Diplomarbeit, 2004
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Ermittlung der aktuellen Struktur der Hilfeempfänger und der Mitarbeiter
2.1 Zur Datenerhebung
2.1.1 Datenerhebung der Hilfeempfänger und Mitarbeiter
2.1.2 Anonymisierung der Daten und Datenschutz
2.2 Aufbau des Fachdienstes Jugend und Soziales des Kreises Offenbach
2.3 Zu den Mitarbeitern
2.3.1 Aufgabengebiete der Mitarbeiter
2.3.2 Struktur der Mitarbeiter
2.4 Zu den Hilfeempfängern
2.4.1 Datenauswahl zur Beurteilung des künftigen Leistungsbezugs
2.4.2 Ermittlung der Struktur der Hilfeempfänger
3 Zum Hartz-Konzept
3.1 Zielvorstellungen und Module des Hartz-Konzepts
3.2 Probleme und bisheriger Stand bei der Umsetzung des Hartz-Konzepts
3.3 Rechtliche Aspekte des Hartz-Konzepts
3.4 Viertes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt zur Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe
3.4.1 Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe – bisherige Regelungen
3.4.2 Arbeitslosengeld II und Sozialgeld – neue Regelungen nach Hartz
3.4.3 Zuständigkeitsregelungen
3.5 Grundsicherungsgesetz und Neuordnung der Sozialhilfe
3.5.1 Neues Sozialhilferecht – SGB XII
3.6 Änderungen des Vermittlungsausschusses vom 19.12.03
4 Änderung der Hilfeempfänger- und Mitarbeiterstruktur des Kreises Offenbach durch die Veränderungen des Hartz-Konzepts
4.1 Prognose zur neuen Struktur der Hilfeempfänger und Mitarbeiter
4.1.1 Änderungen auf der Hilfeempfängerseite
4.1.2 Änderungen auf der Mitarbeiterseite
4.2 Wegfallende Aufgabengebiete
4.3 Neue Aufgabengebiete
5 Schlussbemerkungen
6 Anhänge
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen des Hartz-Konzepts, insbesondere der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, auf die Struktur des Fachdienstes Jugend und Soziales des Kreises Offenbach. Ziel ist es, den potenziellen Wandel der Mitarbeiter- und Hilfeempfängerstrukturen zu prognostizieren und organisatorische Anpassungsnotwendigkeiten zu identifizieren.
2.3.1 Aufgabengebiete der Mitarbeiter
Aus den Veränderungen, die sich durch die Einführung des SGB II ergeben, kommt es, wie später noch beschrieben wird, zwangsläufig zu enormen Änderungen in den Tätigkeiten der verschiedenen Arbeitsbereiche. Zum Verständnis warum bestimmte Aufgabengebiete der Mitarbeiter wegfallen können, ist es zunächst jedoch notwendig, diese kennen zu lernen.
Assistenzkräfte:
In das Aufgabengebiet der Assistenzkräfte fallen vor allem Zuarbeiten und Vorbereitung für die Sachbearbeitung. Darunter sind vor allem die Erledigung von Schreibarbeiten, Bearbeitung der Ablage, Kopiertätigkeiten, Vorbereitung und Sortieren von Eingangspost, Archivierung usw. zu verstehen. Diese Tätigkeiten werden in der Regel im Auftrag der Sachbearbeiter erledigt.
Führungskräfte:
Die Funktion der Führungskräfte ist vor allem im Bereich des Personalmanagements (Personaleinsatz, Personalführung usw.) zu sehen. Sie unterstützen die Sachbearbeiter bei der Bearbeitung von Fällen mit schwierigen Sachverhalten und bei der Kommunikation mit anderen Abteilungen oder anderen Hierarchieebenen.
