Diplomarbeit, 2000
136 Seiten, Note: Gut
1. VORWORT
2. EINLEITUNG
3. ZUR „PERSON“ DES TORWARTS
3.1.1 Leistungsfaktoren (Was muß ein Torhüter alles können?)
3.1.2 Was gab´s früher, den Ball oder das Tor? (ein geschichtlicher Überblick)
3.1.3 Die spinnen die Goalies - Der ganz normale „Tormann“ - Wahnsinn
4. KONZENTRATION UND AUFMERKSAMKEIT
4.1 Merkmale der Aufmerksamkeit
4.1.1 Intensität
4.1.2 Beständigkeit
4.1.3 Umfang
4.1.4 Umschaltung
4.2 Gedächtnis, Vorstellung, Antizipation
4.2.1 Gedächtnis
4.2.2 Vorstellung
4.2.3 Antizipation und Automatisation
4.2.4 Taktik
5. MOTIVE/MOTIVATION
6. EMOTIONEN UND DAS FLOW-ERLEBNIS
6.1 Positive Emotionen
6.2 Das kognitiv-motivationale Mediatorenmodell
6.3 Das flow-Erlebnis
6.3.1 Elemente des flow-Erlebnisses
6.3.2 Struktur von flow-Aktivitäten
6.4 Der Affekt
7. ANGST UND ANGSTBEWÄLTIGUNG
7.1 Was ist Angst?
7.2 Angst und Erregung
7.3 Yerkes-Dodson-Gesetz
7.3.1 Kennzeichen der Aktiviertheit
7.4 Bewältigungsmechanismen
7.4.1 Coping
7.4.2 Biofeedback
8. KOMMUNIKATION DES TORHÜTERS MIT SEINER UMGEBUNG
8.1 Torwart - Trainer - Interaktion
8.2 Torwart - Torwart - Interaktion
8.3 Torwart - Feldspieler - Interaktion
8.4 Torwart - Zuschauer - Interaktion
9. ZUSAMMENFASSUNG
10. ANHANG
10.1 Das Interview
11. LITERATURLISTE
11.1 Erweiterte Literatur
11.2 Schriftenreihe
11.3 Video
11.4 Zeitschriften
11.5 Radio
Die Diplomarbeit untersucht die psychischen Beanspruchungen von Fußballtorhütern im Wettkampf. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Torhüter psychisch belastende Situationen bewältigen und inwieweit sie gezieltes psychologisches Training in ihre Vorbereitung integrieren, um ihre Leistung zu optimieren.
2.1.1 Leistungsfaktoren (Was muss ein Torhüter alles können?)
Wie beurteilt man eigentlich einen guten Torwart. Geht es darum, dass er unhaltbare Bälle abwehrt, oder geht es um das augenscheinliche fehlerlose Spielen?
Die Leistungsfaktoren will ich in dieser Arbeit nur kurz anreißen. Es soll gezeigt werden, dass ein komplexes Anforderungsprofil der Torwarte-Ausbildung zugrunde liegt.
Er muss schnell die Gefahr erkennen und bannen. Außerdem muss der Goalie danach trachten, so schnell wie möglich in den Ballbesitz zu kommen, dabei ist sein Stellungsspiel äußerst wichtig. Vom Tormann werden immer optimale Leistungen erwartet und gefordert. Mentale, körperliche und äußere Faktoren wie Ausrüstung, Witterungsbedingungen und Zustand des Spielfeldes spielen dabei eine wichtige Rolle und sind bestimmend für ein gutes oder schlechtes Spiel.
Zu Beginn des Torhüterwesens stand entweder ein nicht so begnadeter Fußballspieler im Tor oder „der kleine Dicke“ (LOY 1991, S.3). In der Gegenwart wird vermehrt auf die Größe eines Tormannes geschaut. 1990/91 betrug die Durchschnittsgröße aller 18 Bundesliga-Goalies in Deutschland 1,861 Meter, wobei keiner unter 1,80 Meter war. Auch in Amsterdam bei Ajax werden schon in jungen Jahren die Torhüter nach deren Größe ausgesucht und nach ihrem genetischen Werdegang (vgl PETRAKOVITS 1998, S. 5).
