Forschungsarbeit, 2004
23 Seiten, Note: 2
1. Einführung
2. Grundlagen: die Isolierung
3. Grundlagen: der Netz durch Land und Meer
4. Medium Tiefseekabel
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Unterwassertelegraphie im 19. Jahrhundert und analysiert die technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen bei der Etablierung von Seekabeln als Kommunikationsmedium.
Medium Tiefseekabel
„Wohl war die Hauptsache, dass die Leitung überhaupt durch Wasser hindurch geführt werden könne; aber die submarine Leitung musste alsbald in so überwiegender Bedeutung gegenüber den etwaigen Leitungen durch Flüsse und Landseen erscheinen, dass ihr Spezialname zum Gesamtnamen erhoben wurde.“55 Schreibt Karl Knies 1857, als das transatlantische Kabel noch ein Traum war. Das Tiefseekabel war schon in seiner Geburtsstunde Kult.
Das Tiefseekabel und das Wasserkabel überhaupt mussten vollkommen anders konzipiert werden als die oberirdischen Telegraphenleitungen. Trotz der in beiden Fällen erforderlichen Nötigkeit der Isolation, war die Isolierung anders. Gesitbeck stellt fest, dass das Telegraphenkabel sehr verschieden sein kann, abhängig davon, wo es eingesetzt wird. Folgende Faktoren haben Einfluss auf den Aufbau des Kabels: Wo wird es eingesetzt? In welcher Tiefe? Ob es besonderen Gefahren oder großen Reibung ausgesetzt ist? Generell wurde die Seele des Kabels aus Kupfer hergestellt. Am Anfang hat man ein Kupferdraht benutzt, später setzte sich die Methode durch, dass man mehrere dünne Kupferdrähte zusammengedreht hat, damit das Kabel flexibler wird und es trotz Reißens des einen oder mehreren Drähten leitungsfähig bleibt.
1. Einführung: Es wird die Bedeutung der Telegraphie als erste globale Kommunikationsrevolution und die Entstehung des Seekabels im 19. Jahrhundert thematisiert.
2. Grundlagen: die Isolierung: Dieser Abschnitt behandelt die Anfänge der Telegraphentechnik an Land und die entscheidende Entdeckung der Guttapercha als Isolationsmaterial für Unterwasserleitungen.
3. Grundlagen: der Netz durch Land und Meer: Hier wird der Prozess der Kabellegung, die ersten gescheiterten Versuche und die Rolle maßgeblicher Pioniere wie Werner von Siemens und Cyrius W. Field beschrieben.
4. Medium Tiefseekabel: Dieses Kapitel erläutert die technischen Spezifikationen und die besonderen Anforderungen an Tiefseekabel im Vergleich zu Landleitungen sowie die Bedeutung der Überwachung während der Installation.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Auswirkungen des Seekabels auf die Gesellschaft und ordnet die Telegraphie als Fundament der modernen Informationsgesellschaft ein.
Telegraphie, Seekabel, Elektrizität, Unterwassertelegraphie, Guttapercha, Kommunikationsrevolution, Werner von Siemens, Tiefseekabel, Netzwerke, Signalübertragung, Wirtschaftsgeschichte, 19. Jahrhundert, Unterseeische Telegraphie.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Spezifizierung des Mediums Seekabel im 19. Jahrhundert und dessen entscheidender Rolle bei der Vernetzung der Kontinente.
Zentrale Themen sind die Entwicklung der Isolierungstechnik, die technischen Probleme bei der Verlegung von Kabeln in der Tiefsee und die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser neuen Verbindungsmöglichkeiten.
Ziel ist es, die Entwicklung der unterseeischen Telegraphie zu erläutern und aufzuzeigen, wie sie den Raum und die Zeit in der Kommunikation nachhaltig verändert hat.
Die Arbeit stützt sich auf eine historische Literaturanalyse, wobei zeitgenössische Quellen, Lebenserinnerungen von Pionieren wie Werner von Siemens und wissenschaftliche Dokumentationen des 19. Jahrhunderts ausgewertet werden.
Der Hauptteil widmet sich der technischen Evolution der Kabel, der Rolle großer Konzerne und der Bewältigung technischer Herausforderungen während der Verlegung, inklusive der Fehlerdiagnose mittels Spiegelgalvanometer.
Wichtige Begriffe sind Telegraphie, Seekabel, Guttapercha, Unterwassertelegraphie und die globale Vernetzung.
Sie ermöglichte erstmals die Herstellung dauerhaft isolierter Leitungen, die auch unter Wasser gegen Feuchtigkeit geschützt waren, was eine Grundvoraussetzung für jedes funktionierende Seekabel darstellte.
Siemens war nicht nur als Pionier der Isolierungstechnik tätig, sondern entwickelte durch seine Kabellegungstheorien und die Nutzung von Messinstrumenten wie dem Spiegelgalvanometer entscheidende Lösungen für die Verlegung in der Tiefsee.
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