Diplomarbeit, 2004
109 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Erörterung der Fragestellung
1.3 Aufbau der Diplomarbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Rahmenbedingungen
2.1.1 Klimaveränderungen
2.1.2 Grundlagen des Treibhauseffektes
2.1.3 Antizipierte Auswirkungen des Treibhauseffektes
2.1.4 Besonderheiten der CO2-Emissionen
2.1.5 Das Kyoto-Protokoll
2.2 Ökonomische Theorien
2.2.1 Theorie der öffentlichen Güter
2.2.2 Theorie der externen Effekte
2.3 Theoretische Handlungsempfehlungen
2.3.1 Pigou-Steuer
2.3.2 Coase-Theorem
2.3.3 Zertifikatslösung
3 Bisherige Erfahrungen mit dem Emissionshandel
3.1 Erfahrungen in den USA
3.1.1 Die „Emissions Trading Policy“
3.1.2 Das „SO2 Allowance Trading Program“
3.1.3 Das „RECLAIM-Programm“
3.2 Erfahrungen in Europa
3.2.1 Schweiz
3.2.2 Dänemark
3.2.3 Vereinigtes Königreich
3.3 Zusammenfassung der bisherigen Erfahrungen und Schlussfolgerungen
4 Geplantes Verfahren in der EU
4.1 Zertifikateigenschaften
4.2 Erstvergabe der Lizenzen
4.3 Sekundärmarkt
4.4 Staatliche Aufsicht
4.5 Sonstige Inhalte des Programms
5 Mögliche Probleme von Emissionszertifikaten und Beurteilung gegenüber anderen Instrumenten
5.1 Der Zertifikathandel im Vergleich zu andern umweltpolitischen Instrumenten
5.1.1 Ökologische Effektivität
5.1.2 Ökonomische Effizienz
5.1.3 Dynamische Anreizfunktion
5.1.4 Aspekte der Wettbewerbspolitik
5.1.5 Aspekte der Ordnungspolitik
5.1.6 Gesellschaftliche Akzeptanz
5.1.7 Zusammenfassung
5.2 Kritikpunkte und Probleme am geplanten Programm der EU
6 Fazit und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Versuch eines Ausblickes auf die Klimaschutzpolitik und die zukünftige Entwicklung des Handels mit Emissionszertifikaten
Die Diplomarbeit untersucht die Funktionsweise und die ökonomischen Grundlagen des Emissionshandels vor dem Hintergrund der europäischen Klimaschutzpolitik. Zentrales Ziel ist es, die Effizienz des Emissionshandels zu bewerten, Erfahrungen aus bestehenden Systemen (insbesondere in den USA und Europa) zu analysieren und daraus Erkenntnisse für die Ausgestaltung des geplanten EU-Emissionshandelssystems abzuleiten.
2.2.2 THEORIE DER EXTERNEN EFFEKTE
Externe Effekte liegen vor, wenn das Handeln eines Individuums Nebenwirkungen auf andere hat und diese Nebenwirkungen nicht monetär vergütet werden. Beispielsweise ist die Abgasfreisetzung nicht das Ziel eines Automobiles, vielmehr ist sie ein Nebenprodukt der Fortbewegung durch die Nutzung des Verbrennungsmotors. Die Entsorgung der Abgase wird jedoch dem Autofahrer nicht in Rechnung gestellt, die Kosten hierfür trägt die Allgemeinheit. Da also die Kosten bzw. der Nutzen des externen Effektes nicht vom Verursacher sondern von anderen oder der Gesamtheit getragen werden, kommt es zu einer verzerrten Preisbildung des Gutes. Es liegt also ein Fall von Marktversagen vor. Es existieren positive und negative externe Effekte. Liegen positive externe Effekte vor (z.B. positiver Erholungseffekt für die Allgemeinheit durch die landwirtschaftliche Nutzung einer Fläche als Waldgebiet), so ist der Preis des hergestellten Gutes (Holz) zu hoch, da den Produktionskosten zu niedrige Erträge gegenüberstehen. Durch den niedrigeren Preis werden weniger dieser Güter hergestellt als eigentlich auf Grund von Angebot und Nachfrage bei vollständiger Berücksichtigung des Nutzens hergestellt werden würden.
1 Einleitung: Problemstellung der globalen Erwärmung und Einführung des Emissionshandels als neues umweltpolitisches Instrument der EU.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der ökologischen Rahmenbedingungen sowie ökonomische Analyse von Umweltverschmutzung und Handlungsempfehlungen.
3 Bisherige Erfahrungen mit dem Emissionshandel: Untersuchung bestehender Handelssysteme in den USA und Europa zur Ableitung von Best Practices.
4 Geplantes Verfahren in der EU: Detaillierte Darstellung der rechtlichen und organisatorischen Ausgestaltung des EU-Emissionshandelssystems.
5 Mögliche Probleme von Emissionszertifikaten und Beurteilung gegenüber anderen Instrumenten: Kritische Bewertung des Zertifikathandels hinsichtlich Effizienz, Wettbewerbspolitik und gesellschaftlicher Akzeptanz.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Vor- und Nachteile sowie ein Ausblick auf die künftige klimapolitische Entwicklung.
Emissionshandel, Klimaschutz, Treibhauseffekt, Kyoto-Protokoll, CO2-Zertifikate, Marktversagen, externe Effekte, ökonomische Effizienz, Emissionsreduktion, EU-Richtlinie, Zertifikatslösung, Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, grandfathering, Allokationsplan.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Handel mit Emissionszertifikaten als umweltpolitisches Instrument zur Reduktion von Treibhausgasen, insbesondere CO2, in der Europäischen Union.
Die Arbeit deckt die theoretischen ökonomischen Grundlagen des Marktversagens ab, analysiert praktische Erfahrungen aus den USA und Europa und bewertet das geplante EU-Emissionshandelssystem im Vergleich zu anderen Instrumenten.
Das primäre Ziel ist es, die Funktionsweise des Emissionshandels zu erläutern und zu untersuchen, unter welchen Bedingungen dieses Instrument ökologisch effektiv und ökonomisch effizient zur Erreichung der Klimaschutzziele eingesetzt werden kann.
Der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse ökonomischer Theorien sowie eine deskriptive Auswertung von Erfahrungen mit realen Emissionshandelssystemen und des geplanten rechtlichen Rahmens der EU.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Allmendegüter, externe Effekte), die Aufarbeitung existierender Erfahrungen (USA, Schweiz, Dänemark, UK) sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der EU-Richtlinie und den spezifischen Herausforderungen bei deren Umsetzung.
Die zentralen Schlagworte sind Emissionshandel, Kyoto-Protokoll, CO2-Zertifikate, ökonomische Effizienz und marktwirtschaftliche Instrumente im Umweltschutz.
Der Autor sieht das „grandfathering“ als eine politisch durchsetzbare Methode, die Planungssicherheit bietet, mahnt aber an, dass sie Neuemittenten benachteiligen kann, weshalb er modifizierte Ansätze wie Reservepools empfiehlt.
Der Autor prognostiziert langfristig positive Effekte für Deutschland durch die technologische Führung im Bereich emissionsfreier Energien, warnt jedoch vor kurzfristigen Strukturproblemen und empfiehlt eine gezielte steuerliche Behandlung der Zertifikate.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

