. Schuljahr vorgestellt und reflektiert.
Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung einer gezielten motorischen Förderung für die Gesundheit und Entwicklung von Grundschulkindern.
Motorik, Bewegungskoordination, Beweglichkeit, motorische Entwicklung, Sportunterricht, Grundschule, Koordinationsschwäche, Bewegungsmangel, Spielpädagogik, psychomotorische Entwicklung, motorische Fähigkeiten, Handlungsfähigkeit, Sportdidaktik, Bewegungsförderung, Gesundheitsprophylaxe.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der motorischen Grundbildung von Kindern im Grundschulalter und untersucht, wie man motorische Defizite durch gezielte, spielerische Bewegungsangebote im Sportunterricht reduzieren kann.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Motorik, die koordinativen Fähigkeiten, der Einfluss von Bewegung auf die kindliche Entwicklung (sozial und persönlich) sowie didaktische Konzepte zur praktischen Umsetzung im Schulsport.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen vielfältiger Bewegungserfahrungen aufzuzeigen und anhand einer exemplarischen Unterrichtsstunde zu demonstrieren, wie Kinder für Sport begeistert und in ihrer Motorik gefördert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller sportwissenschaftlicher und pädagogischer Erkenntnisse sowie auf der praktischen Durchführung und Reflexion einer Unterrichtsstunde an einer zweiten Klasse.
Der Hauptteil behandelt neben theoretischen Definitionen der Motorik und Koordination die Ursachen für Bewegungsmangel, fachdidaktische Konzepte (nach Kurz und Funke) sowie konkrete Spiel- und Übungsformen zur Schulung spezifischer koordinativer Fähigkeiten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Motorik, Bewegungskoordination, Bewegungsförderung, Grundschulsport und psychosoziale Entwicklung charakterisiert.
Während die Grobkoordination durch noch fehlerhafte Bewegungsabläufe und mangelnden Bewegungsfluss gekennzeichnet ist, zeichnet sich die Feinkoordination durch eine harmonische, zielgenaue und ökonomische Steuerung der Bewegungen aus.
Die Autorin betont, dass die eigenständige Auswahl und Kombination von Bewegungsstationen die Motivation und das Selbstvertrauen der Kinder stärkt, was essenziell für einen erfolgreichen Lernprozess im Sportunterricht ist.
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