Sachbearbeiter:
Im Mittelpunkt des Aufgabenbereichs der Sachbearbeiter im Sozialamt steht vor allem die formalistische Abwicklung von Anträgen auf Hilfen nach dem BSHG und die fortlaufende Pflege des Fallbestandes (z.B. Abrechnungen mit vorrangigen Kostenträgern, statistische Daten erfassen oder Rückforderungen geltend machen). Aber auch die Betreuung von Hilfeempfängern fällt in deren Arbeitsbereich. Im Folgenden werden die Haupttätigkeiten eines Sachbearbeiters kurz angeführt:
- Anträge entgegennehmen und auf Vollständigkeit prüfen
- Gespräche führen, wenn ein Hilfebedürftiger vorstellig wird
- Sachliche und örtliche Zuständigkeit prüfen
- Daten in die entsprechende Software eingeben
- Sozialleistungen berechnen
- Bewilligungs- bzw. Ablehnungsbescheid anfertigen
- Kostenerstattungen bei einem anderen Sozialleistungsträger beantragen
- Kostenerstattungen eines anderen Sozialleistungsträger bewilligen
- Erstattungsansprüche gegenüber einem vorrangigen Leistungsträger bearbeiten
- Einmalige Beihilfen bewilligen bzw. ablehnen
- Bearbeitung von Widersprüchen
- Laufende Leistungen bei Änderungen der Anspruchsvoraussetzungen neu festsetzen
1 Einleitung: Darstellung der Ausgangssituation auf dem Arbeitsmarkt, der Problematik der Sozialausgaben und der Zielsetzung der Arbeit, die Auswirkungen der Hartz-Reformen auf einen spezifischen Fachdienst zu untersuchen.
2 Ermittlung der aktuellen Struktur der Hilfeempfänger und der Mitarbeiter: Analyse der bestehenden Datenerhebung, der Organisationsstruktur des Fachdienstes sowie der Zusammensetzung von Mitarbeiterschaft und Hilfeempfänger im Status quo.
3 Zum Hartz-Konzept: Umfassende Erläuterung der Innovationsmodule des Konzepts, der gesetzlichen Umsetzung sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit den Zielen und Problemen.
4 Änderung der Hilfeempfänger- und Mitarbeiterstruktur des Kreises Offenbach durch die Veränderungen des Hartz-Konzepts: Prognose der strukturellen Auswirkungen der Reformen, inklusive notwendiger Anpassungen in der Personalstruktur und der anfallenden Aufgabengebiete.
5 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und kritischer Ausblick auf die sozialen und ökonomischen Auswirkungen der Reformen für die Betroffenen und die Verwaltung.
Hartz-Konzept, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Strukturwandel, Fachdienst Jugend und Soziales, Kreis Offenbach, SGB II, Arbeitsverwaltung, Personalplanung, Leistungsempfänger, Arbeitslosigkeit, Sozialverwaltung, Grundsicherung, Bedarfsanalyse, Reorganisation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den organisatorischen und personellen Auswirkungen, die durch die Umsetzung der Hartz-Gesetze auf die Sozialverwaltung, insbesondere am Beispiel des Fachdienstes Jugend und Soziales im Kreis Offenbach, entstehen.
Die zentralen Themen sind die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, die Neuorganisation der Arbeitsverwaltung, datenschutzrechtliche Aspekte bei der Forschung und die Prognose zur künftigen Mitarbeiterstruktur.
Das Ziel ist die exemplarische Ermittlung und Darstellung der strukturellen Veränderungen im Fachdienst Jugend und Soziales durch die Einführung des Hartz-Konzepts unter Berücksichtigung vorhandener Mitarbeiter- und Fallzahlen.
Die Arbeit basiert auf einer Querschnittuntersuchung und einer Sekundäranalyse der vorhandenen, computergestützten Sozialdaten des Kreises Offenbach zum Stichtag 30.09.2003.
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Analyse der Ist-Struktur, die theoretische Aufarbeitung des Hartz-Konzepts sowie die konkrete Prognose über die zu erwartenden Veränderungen in den Aufgabengebieten und dem Personalbedarf.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hartz-Konzept, SGB II, Sozialhilfe, Kreis Offenbach, Strukturwandel und Arbeitslosengeld II charakterisiert.
Die Regionalisierung, wie sie beispielhaft am Regionalteam Seligenstadt dargestellt wird, zielt auf eine bessere Erreichbarkeit für Bürger und eine engere Zusammenarbeit mit anderen Behörden ab, um die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen.
Der Datenschutz ist essenziell, da die Arbeit mit sensiblen personenbezogenen Daten arbeitet; es werden daher strenge Anforderungen an die Anonymisierung gemäß BDSG und HDSG gestellt, um die Identifizierung einzelner Personen auszuschließen.
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