Diplomarbeit, 2004
77 Seiten, Note: 1,7
1. Outsourcing in der Automobilindustrie
1.1. Outsourcing – Problemstellung
1.2. Die „Strategische Outsourcing“-Entscheidung in der Automobilindustrie
2. Das Geschäftsmodell der Automobilindustrie
2.1. Das Geschäftprozessmodell
2.2. Die Wertschöpfungskette
2.3. Supply Chain Management
3. Outsourcing
3.1. Outsourcing im Allgemeinen
3.1.1. Begriffsdefinition
3.1.2. Historie des Outsourcing
3.1.3. Gründe und Ziele
3.2. Outsourcing und die Automobilindustrie
4. Entscheidungsmodelle für strategisches Outsourcing
4.1. Begriffsdefinitionen und –Abgrenzungen
4.1.1. Strategie
4.1.2. Entscheidungsmodell
4.2. Abgrenzung von strategischem und nicht strategischem Outsourcing
4.2.1. Kernkompetenzen
4.2.2. Business Process und Business Transformation Outsourcing
4.3. Entscheidungsmodelle für strategisches Outsourcing
4.3.1. Anforderungsprofil für die Modellevaluation
4.3.2. Modelle für das „Strategische Outsourcing“
4.3.2.1. Technologie-Portfolio-Methode
4.3.2.2. Geschäftsprozess-Portfolio
4.3.2.3. „Competitive Advantage vs. Strategic Vulnerability“ nach Quinn & Hilmer
4.3.2.4. Strategischer Beschaffungsprozess nach Venkatesan
4.3.2.5. Outsourcing-Entscheidung nach Tayles und Drury
4.3.2.6. Entscheidungsprozess für In- und Outsourcing nach Freytag und Kirk
4.3.3. Modellevaluation
5. Kritische Betrachtung der Modelle für das „Strategische Outsourcing“
5.1. Grenzen der Modelle
5.2. Implikationen für Modelle der strategischen Outsourcing-Entscheidung
6. Zusammenfassung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen
6.1. Schlussfolgerungen für das Strategische Outsourcing in der Automobilindustrie
6.2. Ausblick auf weitere Forschung
Die Arbeit untersucht die strategischen Aspekte des Outsourcings innerhalb der Automobilindustrie, mit einem speziellen Fokus auf die "Upstream"-Zuliefererkette. Ziel ist es, Entscheidungsmodelle für "strategisches Outsourcing" zu evaluieren und Empfehlungen für eine effektive Auslagerungspraxis zu formulieren, die Wettbewerbsvorteile sichert.
4.3.3.1. Technologie-Portfolio-Methode
Die Technologie-Portfolio-Methode stellt ein Konzept dar, gleichrangig Produkt- und Produktionstechnik zu bewerten, in die Unternehmensplanung aufzunehmen und im Rahmen einer Verdichtung mit Hilfe der Portfolio-Technik abzubilden. Produkte und Prozesse werden in einem Portfolio zusammengefasst. Dieses besteht aus den Achsen Attraktivität, zusammengesetzt aus Weiterentwickelbarkeit, Zeitbedarf, Änderungsumfang der Anwendungsarten und Diffusionsverlauf, und Ressourcenstärke, gebildet aus Budgethöhe, Kontinuität des Budgets, Know-how Stand und Stabilität des Know-hows. Für die Bewertung werden repräsentative Produkte jeder Produktgruppe in ihre Funktionsgruppen zerlegt und diese bzgl. ihrer heutigen und zukünftigen Bedeutung für das Endprodukt in einer Expertenbefragung bewertet.
