Diplomarbeit, 2003
156 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Rahmenbedingungen im Untersuchungsgebiet
2.1 Allgemeiner Überblick
2.1.1 Lage und naturräumliche Einordnung
2.1.2 Geologie und Hydrogeologie
2.1.3 Böden
2.1.4 Klima
2.1.5 Vegetation
2.1.6 Landnutzung auf Jasmund seit dem Mesolithikum
2.2 Die Jasmunder Kalkquellen und –bäche
2.2.1 Allgemeine Charakterisierung
2.2.2 Quellkalkbildungen
2.2.3 Schwefelwasserstoffquellen
2.2.4 Eisenockerausscheidungen
2.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen
3 Beschreibung und allgemeine Charakterisierung der untersuchten Quellen
3.1 Quelle 1 – Brunnenaue
3.2 Quelle 2 – Kalkquellmoor Nardevitz
3.3 Quelle 3 – Mühlengrund
3.4 Quelle 4 – Uferquelle
3.5 Quelle 5 – Höllgrund
3.6 Quelle 6 – Hohes Holz
3.7 Quelle 7 – Kleiner Steinbach
3.8 Quelle 8 – Schwefelquelle Kollicker Bach
3.9 Quelle 9 – Tümpelquelle Kollicker Bach
3.10 Quelle 10 – Lenzer Bach
3.11 Quelle 11 – Großer Steinbach
4 Methodischer Teil
4.1 Ermittlung chemisch-physikalischer Parameter
4.1.1 Schüttung
4.1.2 Luft- und Wassertemperatur
4.1.3 pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit
4.1.4 Sauerstoffgehalt und Sauerstoffsättigungsindex (SSI)
4.1.5 Säurekapazität
4.1.6 Bestimmung von Anionen
4.1.7 Bestimmung von Kationen
4.2 Erfassungsmethodik des Makrozoobenthos
4.2.1 Qualitative Bestandserhebung
4.2.2 Köderung der Strudelwürmer
4.2.3 Zusätzliche Erhebungen
4.3 Vegetationskundliche Erfassungsmethodik
4.3.1 Vegetationsaufnahme
4.4 Auswertungsverfahren
4.4.1 Ermittlung des Saprobienindex und der Gewässergüte
4.4.2 Ähnlichkeitsvergleiche
5 Ergebnisse und Auswertung
5.1 Chemisch-physikalische Parameter
5.1.1 Ergebnisdarstellung und Auswertung der einzelnen Parameter
5.1.2 Zusammenfassende Bewertung der Wasseranalysen
5.2 Makrozoobenthos
5.2.1 Arteninventar
5.2.2 Saprobienindex und Gewässergüte
5.2.3 Ernährungstypen
5.2.4 Ökologische Bewertung der Quellfauna
5.2.5 Ähnlichkeiten der Quellzoozönosen
5.2.6 Zusammenfassende Bewertung der Jasmunder Quellfauna
5.3 Vegetationszusammensetzung
5.3.1 Pflanzengesellschaften der Jasmunder Quellen
5.3.2 Pflanzensoziologische Beschreibung der einzelnen Standorte
5.3.3 Berechnung der Flächenähnlichkeiten
5.3.4 Zusammenfassende Bewertung der Vegetationsverhältnisse
6 Diskussion
6.1 Gesamtbeurteilung der Quellfluren
6.2 Maßnahmenvorschläge
7 Zusammenfassung
Ziel der Diplomarbeit ist die erstmalige, umfassende ökologische Untersuchung und Charakterisierung ausgewählter Quellstandorte auf der Halbinsel Jasmund (Rügen), um deren Ist-Zustand zu erfassen und eine Bewertung ihres ökologischen Status vorzunehmen.
