Forschungsarbeit, 2003
25 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Wesen der schockierenden Werbung
2.1 Schock
2.2 Tabu
2.3 Provokation
2.4 Irritation
3. Wirkungsweise der schockierenden Werbung
3.1 Aktivierungstheorie
3.2 Erregung durch Reize
3.3 Emotionale Erregung am Beispiel von Benetton-Werbung
4. Grenzen der schockierenden Werbung
4.1 Gesetzliche Grenzen
4.2 Werbeselbstdisziplin
4.3 Ethik und Moral
5. Zusammenfassung/ Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die systematische Untersuchung und wissenschaftliche Einordnung des Phänomens der schockierenden Werbung. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie diese Werbeform psychologisch wirkt, welche ethischen und rechtlichen Grenzen sie überschreitet und inwiefern sie zur Steigerung der Markenbekanntheit und Imagebildung beiträgt.
2.1 Schock
Der zentrale Begriff dieser Untersuchung ist „schockierende Werbung“. Bevor Werbung im Hinblick auf ihren schockierenden Inhalt untersucht wird, sollte zunächst der Begriff Schock präzisiert werden. Meyers Lexikon (1984) gibt folgende Auskunft zu diesem Begriff:
„Schock (engl.franz.ndrl.): (An)Stoß, Erschütterung; nervös-reflektorische Antwort des Körpers auf eine meist von außen kommende Schädigung, die sich bes. am Kreislauf auswirkt […].“
Auch die Untersuchung weiterer allgemeiner Nachschlagwerke (Brockhaus, Duden) führte zu der Einsicht, dass der Begriff zunächst stark an die Vorgänge im Körper orientiert ist. Es wird also die physiologische Wirkung des Schocks betrachtet. Im Allgemeinen lässt es sich feststellen, dass unter Schock vor allem „seelische Erschütterung“ verstanden wird. Eine präzisere Beschreibung des eigentlichen Begriffs „schockieren“ lieferte erst das Duden-Wörterbuch (1999):
Schockieren“[frz.: choquer]: jmdn. (bes. durch etwas, was in provozierender Weise von der sittlichen, gesellschaftlichen Norm abweicht) in Entrüstung versetzen; bei jmdm. heftig Anstoß erregen […].“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der schockierenden Werbung ein, definiert das Ziel der Arbeit und skizziert den theoretischen Rahmen sowie die Fragestellung.
2. Wesen der schockierenden Werbung: Hier werden die zentralen Begriffe Schock, Tabu, Provokation und Irritation definiert und gegeneinander abgegrenzt.
3. Wirkungsweise der schockierenden Werbung: Dieses Kapitel erläutert mithilfe der Aktivierungstheorie, wie schockierende Reize die Aufmerksamkeit steuern und emotionale Reaktionen auslösen.
4. Grenzen der schockierenden Werbung: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Selbstkontrolle durch den Werberat sowie ethische und moralische Aspekte der Werbegestaltung untersucht.
5. Zusammenfassung/ Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die wirtschaftliche Effizienz sowie die Zukunftsperspektiven dieser Werbeform.
Schockierende Werbung, Aktivierungstheorie, Benetton, Tabubruch, Provokation, Irritation, Markenimage, Werbepsychologie, emotionale Reize, Werberat, Sittenwidrigkeit, Konsumentenverhalten, Werbewirtschaft, Ethik, Moral.
Die Arbeit untersucht das Wesen, die Wirkungsweise und die Grenzen von Werbung, die mit schockierenden Inhalten arbeitet, um maximale Aufmerksamkeit zu generieren.
Die zentralen Felder sind die psychologische Wirkung (Aktivierung), die ethische und rechtliche Einordnung sowie die Analyse der Markenkommunikation am Beispiel von Benetton.
Das Ziel ist es zu klären, wie schockierende Werbung funktioniert, warum Unternehmen sie trotz Widerständen einsetzen und wie sie ethisch sowie rechtlich zu bewerten ist.
Die Autorin verwendet eine Kombination aus einer systematischen Literaturanalyse, begrifflicher Definitionen, der Anwendung der Systemtheorie und der Analyse empirischer Studien.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Aktivierung durch Reize beschrieben und diese am Fallbeispiel der Benetton-Kampagne in der Praxis illustriert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Schockierende Werbung, Aktivierungstheorie, Tabubruch, Markenimage und Werbeethik.
Gerichte wie der BGH prüfen, ob durch die Werbung Sittenwidrigkeit oder Verletzungen der Menschenwürde vorliegen, wobei die Meinungsfreiheit der Werbenden gegen das Anstandsgefühl der Gesellschaft abgewogen wird.
Der Werberat agiert als Selbstkontrollorgan, das Beschwerden aus der Öffentlichkeit prüft und bei Verstößen gegen Leitlinien zu Änderungen oder Unterlassungen aufruft.
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