Forschungsarbeit, 2004
43 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Die Inskriptionsformulare
2 StudentInnen 1938- 1945
2. 1 Statistik " StudentInnen 1938- 1945"
2. 2 Kommunikation mit Zeitzeugen
3 Daten
3. 1 StudentInnen A- Z
3. 2 Universitätsprofessoren und ihre Vorlesungen
3. 3. Fragebogen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Inskriptionsformulare der Philosophischen Fakultät der Universität Wien im Zeitraum von 1938 bis 1945. Ziel ist es, die demografischen Daten und den akademischen Werdegang der Studierenden zu erfassen und durch die Verknüpfung mit Zeitzeugenberichten sowie Archivmaterial einen Einblick in den universitären Alltag und die politischen Rahmenbedingungen während der NS-Zeit zu gewinnen.
1 Die Inskriptionsformulare
Im Universitätsarchiv Wien werden die gebundenen Formulare zur Inskription an der Philosophischen Fakultät aufbewahrt. Die Bände der Semester 1937/1938 bis 1945 umfassen tausende Seiten, die nicht paginiert und handschriftlich ausgefüllt, sehr unhandlich, aber alphabetisch geordnet sind. Pro Semester, oder, ab dem Jahr 1939/ 1940, Trimester, liegen fünf bis zwölf Hardcovers auf, die zu je fünf Stück vorort zu Einsicht vorbereitet werden. StudentInnen, die mehr als zwei ethnologisch relevante Vorlesungen inskribierten, registrierte ich chronologisch bis zum letzten Trimester 1940. Die Daten zur Kommunikation mit Zeitzeugen wurden exzerpiert, weil kein Fotokopieren möglich war, die noch vorhandenen Exemplare der Vorlesungsverzeichnisse aus den Jahren 1938 bis 1945 konnte ich digital reproduzieren. Die verbleibenden Jahrgänge sollen in kontinuierlicher Arbeit aufgenommen und bald zur Gänze elektronisch verfügbar sein.
Im Formular " Nationale" selbst, und zwar auf der ersten Seite, wurden die In skribierenden nach ihren Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft, Heimatzuständigkeit, Volkszugehörigkeit, Religionsbekenntnis, Konfession oder Ritus, Vater oder Vormund, gemeldeter Adresse und ihrer Position im öffentlichen Dienst gefragt. Ebenso nach Semsteranzahl und der eigenhändigen Unterschrift. Auf der Rückseite trug der oder die StudentIn Vorlesungen, den Namen des referierenden Universitätsprofessors, die Stundenzahl, das Kollegiengeld und etwaige Stipendienbezüge ein. In keinem Formular wird festgehalten, wieviel Kollegiengeld zu entrichten war, aber manchmal Gebühren. Die Beträge notierte man ohne erkennbare Regelmäßigkeit und Angabe der Währung, in der Zeile der Vorlesung mit höherer Stundenzahl, dabei meist den Titel Privatdozent vor dem akademischen Grad des Lehrenden. Stempel der " Universitätsquästur", " Ab gangszeugnis ausgestellt am" oder " Freigabe" scheinen vereinzelt auf. Die Ein tragungen der StudentInnen wurden zur Dokumentation im Wortlaut transkribiert.
1 Die Inskriptionsformulare: Dieses Kapitel erläutert die Archivlage, den Umfang der untersuchten Dokumente sowie die methodische Vorgehensweise bei der Erfassung der Inskriptionsdaten.
2 StudentInnen 1938- 1945: Hier werden die demografischen Daten systematisch mittels einer Matrix erfasst und die Kommunikation mit noch lebenden Zeitzeugen dokumentiert.
3 Daten: Dieses umfangreiche Kapitel listet die Studierenden von A bis Z sowie die von den Professoren gehaltenen Vorlesungen auf und enthält den für die Forschung verwendeten Fragebogen.
Universität Wien, Ethnologie, Nationalsozialismus, Inskriptionsformulare, Zeitzeugen, Oral History, Archivforschung, NS-Zeit, Studentendaten, Vorlesungsverzeichnisse, 1938-1945, Völkerkunde, Wissenschaftsgeschichte, Dokumentation, Biografien.
Die Arbeit widmet sich der dokumentarischen Aufarbeitung der Studierendensituation an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien während des Nationalsozialismus (1938–1945).
Die Themen umfassen die Archivrecherche von Inskriptionsunterlagen, die statistische Erfassung von Studierenden sowie die Untersuchung des ethnologischen Lehrbetriebs unter dem Einfluss des totalitären Regimes.
Ziel ist die Erstellung einer verlässlichen Datenquelle über die Studierenden dieser Epoche sowie das Festhalten von "Oral History"-Informationen durch Zeitzeugeninterviews.
Es wurde eine Kombination aus Archivarbeit, Transkription von Originaldokumenten und qualitativer Forschung (Interviews mit Zeitzeugen) angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der Inskriptionsformulare, die Zusammenstellung der persönlichen Daten der Studierenden und die Auflistung der universitären Vorlesungsangebote nach Professoren.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Ethnologie, Universität Wien, Archivforschung, Nationalsozialismus und Zeitzeugen.
Da die Anzahl der Studierenden bis zum ersten Semester 1939/1940 stark abnahm, wäre eine zusammenfassende Statistik aktuell noch zu stark verfälscht.
Die meisten Zeitzeugen sind mittlerweile verstorben, und bei den noch kontaktierten Personen gestaltete sich die Erhebung detaillierter Informationen aufgrund hoher Alters oder lückenhafter Erinnerungen als Herausforderung.
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