Diplomarbeit, 2003
164 Seiten, Note: 1
EINLEITUNG
1. SYSTEMISCHE GRUPPENTHERAPIE
1.1 Systemische Therapie – eine kurze Einführung
1.1.1 Von der Familientherapie zur systemischen Therapie
1.1.2 Begriffsklärungen
1.2 Überlegungen zur systemischen Therapie in und mit Gruppen
1.2.1 Die Gruppe als soziales System
1.2.2 Systemische Gruppenpsychotherapie
1.3 Stand der Evaluationsforschung
1.3.1 Die Diskussion über die Evaluation systemischer Therapie und die angemessene Messung von Therapieerfolg
1.3.2 Überblick über die Beforschung systemischer Therapiekonzepte
2. DAS PILOTPROJEKT
2.1 Hintergrund der Entwicklung des Pilotprojektes
2.2 Konzeption des Pilotprojektes
2.2.1 Struktur der Arbeitsform in der Gruppe
2.2.2 Arbeitsorganisation der Therapeuten
2.2.3 Themen/ Inhalte der Gruppensitzungen
2.3 Die Teilnehmer
2.3.1 Störungsbilder und Eingangskriterien
2.3.2 Häufigkeit der Teilnahme an den Gruppensitzungen und Entwicklung der Gruppengröße
3. FRAGESTELLUNG
4. METHODISCHES VORGEHEN
4.1 Konzeption der Untersuchung
4.1.1 Methode der Datenerhebung – das narrative Interview
4.1.2 Die Geschichten der Teilnehmer
4.2 Durchführung der Interviews
4.2.1 Der Zugang zu den Interviewpartnern
4.2.2 Der Ablauf der Interviews
4.2.3 Memos
4.3 Aufbereitung und Auswertung der Interviews
4.3.1 Transkription der Interviewaufnahmen
4.3.2 Sequenzierung und Reduktion
4.3.3 Offenes Kodieren der Textsequenzen
4.3.4 Bündelung und Generalisierung
4.3.5 Zusammenfassende Fallrekonstruktion und Beantwortung der Forschungsfragen
5. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
5.1 Einzelfalldarstellungen
5.1.1 Fallporträt Herr S.
5.1.2 Fallporträt Frau B.
5.1.3 Fallporträt Herr Z.
5.1.4 Fallporträt Frau V.
5.1.5 Fallporträt Frau W.
5.1.6 Fallporträt Frau F.
5.1.7 Fallporträt Herr H.
5.1.8 Fallporträt Herr W.
5.2 Ergebnisdarstellung und Diskussion der Forschungsfragen
5.2.1 Fragestellung 1 – Wahrgenommene Veränderungen (bis) zum Interviewzeitpunkt
5.2.1.1 Fragestellung 1A – Positive Veränderungen
5.2.1.2 Fragestellung 1B – Negative und ambivalente Veränderungen
5.2.2 Fragestellung 2 – Einschätzung von Elementen der Gruppentherapie
5.2.2.1 Fragestellung 2A – Hilfreiche Elemente
5.2.2.2 Fragestellung 2B – Hinderliche Elemente
5.2.2.3 Fragestellung 2C – Gesamteinschätzung
5.2.3 Fragestellung 3 – Vorschläge zur Veränderung des Therapiekonzepts
5.2.4 Fragestellung 4 – Weiterentwicklung des Gruppentherapiekonzepts
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. DISKUSSION
Die Diplomarbeit widmet sich der qualitativen Evaluation eines einjährigen ambulanten systemischen Gruppenpsychotherapie-Projekts am Universitätsklinikum Leipzig. Das primäre Ziel ist es, das subjektive Erleben und die Erfahrungen der Teilnehmer mit dieser Therapieform zu erfassen und zu untersuchen, um dem Therapeutenteam praxisnahes Feedback zu geben und einen Beitrag zur Psychotherapieforschung zu leisten.
