Diplomarbeit, 2002
103 Seiten, Note: 2
EINLEITUNG
1 TEIL I: BILDUNG UND ERZIEHUNG
1.1 PÄDAGOGISCHER ANSATZ
1.1.1 Zusammenfassung der drei Ansätze
1.2 BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSINSTITUTION KINDERGARTEN
1.2.1 Bildung
1.2.2 Mediale Bildung und Erziehung im Kindergarten
1.2.3 Verständnis von Medienpädagogik
1.2.4 Gründe für gewaltorientierten Film- und Spielekonsum
1.2.5 Medienpädagoische Elternarbeit
1.3 PÄDAGOGIK DES HÖRENS
1.4 ZUSAMMENFASSUNG TEIL I
TEIL II: RECHTSGRUNDLAGEN UND FINANZIERUNG
2.1 RECHTLICHER ANSATZ
2.1.1 Rechtliche Grundlagen von Bildung und Jugendmedienschutz im Kindergarten
2.1.2 Jugendmedienschutz im Kindergarten
2.1.3 Rechtlicher Ansatz von medienpädagogischer Elternarbeit
2.2 FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN VON PROJEKTEN
2.3 URHEBERRECHT
2.3.1 Darstellung der Werkarten
2.3.2 Schranke zugunsten der Forschung und Wissenschaft
2.3.3 Rechtlicher Einsatz von Medien in der Pädagogik
2.4 ZUSAMMENFASSUNG DES TEIL II
3 TEIL III: PRAXISPROJEKT
3.1 BESCHREIBUNG DER EINRICHTUNG
3.2 MULTIPLIKATOREN SCHULUNG
3.3 DAS PROJEKT MIT DEN KINDERN
3.4 ZUSAMMENFASSUNG DES TEIL III
4 TEIL IV RESÜMEE
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Stellenwert des Jugendmedienschutzes im Kindergarten. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob der Kindergarten eine Bildungsinstitution darstellt, die Kindern den notwendigen Schutzraum bietet und gleichzeitig Medienkompetenz vermittelt, anstatt lediglich als Aufbewahrungsort zu fungieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie medienpädagogische Arbeit in einem vernetzten Konzept in der Praxis umgesetzt werden kann.
1.2.4 Gründe für gewaltorientierten Film- und Spielekonsum
Anstatt monokausal Computerspiele und gewaltverherrlichende Kino- und Fernsehfilme und deren vermutlichen Auswirkungen auf jugendliche Aggressivität zu verurteilen erscheint es sinnvoll, zunächst nach den Gründen zu fragen, aus denen heraus besagte Jugendliche diese Spiele und Filme gegenüber anderen, weniger gewaltvolleren, bevorzugen.
Es wird davon ausgegangen, dass generell jene Spiele oder Filme Faszination auf die Benutzer ausüben, die „irgend etwas“ im Menschen ansprechen oder bestätigen, das sowohl für sein reales Leben als auch für seine Innenwelt gleichermaßen von Bedeutung sind. Das können Hobbys, Interessen, generelle Lebenssituationen oder persönliche Eigenschaften der Spieler sein, die im Spiel oder Film fortgeführt werden. Andersherum können aber auch gerade solche Situationen faszinierend sein, die in der Realität nicht umsetzbar sind. In diesen Fällen hat das Spiel oder der Film eine kompensatorische Wirkung. In beiden Fällen findet eine sogenannte strukturelle Kopplung statt, die für die große Faszinationskraft verantwortlich ist.
Bleibt also die Frage, warum gerade gewaltvolle Medieninhalte diesen Prozeß so oft auslösen. Dafür gibt es mehrere Antworten:
Nach Bruno Bettelheim sollen Medien Kindern eine fruchtbare Auseinandersetzung mit realen Ängsten ermöglichen. Zwar beschäftigte Bettelheim sich in seinen Ausführungen mit Märchen, doch gibt es mehrere Anschlußstudien in denen davon ausgegangen wird, dass die Geschichten moderner Medien ähnliche Funktionen für ihre Benutzer haben. Sie bieten nach Hengst Identifikationsfiguren, die sich zur symbolischen Auseinandersetzung mit Ohn- und Allmachtsphantasien von Kindern und Jugendlichen eignen.
1. TEIL I: BILDUNG UND ERZIEHUNG: Dieses Kapitel erläutert theoretische pädagogische Ansätze von Armin Krenz, Paulo Freire und der Reggiopädagogik und deren Bedeutung für die Medienpädagogik im Kindergarten.
2. TEIL II: RECHTSGRUNDLAGEN UND FINANZIERUNG: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Jugendmedienschutz und Bildungsaufträge im Kindergarten sowie Strategien zur Projektfinanzierung, etwa durch Sponsoring, behandelt.
3. TEIL III: PRAXISPROJEKT: Dieser Teil beschreibt die konkrete Durchführung eines Fotoprojekts mit Kindern in einer Hamburger Einrichtung, inklusive einer Multiplikatorenschulung für das pädagogische Personal.
4. TEIL IV RESÜMEE: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Diplomarbeit und betont die Notwendigkeit von Vernetzung und konzeptionellem Arbeiten für eine hochwertige pädagogische Qualität.
Jugendmedienschutz, Kindergarten, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Bildungsauftrag, Sponsoring, Urheberrecht, Situationsorientierter Ansatz, Digitale Medien, Sozialarbeit, Medienkritik, Kindheit, Pädagogik des Hörens, Vernetzung, Praxisprojekt.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle des Jugendmedienschutzes im Kindergarten und untersucht, wie moderne Medien in den Bildungsauftrag integriert werden können.
Die zentralen Themen sind pädagogische Konzepte, rechtliche Grundlagen der Jugendhilfe, Finanzierung von Projekten durch Sponsoring und die praktische medienpädagogische Arbeit mit Kindern.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie ErzieherInnen Medienkompetenz bei Kindern fördern können, anstatt Medienkonsum bloß zu verbieten oder zu ignorieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer dokumentierenden Fallstudie eines Praxisprojekts in einem Kindergarten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und eine detaillierte Beschreibung eines Praxisprojekts zur Fotografie mit Kindern.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Medienkompetenz, Kindergarten, Jugendmedienschutz und vernetztes Arbeiten.
Der Autor argumentiert, dass eine einzige Einrichtung nicht alle Ressourcen und das Fachwissen für komplexe Projekte vorhalten kann. Eine Vernetzung mit Schulen oder Jugendzentren schont Ressourcen und verbessert die Bildungsqualität.
Das Urheberrecht ist für den Autor ein unverzichtbares Basiswissen für pädagogische Fachkräfte, um Medien sicher und rechtmäßig im Kindergartenalltag zu verwenden.
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