Diplomarbeit, 2003
65 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Geschichte und Entstehung von Zeitschriften
2. Definitionen
2.1. Lifestyle
2.2. Zeitschriften
2.3. Lifestyle-Zeitschriften
3. Analyse des deutschen Zeitschriftenmarktes
4. Lebenshilfe in Zeitschriften
5. Der schwule Konsument – Eine Grundlagenstudie
5.1. Typ 1 - Der hedonistisch-trendorientierte Schwule
5.2. Typ 2 - Der suchende convenience-orientierte Typus
5.3. Typ 3 - Der markenbewusst-karriereorientierte Schwule
5.4. Typ 4 - Der konventionell-häusliche Typ
5.5. Typ 5 - Der preisbewusst-intellektuelle Schwule
5.6. Zusammenfassung
6. Beispielmagazine
6.1. Analyse einer Zeitschrift
6.2. Typografie - Layout - Farben - Bilder
6.2.1. Typografie
6.2.2. Layout
6.2.3. Farben
6.2.4. Bilder
6.3. Vorstellung und Vergleich der einzelnen Magazine
6.3.1. FHM
6.3.2. Men’s Health
6.3.3. Cosmopolitan
6.3.4. Glamour
6.3.5. Männer aktuell
6.3.6. DU & ICH
6.3.7. Kostenlose, schwule Stadtmagazine
6.3.7.1. Sergej (Berlin)
6.3.7.2. Sergej (München)
6.3.7.3. Siegessäule (Berlin)
6.3.8. Interviews mit drei Chefredakteuren
7. These
7.1. Fragen - Antworten
7.2. Resümee
Die Diplomarbeit untersucht, ob bestehende Zeitschriften mit schwuler Zielgruppe auf dem deutschen Markt die Kriterien klassischer „Lifestyle-Magazine“ erfüllen und ob sie inhaltlich sowie thematisch mit Lifestyle-Formaten für eine heterosexuelle Zielgruppe vergleichbar sind.
5.1. Typ 1 - Der hedonistisch-trendorientierte Schwule
Er gilt als der Erste, der Lifestyle und Trends erkennt und für sich annimmt. Er ist eindeutig der schwule Trendsetter mit ausgeprägtem Markenbewusstsein. Er ist modern, aktiv, multioptional und äußerst extrovertiert, sehr internet-affin und verfügt über ein ausgeprägtes Konsum- und Markenbewusstsein. Bei Mode ist er jedoch sehr preissensibel und kann als „Schnäppchenjäger für Designermode“ bezeichnet werden.
Extrem auf sein Äußeres bedacht, ist sein Gesundheits- und Körperbewusstsein dementsprechend ausgeprägt. Allerdings befinden sich überdurchschnittlich viele Raucher bei diesem Typus, womit er jedoch eher seine Genusssucht dokumentiert, als sein scheinbar mangelndes Gesundheitsbewusstsein. Seine Konsumausgaben sind überdurchschnittlich hoch. Besonders viel Geld gibt er für Mode und Essen aus.
Über Äußerlichkeiten verdeutlicht er seine Zugehörigkeit zur schwulen Szene. Er braucht soziale Anerkennung und Bewunderung. Er bewegt sich in der Gay Community, was sich auch in seinem überwiegend schwulen Freundeskreis widerspiegelt. Von der Kleidung über den Beruf bis zur Wohnung – man soll ihm seinen Sinn für Trends und Lifestyle ansehen. Kommunikation ist für ihn alles. Er kocht genauso gern für Gäste zu Hause wie er außer Haus essen geht – Hauptsache, er befindet sich unter Leuten. Er lebt offen schwul und lebt seine Sexualität voll aus – er ist also nicht der Typ für feste Beziehungen. Als Hedonist lebt er überdurchschnittlich häufig in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern und in Singlehaushalten. Er verfügt über ein – ebenfalls über dem schwulen Durchschnitt liegendes – gehobenes Einkommen.
0. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für das Thema sowie die zunehmende Bedeutung von Lifestyle-Medien.
1. Geschichte und Entstehung von Zeitschriften: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Entwicklung von Zeitschriften vom 17. Jahrhundert bis zur Moderne.
2. Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie Lifestyle, Zeitschriften und Lifestyle-Magazine theoretisch definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Analyse des deutschen Zeitschriftenmarktes: Das Kapitel beleuchtet die wirtschaftlichen Strukturen, Marktmechanismen und Entwicklungen des deutschen Zeitschriftenmarktes.
4. Lebenshilfe in Zeitschriften: Hier wird die Rolle der Ratgeberpublizistik und Lebenshilfe als Kernkompetenz von Lifestyle-Magazinen untersucht.
5. Der schwule Konsument – Eine Grundlagenstudie: Dieses Kapitel analysiert mittels einer Grundlagenstudie fünf unterschiedliche Konsumententypen innerhalb der schwulen Zielgruppe.
6. Beispielmagazine: Es erfolgt eine detaillierte formale und inhaltliche Analyse verschiedener Männer- und Frauenmagazine sowie schwuler Stadtmagazine.
7. These: Das abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage der Diplomarbeit.
Lifestyle, Zeitschriften, Lifestyle-Magazine, schwuler Konsument, Zielgruppenanalyse, Mediennutzung, Konsumverhalten, Gay Community, Printmedien, Werbeträger, Ratgeberpublizistik, Spezialisierung, Marktforschung, Typologien, Zielgruppendefinition.
Die Arbeit untersucht, ob deutsche schwule Zeitschriften die Kriterien von Lifestyle-Magazinen erfüllen und warum sie sich in der Praxis von heterosexuell ausgerichteten Lifestyle-Formaten unterscheiden.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Lifestyle-Medien, die Analyse des Zeitschriftenmarktes, die segmentierte Zielgruppenanalyse der schwulen Konsumenten sowie die Bewertung von Typografie und Layout.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum bisher keine deutschen schwulen Zeitschriften existieren, die das klassische Kriterium „Lifestyle“ erfüllen, wie es etwa bei erfolgreichen Lifestyle-Magazinen der Fall ist.
Es wurde eine Kombination aus Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Grundlagenstudien (BBDO, VDZ) und einer eigenen qualitativen Untersuchung (Inhaltsanalyse von Beispielmagazinen und Experteninterviews) gewählt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Zeitschriften, eine spezifische Analyse schwuler Konsumententypen und eine detaillierte Untersuchung einzelner Magazine anhand formaler Stilmerkmale.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lifestyle, Zielgruppenanalyse, Konsumverhalten, Zeitschriftenmarkt und die soziokulturelle Verortung der Gay Community geprägt.
Laut dem Autor liegt dies an der sexuellen Dominanz (oft softpornografischer Inhalte), dem fehlenden Werbeetat durch große Unternehmen und einer anderen redaktionellen Ausrichtung im Vergleich zu General-Interest-Magazinen.
Die Interviews mit Chefredakteuren von FHM, Cosmopolitan und DU & ICH liefern praxisnahe Einblicke in die redaktionelle Philosophie und bestätigen die Diskrepanz zwischen Unterhaltungsanspruch und professionellem Lifestyle-Marketing.
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