Diplomarbeit, 2003
70 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung, Ziel und Gang der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Grundlagen zur Prozessorganisation
2.1.1 Charakteristik und Stellenwert der Prozessorganisation
2.1.2 Ziele der Prozessorganisation
2.1.3 Aufgaben der Prozessorganisation
2.2 Grundlagen zur Warenversorgung im Handel
2.2.1 Charakteristik und Stellenwert des Handels
2.2.2 Warenversorgung als kritischer Geschäftsprozess des Handels
3 Stand der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel
3.1 Abgrenzung des Betrachtungsgegenstands
3.2 Analyse und Darstellung des Warenversorgungsprozesses
3.2.1 Analyse und Darstellung des Gesamtprozesses
3.2.2 Analyse und Darstellung der Teilprozesse
3.2.2.1 Beschaffungslogistik
3.2.2.2 Lagerhaltung
3.2.2.3 Distributionslogistik
3.3 Gestaltungskonzepte zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses
3.3.1 Technologieorientierte Gestaltungskonzepte
3.3.2 Logistikorientierte Gestaltungskonzepte
3.3.3 Organisationsorientierte Gestaltungskonzepte
4 Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel
4.1 Aktuelle Trends und Entwicklungen bei den beteiligten Partnern
4.1.1 Trends und Entwicklungen im Handel
4.1.2 Trends und Entwicklungen in der Konsumgüterindustrie
4.2 Auswirkung der Trends und Entwicklungen auf die Gestaltung des Warenversorgungsprozesses
4.2.1 Auswirkungen auf den Gesamtprozess
4.2.2 Auswirkungen auf die Teilprozesse
4.2.2.1 Beschaffungslogistik
4.2.2.2 Lagerhaltung
4.2.2.3 Distributionslogistik
4.3 Zukünftige Gestaltungskonzepte zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses
4.3.1 Zukünftige technologieorientierte Gestaltungskonzepte
4.3.2 Zukünftige logistikorientierte Gestaltungskonzepte
4.3.3 Zukünftige organisationsorientierte Gestaltungskonzepte
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stand sowie die zukünftigen Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im deutschen filialisierten Lebensmitteleinzelhandel, um Potenziale zur Prozessoptimierung aufzuzeigen.
3.2.2.1 Beschaffungslogistik
Die Beschaffungslogistik hat die Aufgabe der bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Versorgung der Handelsunternehmung mit Waren. Sie stellt die Schnittstelle zwischen der Handelsunternehmung und ihren Lieferanten dar. Ihre Kernziele sind die Sicherung eines stetigen Warenflusses, die kontinuierliche Verkürzung von Lieferzeiten sowie die Minimierung der Kosten des Warenflusses.
Generell werden drei Prinzipien der Warenbeschaffung unterschieden: Einzelbeschaffung im Bedarfsfall, Vorratsbeschaffung und verbrauchs- bzw. nachfragesynchrone Beschaffung. Im klassischen filialisierten Lebensmitteleinzelhandel handelt es sich fast ausschließlich um sog. Vorratsbeschaffungen, d.h. die Ware wird in einem oder mehreren Zentral- oder Regionallagern der Handelsunternehmung bereitgehalten und steht bei auftretendem Bedarf innerhalb kurzer Zeit den Filialen zur Verfügung. Durch den Bezug größerer Warenmengen können bei der Vorratsbeschaffung Größenvorteile und entsprechende Kosteneinsparungen z.B. durch Mengenrabatte verwirklicht werden. Diese minimierten Beschaffungskosten sind jedoch mit gegenläufigen Kapitalbindungs- und Lagerhaltungskosten verbunden.
Der Beschaffungslogistikprozess umfasst die Vorgänge Bedarfsermittlung, Bestellmengenberechnung, Übermittlung der Bestellung, Warentransport, Wareneingang und Warenkontrolle. Für die Bedarfsermittlung im Lebensmitteleinzelhandel bieten sich zwei Verfahren an. Bei der verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung erfolgt die Prognose künftiger Artikelbedarfe auf Basis des aktuellen Lagerbestands oder der Abverkaufsmengen in den Filialen. Handelt es sich um Produkte, die neu in das Sortiment aufgenommen werden und für die noch keine ausreichende Datenbasis vorhanden ist, muss der Artikelbedarf durch eine Bedarfsschätzung ermittelt werden.
1 Problemstellung, Ziel und Gang der Arbeit: Einführung in das wettbewerbsintensive Marktumfeld des Handels und Definition der Zielsetzung, den Stand und die Trends der Prozessorganisation in der Warenversorgung theoretisch zu analysieren.
2 Grundlagen: Erläuterung theoretischer Grundlagen der Prozessorganisation sowie der spezifischen Anforderungen an die Warenversorgung im Handelssektor.
3 Stand der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel: Analyse der bestehenden Prozessstrukturen sowie der aktuellen technologie-, logistik- und organisationsorientierten Gestaltungskonzepte im filialisierten Lebensmitteleinzelhandel.
4 Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel: Untersuchung aktueller Trends in Industrie und Handel und deren Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung und Optimierung der Versorgungsprozesse.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die strategische Bedeutung einer prozessorientierten, kooperativen Warenversorgung für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Prozessorganisation, Warenversorgung, Lebensmitteleinzelhandel, Prozessanalyse, Beschaffungslogistik, Lagerhaltung, Distributionslogistik, Efficient Consumer Response, Supply Chain Management, Outsourcing, Prozessoptimierung, RFID, EDI.
Die Arbeit analysiert den Stand und die Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation im Bereich der Warenversorgung innerhalb des deutschen filialisierten Lebensmitteleinzelhandels.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Prozessorganisation, Logistik (Beschaffungs-, Lager- und Distributionslogistik) sowie Managementkonzepte zur Prozessoptimierung im Kontext der Kooperation zwischen Industrie und Handel.
Ziel ist es, den derzeitigen Stand der Prozessorganisation bei der Warenversorgung auf Basis einer Prozessanalyse theoretisch zu erfassen und zukünftige Optimierungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung von Markttrends aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Prozessanalyse der Warenversorgung im Handel basiert, um Potenziale für Effizienz- und Kostenverbesserungen mittels Prozessorganisation abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Prozessorganisation (Kapitel 3) und eine darauf aufbauende Untersuchung künftiger Trends und Entwicklungstendenzen (Kapitel 4), jeweils unterteilt in technologische, logistische und organisatorische Konzepte.
Zentrale Begriffe sind Prozessorganisation, Warenversorgung, Lebensmitteleinzelhandel, Supply Chain Management, ECR (Efficient Consumer Response), VMI (Vendor Managed Inventory) und Cross Docking.
RFID wird als zukünftiges, technologieorientiertes Gestaltungskonzept hervorgehoben, das eine berührungslose Identifikation und Verfolgung von Waren ermöglicht, wodurch die Datentransparenz und Prozessgeschwindigkeit signifikant erhöht werden können.
Die Autorin diskutiert Outsourcing als Mittel zur Komplexitätsreduktion und Kostenverlagerung, weist jedoch auf die Gefahr eines Autonomieverlusts und die zunehmende Abhängigkeit vom Dienstleister hin, weshalb sie die Entstehung von Zwischenformen wie Logistik-Profit-Centern beobachtet.
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