VORWORT: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Arbeit, die auf seiner eigenen Erfahrung als Torwart und dem Interesse an der psychologischen Bewältigung von Drucksituationen beruht.
EINLEITUNG: Es wird die Forschungsfrage definiert, die sich mit der psychischen Beanspruchung des Torwarts in kritischen Spielsituationen beschäftigt und die methodische Herangehensweise via qualitativer Interviews darlegt.
ZUR „PERSON“ DES TORWARTS: Dieses Kapitel skizziert das Anforderungsprofil des Torhüters, beleuchtet historische Entwicklungen der Position und thematisiert das Selbstverständnis sowie rituelle Verhaltensweisen von Torleuten.
KONZENTRATION UND AUFMERKSAMKEIT: Die Untersuchung kognitiver Prozesse, insbesondere der Daueraufmerksamkeit, der Fähigkeit zur Reizselektion und der Konzentrationssteuerung in Gefahrensituationen.
MOTIVE/MOTIVATION: Analyse der Antriebskräfte für Torhüter, wobei Leistungsmotivation, Zielorientierung und der soziale Stellenwert der Position im Team diskutiert werden.
EMOTIONEN UND DAS FLOW-ERLEBNIS: Untersuchung des Einflusses von Emotionen auf die Handlungssteuerung und Erläuterung des flow-Konzepts im Kontext sportlicher Höchstleistungen.
ANGST UND ANGSTBEWÄLTIGUNG: Beleuchtung der funktionalen Rolle von Angst im Sport sowie Vorstellung von Coping-Strategien zur Stabilisierung der Leistung unter Stress.
KOMMUNIKATION DES TORHÜTERS MIT SEINER UMGEBUNG: Analyse der sozialen Dynamiken und Interaktionsformen zwischen Torwart, Trainer, anderen Torhütern, Feldspielern und Zuschauern.
ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse hinsichtlich der Bedeutung psychologischer Trainingsformen für die Leistungsoptimierung des Torwarts.
ANHANG: Dokumentation des verwendeten Interviewleitfadens, der qualitative Daten zur psychischen Belastung im Spielverlauf erhebt.
LITERATURLISTE: Verzeichnis der wissenschaftlichen Quellen und Literatur, die als theoretisches Fundament der Arbeit dienten.
Fußballtorwart, Sportpsychologie, Konzentration, Aufmerksamkeit, Motivation, Flow-Erlebnis, Angstbewältigung, Coping, Mentales Training, Antizipation, Reaktionsschnelligkeit, Stellungsspiel, Interaktion, Leistungsfähigkeit, Qualitative Inhaltsanalyse
Die Diplomarbeit widmet sich der psychologischen Untersuchung von Fußballtorhütern, speziell deren inneren Verarbeitungsstrategien in kritischen Wettkampfsituationen.
Die zentralen Themen sind Konzentration, Aufmerksamkeit, Motivation, Emotionen, das Flow-Erlebnis, Angstbewältigung sowie die soziale Kommunikation mit dem Umfeld.
Das Ziel ist die Klärung, ob sich Torhüter bewusst mit psychologischem Training auseinandersetzen und wie sie psychisch belastende Situationen wie Freistöße oder Eins-gegen-Eins-Situationen bewältigen.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, insbesondere halb-strukturierten Interviews, deren Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert die mentalen Anforderungen an den Torwart, darunter die Steuerung von Aufmerksamkeit, verschiedene Arten des Denkens (intuitiv, operativ, strategisch) sowie Strategien gegen Versagensängste.
Zu den Kernbegriffen gehören Fußballtorwart, Sportpsychologie, Konzentration, Flow-Erlebnis, Coping und Antizipation.
Rituale dienen den Torhütern dazu, die Konzentration zu fokussieren, Sicherheit zu gewinnen und sich in einen optimalen Aktivierungszustand für den Wettkampf zu versetzen.
Die Beziehung zum Tormanntrainer wird meist als fachlich relevanter und persönlicher wahrgenommen, während der Cheftrainer oft mehr Distanz wahrt und als übergeordnete Instanz fungiert.
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