3.1 Quelle 1 – Brunnenaue
Bei der untersuchten Quelle handelt es sich um eine kaltstenotherme Seitenquelle des Sagarder Baches, welcher in den Großen Jasmunder Bodden mündet (THIENEMANN 1926). Die mit dicken leuchtend orange-roten Eisenockermatten bedeckte Helokrene entspringt in der quellreichen Brunnenaue bei Sagard inmitten eines Eschenwaldes (Abb. 8).
Die Quelle befindet sich linkerhand des Sagarder Baches, etwa 6 Meter unterhalb eines Weges, der durch die Brunnenaue führt. Ein ca. 15 Meter langer Quellbach (Abb. 9) mit beiderseits üppiger Krautschicht verbindet den Quellaustritt mit dem naturnahen Sagarder Bach.
1 Einleitung: Beschreibt die historische und ökologische Bedeutung von Quellen sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Rahmenbedingungen im Untersuchungsgebiet: Liefert einen detaillierten Überblick über die geographischen, geologischen, klimatischen und landnutzungsgeschichtlichen Rahmenbedingungen auf der Halbinsel Jasmund.
3 Beschreibung und allgemeine Charakterisierung der untersuchten Quellen: Dokumentiert die 11 ausgewählten Quellstandorte und deren morphologische sowie physikalische Besonderheiten.
4 Methodischer Teil: Erläutert die angewandten Methoden zur chemisch-physikalischen Wasseranalyse sowie die faunistischen und vegetationskundlichen Erhebungsmethoden.
5 Ergebnisse und Auswertung: Präsentiert und interpretiert die erhobenen Daten zu Wasserchemie, Makrozoobenthos und Vegetation sowie deren ökologische Bedeutung.
6 Diskussion: Führt eine Gesamtbeurteilung der Quellfluren durch und leitet konkrete Maßnahmenvorschläge zum Schutz der Biotope ab.
7 Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Ergebnisse der Diplomarbeit zusammen.
Jasmund, Rügen, Quellen, Quellfluren, Makrozoobenthos, Wasserchemie, Vegetationskunde, Crenobia alpina, Quellkalk, Eisenocker, Gewässergüte, Naturschutz, Lebensraum, Saprobienindex.
Die Arbeit untersucht ökologische Aspekte von 11 ausgewählten Quellstandorten auf der Halbinsel Jasmund (Rügen) unter Berücksichtigung faunistischer, vegetationskundlicher und chemischer Parameter.
Die Themen umfassen die Bestandsaufnahme der Quellfauna (Makrozoobenthos), die Analyse der Wasserqualität (chemisch-physikalische Parameter) sowie die pflanzensoziologische Charakterisierung der Quellvegetation.
Das Hauptziel ist die Erfassung des Ist-Zustands der Quellen, um darauf aufbauend eine ökologische Bewertung vorzunehmen und gegebenenfalls notwendige Schutzmaßnahmen zu definieren.
Verwendet wurden qualitative Bestandserhebungen von Makroinvertebraten (u.a. durch Köderung von Strudelwürmern), chemische Laboranalysen mittels Ionenchromatographie und vegetationskundliche Aufnahmen nach der Methode von Braun-Blanquet.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Standorte, die methodische Erläuterung der Parametererfassung sowie die umfangreiche Ergebnisdarstellung und Diskussion der gewonnenen Daten.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Quellökologie, Makrozoobenthos, Jasmunder Kalkquellen, Glazialrelikte wie Crenobia alpina und naturschutzfachliche Schutzwürdigkeit.
Crenobia alpina dient als wichtiges Indikator-Eiszeitrelikt für naturnahe, kalte Quellstandorte, dessen Vorkommen und Lebensraumbedingungen auf Jasmund gesondert analysiert werden.
Die Arbeit zeigt, dass anthropogene Einflüsse wie Nährstoffeinträge, Wildtritt oder die Verkippung von Müll die Artenzusammensetzung beeinträchtigen können, wobei viele Quellen im Nationalpark einen sehr naturnahen Zustand bewahrt haben.
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