Diplomarbeit, 2004
83 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.2.1 Themeneingrenzung
1.2.2 Aufbau der Arbeit
2. Portfoliotheoretische Grundlagen
2.1 Modellansätze in der Portfoliotheorie
2.1.1 Das Markowitz-Modell
2.1.1.1 Rendite- bzw. Risikokennzahlen
2.1.1.2 Effiziente Portfoliokonstellationen
2.1.2 Auf Markowitz aufbauende Portfolio- und Kapitalmarktmodelle
2.1.2.1 Das Index-Modell
2.1.2.2 Das Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.1.2.3 Die Arbitrage Pricing Theory (APT)
2.2 Elemente der modernen Portfoliotheorie
2.2.1 Anlegeranalyse
2.2.2 Finanzanalyse
2.2.3 Risikoanalyse
2.2.4 Nutzenanalyse
3. Derivative Instrumente zur Portfolioabsicherung
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Charakteristika von Termingeschäften
3.2.1 Unbedingte und bedingte Termingeschäfte
3.2.2 Börsengehandelte und OTC-Geschäfte
3.3 Standardisierte derivative Produkte
3.3.1 Futures
3.3.2 Optionen
3.4 Charakteristika von Optionen
3.4.1 Spezifizierung von Aktienoptionen
3.4.2 Optionspositionen
3.4.2.1 Kauf einer Kaufoption (Long Call)
3.4.2.2 Kauf einer Verkaufoption (Long Put)
3.4.2.3 Verkauf einer Kaufoption (Short Call)
3.4.2.4 Verkauf einer Verkaufoption (Short Put)
3.4.3 Preisbildung bei Optionen
3.4.3.1 Innerer Wert und Zeitwert einer Option
3.4.3.2 Determinanten des fairen Optionspreises
3.4.3.2.1 Restlaufzeit
3.4.3.2.2 Volatilität des Basiswertes
3.4.3.2.3 Erwartete Dividendenzahlung
3.4.3.2.4 Risikofreier Geldmarktzins
3.4.3.3 Bestimmung des fairen Optionspreises
3.4.4 Optionsstrategien
3.4.4.1 Spekulationsstrategien
3.4.4.2 Arbitragestrategien
3.4.4.3 Absicherungsstrategien
3.4.4.3.1 Protective Put
3.4.4.3.2 Participating Forward
3.4.4.3.3 Risk Reversal
4. Modellannahmen dieser Arbeit
4.1 Aufbau der Analysen
4.1.1 Modellportfolio
4.1.2 Definition des Anlagezieles
4.1.3 Grundsätzliche Vorgehensweise
4.2 Portfoliotheoretische Kennzahlen
4.2.1 Erwartungswerte der Renditen
4.2.2 Quantifizierung der Risiken
4.2.2.1 Risiken der einzelnen Anlagen
4.2.2.2 Korrelation zwischen den Anlagen
4.2.3 Nutzenfunktionen der Investoren
4.3 Optimierungsmodell
4.4 Derivatetechnische Kennzahlen
4.4.1 Allgemeine Annahmen
4.4.2 Absicherungsniveau
4.4.3 Bestimmung der Optionspreise
5. Portfoliooptimierung
5.1 Portfoliooptimierung ohne Einsatz von Optionen
5.2 Portfolioabsicherung mit Protective Puts
5.2.1 Vorüberlegungen
5.2.1.1 Definition der abzusichernden Aktien
5.2.1.2 Definition der Absicherungsniveaus
5.2.2 Portfoliotheoretische Kennzahlen bei Absicherung
5.2.2.1 Rendite-Erwartungswerte
5.2.2.2 Varianz-Kovarianz-Matrizen
5.2.3 Analysen der Absicherungswirkung
5.2.3.1 Rendite- und Varianz-Analyse
5.2.3.2 Portfolio-Analyse
5.3 Portfolioabsicherung mit Participating Forwards
5.3.1 Portfoliotheoretische Kennzahlen bei Absicherung
5.3.1.1 Rendite-Erwartungswerte
5.3.1.2 Varianz-Kovarianz-Matrizen
5.3.2 Analysen der Absicherungswirkung
5.3.2.1 Rendite- und Varianz-Analyse
5.3.2.2 Portfolio-Analyse
5.4 Portfolioabsicherung mit Risk Reversals
5.4.1 Portfoliotheoretische Kennzahlen bei Absicherung
5.4.1.1 Rendite-Erwartungswerte
5.4.1.2 Varianz-Kovarianz-Matrizen
5.4.2 Analysen der Absicherungswirkung
5.4.2.1 Rendite- und Varianz-Analyse
5.4.2.2 Portfolio-Analyse
5.5 Vergleich der Absicherungs-Strategien
6. Abschließende Betrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss derivativer Finanzinstrumente auf die optimale Zusammenstellung eines Aktienportfolios zu untersuchen, um unter Berücksichtigung von Rendite und Risiko eine Optimierung der Portfoliostruktur zu erreichen.