Danach können die erforderlichen Fertigungstechnologien (sowohl der Eigenfertigung als auch des Fremdbezugs) klassifiziert und die Entwicklung von Substitutionsmöglichkeiten und -Wahrscheinlichkeiten abgeschätzt werden. Die Funktionsgruppen und Fertigungstechnologien werden daraufhin mit Hilfe der jeweils zu erbringenden Fertigungsstunden miteinander verknüpft. Auf der Basis dieser Matrix werden Szenarien möglicher Produktionsstrukturen gebildet, die sich in der zugrunde liegenden Verfahrenstiefe sowie dem Fertigungsumfang (Produktkomponenten) unterscheiden. Für die „make or buy“-Entscheidung wird empfohlen, grundsätzlich technologisch attraktive Teile mit hoher Ressourcenstärke auf zukunftsträchtigen Produktionstechnologien zu fertigen, während Teile mit reifen Produkt- und Produktionstechnologien fremdbezogen werden sollten.
1. Outsourcing in der Automobilindustrie: Beleuchtet den aktuellen Umbruch in der Automobilproduktion, bei dem Zulieferer zunehmend Entwicklungs- und Produktionsaufgaben übernehmen.
2. Das Geschäftsmodell der Automobilindustrie: Analysiert das Geschäftsprozessmodell und die Wertschöpfungskette der Industrie sowie den Transformationsprozess im Supply Chain Management.
3. Outsourcing: Bietet eine allgemeine Einführung in die Outsourcing-Thematik inklusive Historie, Definitionen, Gründen und Zielen.
4. Entscheidungsmodelle für strategisches Outsourcing: Definiert das "Strategische Outsourcing", grenzt zentrale Begriffe ab und stellt verschiedene Entscheidungsmodelle für die Praxis vor.
5. Kritische Betrachtung der Modelle für das „Strategische Outsourcing“: Bewertet die zuvor vorgestellten Modelle hinsichtlich ihrer Eignung, die Zielgrößen strategischen Outsourcings abzubilden.
6. Zusammenfassung, Schlussfolgerungen und Empfehlungen: Fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet Empfehlungen für die strategische Outsourcing-Praxis und zukünftige Forschungsfelder ab.
Outsourcing, Automobilindustrie, Strategisches Outsourcing, Wertschöpfungskette, Kernkompetenzen, Entscheidungsmodelle, Zuliefermanagement, Business Process Outsourcing, Business Transformation Outsourcing, Make-or-Buy-Entscheidung, Lieferantenqualität, Wettbewerbsvorteil, Prozessorganisation, Fertigungstiefe, Schnittstellenmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Relevanz von Outsourcing in der Automobilindustrie und wie Unternehmen fundierte Entscheidungen über die Auslagerung von Prozessen treffen können.
Zentrale Themen sind die Veränderung der Wertschöpfungsketten, die Konzentration auf Kernkompetenzen sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern (OEMs) und ihren Zulieferern.
Das Ziel ist die kritische Evaluation existierender Entscheidungsmodelle für "strategisches Outsourcing", um zu bestimmen, welche Kriterien für eine effektive Outsourcing-Entscheidung in der Automobilbranche maßgeblich sind.
Es wird eine fundierte Literaturanalyse durchgeführt, die in der Entwicklung eines Anforderungsprofils und einer vergleichenden Evaluation von sechs spezifischen Outsourcing-Entscheidungsmodellen mündet.
Der Hauptteil analysiert das Geschäftsmodell der Automobilindustrie, definiert theoretische Grundlagen des strategischen Outsourcings und vergleicht diverse Portfolio- und Entscheidungsmatrix-Ansätze anhand interner und externer Bewertungskriterien.
Wichtige Begriffe sind Outsourcing, Automobilindustrie, Kernkompetenzen, Wertschöpfungskette, Entscheidungsmodelle, Make-or-Buy und Lieferantenqualität.
Weil es die dritte Phase des Outsourcings beschreibt, bei der die gesamte Wertschöpfungskette und das Geschäftsmodell neu organisiert werden, um durch Innovationen und effiziente Partner-Netzwerke nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Sie dienen als zentrales Kriterium: Aktivitäten, die den Kern der Wertschöpfung bilden und einzigartige Wettbewerbsvorteile schaffen, sollten zwingend "inhouse" verbleiben, während nicht-kritische Prozesse ausgelagert werden können.
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