Die Gruppe als soziales System
Unter systemischen Gesichtspunkten kann eine Gruppe sowohl als ein Ganzes, als ein System, wie auch als ein flexibles, sich wandelbares und formbares Gebilde gesehen werden. Als eine von vielen Möglichkeiten, „Gruppe“ systemisch zu definieren, bezeichnet Molter (2001) die Gruppe als einen „immer wieder temporär zusammengesetzten Handlungs-Zusammenhang, sprachlichen und außersprachlichen (Kon-)Text bzw. soziales System. Die Teilnehmer zeigen in der Gruppe Verhalten und Gefühle, ... . D.h. örtlich und zeitlich gebunden ‚ereignen’ sich Kommunikationen, die sich von anderen Umwelten dadurch unterscheiden, dass sie ihre eigenen Sinn- oder Systemgrenzen entwickeln und sich selbst erhalten.“
Mitglieder treten um ein bestimmtes Thema in Kommunikation; sie gehen eine Mitgliedschaft zu dem Thema ein (Ludewig, 1994). Eine Gruppe bildet sich also auf der Grundlage sinnhafter Kommunikation bzw. eines bedeutsamen Austausches der Mitglieder. Solange sich Mitglieder mit Hilfe eines bestimmten Themas gegenseitig ihre Mitgliedschaft bestätigen und anerkennen, bleibt das soziale System „Gruppe“ bestehen. Ziel der systemischen Therapie ist es in dieser Terminologie, leidvolle Mitgliedschaften an einem Problemsystem aufzulösen.
1. SYSTEMISCHE GRUPPENTHERAPIE: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der systemischen Therapie und deren Anwendung in Gruppensettings unter Einbeziehung von Evaluationsmodellen.
2. DAS PILOTPROJEKT: Es werden die Konzeption, die Teilnehmerstruktur und der organisatorische Rahmen des untersuchten einjährigen ambulanten systemischen Gruppenprojekts beschrieben.
3. FRAGESTELLUNG: Hier werden auf Basis der theoretischen Einleitung die forschungsleitenden Fragestellungen für die qualitative Untersuchung abgeleitet.
4. METHODISCHES VORGEHEN: Das Kapitel detailliert die Wahl narrativer Interviews und weiterer Datenquellen sowie die qualitative Auswertungsmethodik.
5. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Dieser Abschnitt präsentiert die Einzelfallporträts der Teilnehmer und diskutiert fallübergreifend die Ergebnisse zu den aufgestellten Forschungsfragen.
6. DISKUSSION: Die Arbeit reflektiert hier den methodischen Ansatz, bewertet die Qualität der Untersuchung und diskutiert die Bedeutung für die weitere Forschung.
Systemische Psychotherapie, Gruppentherapie, qualitative Forschung, Evaluation, narratives Interview, Patientenperspektive, Wirksamkeitsforschung, therapeutische Veränderung, soziales System, Selbstorganisation, Gruppenprozess, Reflektierendes Team.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation eines ambulanten systemischen Gruppenpsychotherapie-Projekts aus der subjektiven Sicht der teilnehmenden Patienten.
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Teilnehmer, ihre wahrgenommenen Veränderungen, die Einschätzung der therapeutischen Elemente sowie Vorschläge für die Weiterentwicklung des Therapiekonzepts.
Das Ziel ist es, das subjektiv erlebte Wirksamkeitserleben der Teilnehmer zu erfassen und dem Therapeutenteam ein fundiertes Feedback für die praxisnahe Weiterentwicklung ihrer Arbeit zu geben.
Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsdesign, das primär narrative Interviews mit den Teilnehmern nutzt, um die individuellen Deutungsmuster und Erfahrungen tiefgreifend zu erschließen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einleitung, eine detaillierte Beschreibung des Pilotprojekts, das methodische Vorgehen sowie eine umfangreiche Darstellung und Diskussion der Ergebnisse, unterteilt in Einzelfallporträts und fallübergreifende Analysen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Konzepte wie systemische Therapie, Gruppendynamik, Reflektierendes Team, qualitative Sozialforschung und Wirksamkeitsprüfung bestimmt.
Anstatt klassischer quantitativer Prä-Post-Messungen setzt die Autorin auf retrospektive Erfolgsbeurteilungen und narrative Interviews, um die subjektiv erlebte Wirksamkeit aus Sicht der Patienten zu evaluieren.
Sie schließt ein Forschungsdefizit, da systemische Gruppentherapie-Konzepte im psychiatrischen Alltag zwar existieren, aber empirisch-qualitativ bisher selten untersucht wurden.
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