3.4.1 Spezifizierung von Aktienoptionen
Deutsche Aktienoptionen beziehen sich, bis auf wenige Ausnahmen, auf ein Volumen von 100 Aktien des zugrundeliegenden Basiswertes. Ein Kontrakt verbrieft somit das Recht, zu erwerben (Call) bzw. zu veräußern (Put). Der Basispreis wird bei Vertragsschluß vereinbart und legt fest, zu welchem Preis die Aktien bei Optionsausübung geliefert werden müssen. Weiterhin wird zwischen mehreren Fälligkeitsterminen differenziert. Der Verfalltag einer Option drückt dabei aus, bis wann das Optionsrecht ausgeübt werden kann. Aktienoptionen an der EUREX verfallen stets am dritten Freitag jeden Monats. Für in Deutschland handelbare Aktien bietet die Terminbörse eine Vielzahl von Basispreisen und Verfallterminen an, die hinsichtlich ihrer Ausgestaltung standardisiert sind. Bezüglich detaillierten und stets aktuellen Kontraktspezifikationen sei an dieser Stelle auf die Homepage der EUREX: http://www.eurexchange.com/products/EDE.html verwiesen.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung von Kapitalmärkten sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit, ein Aktienportfolio mittels Derivaten zu optimieren.
2. Portfoliotheoretische Grundlagen: Erläuterung der Markowitz-Portfolio-Theorie sowie auf ihr aufbauende Modelle wie das CAPM und die APT zur Quantifizierung von Rendite und Risiko.
3. Derivative Instrumente zur Portfolioabsicherung: Detaillierte Betrachtung von Termingeschäften und Optionen, inklusive deren Charakteristika, Preisbildung und spezifischen Absicherungsstrategien.
4. Modellannahmen dieser Arbeit: Definition der Vorgehensweise und Kennzahlen für das Modellportfolio sowie Festlegung der Rahmenbedingungen für die anschließenden Analysen.
5. Portfoliooptimierung: Praktische Untersuchung der Portfolio-Performance bei Anwendung verschiedener Absicherungsstrategien (Protective Put, Participating Forward, Risk Reversal) unter Einsatz von Nutzenfunktionen.
6. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Feststellung, dass der Einsatz von Derivaten einen positiven Einfluss auf die Rendite-Risiko-Performance ausüben kann.
Portfoliooptimierung, Markowitz-Modell, Derivative Finanzinstrumente, Optionen, Aktienportfolio, Absicherungsstrategien, Protective Put, Participating Forward, Risk Reversal, Rendite, Risiko, Nutzenfunktion, Kapitalmarkt, Finanzanalyse, Termingeschäfte
Die Arbeit analysiert, ob und wie die Portfolio-Struktur eines reinen Aktienportfolios durch den gezielten Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in Bezug auf Rendite und Risiko optimiert werden kann.
Im Zentrum stehen die Portfoliotheorie nach Markowitz, die Theorie und Preisbildung von Optionen sowie der praktische Einsatz von Absicherungsinstrumenten zur Risikominimierung.
Das Ziel ist die Maximierung des Nutzens für verschiedene Investorentypen durch den Einsatz von Absicherungsstrategien bei gleichzeitigem Vergleich der resultierenden Portfoliokennzahlen.
Es wird eine mathematische Portfoliooptimierung durchgeführt, die auf dem Modell von Markowitz basiert und mittels einer Optimierungssoftware (Lingo 8.0) gelöst wird, um die optimalen Anteile der Aktien unter Berücksichtigung von Nutzenfunktionen zu ermitteln.
Der Hauptteil befasst sich nach der theoretischen Fundierung mit der konkreten Anwendung von Absicherungsstrategien wie Protective Put, Participating Forward und Risk Reversal auf ein Beispielportfolio aus acht deutschen Standardaktien.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Portfoliooptimierung, derivative Finanzinstrumente, Optionen, Risikominimierung und Nutzenfunktion beschreiben.
Die Analysen zeigten, dass der Protective Put bei einem Absicherungsniveau von 10% für alle betrachteten Investorentypen eine sehr effiziente Lösung zur Nutzenmaximierung darstellt.
Die SAP-Aktie weist eine hohe Rendite-Erwartung bei gleichzeitigem hohen Risiko auf, was sie zu einem zentralen Element bei der Portfolio-Gewichtung und -Optimierung macht, da ihre Risikoeigenschaften durch die gewählten Absicherungsstrategien maßgeblich beeinflusst werden.
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