Examensarbeit, 2003
39 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Theoretische Vorüberlegungen bezüglich notwendiger Voraussetzungen zum Interneteinsatz im Geschichtsunterricht
1.2. Pädagogische und fachdidaktische Überlegungen zum Einsatz des Internets im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II
1.3. Fachdidaktische Entfaltung des Themas
1.4. Didaktische Überlegungen zur Unterrichtsreihe
2. Planung der Unterrichtssequenz
2.1. Darstellung der einzelnen Unterrichtsstunden der Unterrichtssequenz
2.1.1. Erste Stunde: Hinwendung zur Sekundärliteratur; Umfrage und Stellungnahmen zur Glaubwürdigkeit von Internetseiten
2.1.2. Zweite Stunde: Erstellen eines Kriterienkataloges zur Glaubwürdigkeit von Internetseiten; Informationsbeschaffung im Internet
2.1.3. Dritte Stunde : Sichtung und Auswertung der Materialien nach Inhalt und Glaubwürdigkeit
2.1.4. Vierte Stunde: Vergleich der Gruppenergebnisse und erneute Umfrage; Besprechung von Internetseiten mit potentiell hoher Glaubwürdigkeit; Abschluss der Reihe: Fazit zur Leitfrage
3. Schluss
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines fachdidaktischen Konzeptes, das Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II dazu befähigt, einen kritischen, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit Internetinformationen zu erlernen, insbesondere im Kontext historischer Themenstellungen wie der Fremdenproblematik der Perserkriege.
1.3. Fachdidaktische Entfaltung des Themas
Neben soeben benannten möglichen Vorzügen des Interneteinsatzes im Schulunterricht wird in der Fachdidaktik des Faches Geschichte eine Reihe von Problemen aufgeführt, die sich bei der Nutzung des Internets ergeben können. Diese Probleme resultieren größtenteils aus der grundsätzlichen Struktur des Internets, auf das ich an dieser Stelle kurz eingehen möchte. Das Internet besteht vereinfacht gesagt aus Computern, die via Telefonleitung weltweit verbunden sind.
Alle im Internet abrufbaren Informationen werden auf den Festplatten speziell dafür bereitgestellter Computer (sog. Server) gespeichert und können (theoretisch) von jedem Computer der Welt abgerufen werden, der ebenfalls mit diesem Netzwerk verbunden ist. Dabei steht es grundsätzlich jedem offen (Privatpersonen, öffentlichen und privaten Institutionen usw.), digitale Daten in dieses Netzwerk einzuspeisen. Eine Einschränkung dieser Veröffentlichungsfreiheit (Kontrolle oder Zensur dieser Daten) wird dabei ausschließlich von Seiten einzelner Staaten vorgenommen, wenn der Inhalt dieser Daten gegen die dort geltenden Gesetzte verstößt.
Konkret heißt dies, dass es prinzipiell jedem, der über die nötige Ausrüstung und das nötige Know-how verfügt, freisteht, „beliebige“ Informationen im Internet zu publizieren, die dort wiederum jedem zugänglich sind. Dadurch entsteht zwar eine ungeheure Vitalität und Vielfältigkeit von Angeboten, aber auch eine Reihe von gewichtigen Problemen ist die Folge dieser grundlegend „offenen Struktur“.
1. Einleitung: Diese Einleitung reflektiert persönliche Beobachtungen zur Defiziten bei der Internetnutzung von Schülern und begründet die Notwendigkeit einer Förderung der kritischen Haltung und Medienkompetenz im Geschichtsunterricht.
2. Planung der Unterrichtssequenz: In diesem Kapitel wird eine strukturierte Unterrichtsreihe über sechs Stunden entworfen, die handlungs- und projektorientierte Ansätze zur kritischen Auseinandersetzung mit Internetquellen verbindet.
3. Schluss: Das Fazit fasst die Lehrerrollen des Unterrichtens und Erziehens zusammen und betont den Stellenwert des Konzepts als innovativen Beitrag zur Fachdidaktik im Multimediazeitalter.
Medienkompetenz, Geschichtsunterricht, Internet, Glaubwürdigkeit, Quellenkritik, Fremdenproblematik, Perserkriege, handlungsorientierter Unterricht, Information, digitale Medien, Sekundarstufe II, historisches Lernen, Ideologiekritik, Unterrichtsplanung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Unterrichtskonzepts, das den verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit dem Internet als Medium historischen Lernens in der Sekundarstufe II fördert.
Im Zentrum stehen die Medienkompetenz, die Quellenkritik, die Bewertung von Informationen hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit sowie die fachdidaktische Integration des Internets in den Geschichtsunterricht.
Das Ziel ist es, Schülern die notwendigen Qualifikationen zu vermitteln, um Internetquellen kritisch zu hinterfragen und die Qualität von Informationen methodisch zu prüfen.
Die Arbeit stützt sich auf didaktische Reflexionen, fachdidaktische Literaturanalyse sowie die Erstellung und Erprobung handlungsorientierter Unterrichtsentwürfe.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Voraussetzungen für den Computereinsatz, fachdidaktische Problemanalysen (wie fehlende Qualitätsstandards im Netz) und eine konkrete Unterrichtssequenz zur Fremdenproblematik in den Perserkriegen.
Die wichtigsten Begriffe sind Medienkompetenz, Glaubwürdigkeit, Quellenkritik, Internet und historisches Lernen.
Der Lehrer agiert als Prozesshelfer, der nicht fertige Lösungen vorgibt, sondern durch gezielte Impulsfragen und Beratung den eigenständigen Erkenntnisprozess der Schüler unterstützt.
Die Perserkriege dienen als Fallbeispiel, um die Instrumentalisierung von Fremdenbildern aufzuzeigen, was ideal geeignet ist, um Quellen- und Ideologiekritik auch auf moderne Internetbeiträge zu übertragen.
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