Diplomarbeit, 2003
135 Seiten, Note: 1,5
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und wie sich die Besucher der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944“ zum Umgang mit der NS-Vergangenheit positionieren. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Einstellung der Besucher zum „Schlussstrich“ in der NS-Debatte und analysiert den Einfluss verschiedener Faktoren, wie Generation, Bildung und persönliche Erfahrungen, auf diese Einstellung.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, in der der Ausgangspunkt und die Vorgehensweise der Untersuchung vorgestellt werden. Im theoretischen Teil werden der Begriff der „Vergangenheitsbewältigung“ und die öffentliche NS-Auseinandersetzung behandelt. Außerdem werden verschiedene Generationenkonzepte im Kontext der NS-Vergangenheit beleuchtet und die Generationeneinteilung für die vorliegende Untersuchung erläutert. Im empirischen Teil werden die Planung und Durchführung der Besucherbefragung in der Wehrmachtsausstellung in München beschrieben. Es werden die erhobenen Daten vorgestellt, die soziodemographischen Angaben der Befragten analysiert und die Ergebnisse der Untersuchung dargestellt. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, in dem die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst und ein Ausblick gegeben wird.
Die zentralen Begriffe dieser Arbeit sind: NS-Vergangenheit, Vergangenheitsbewältigung, Schlussstrich, Erinnern, Generationen, Bildung, persönliche Erfahrungen, Wehrmachtsausstellung, Besucherbefragung.
Sie bezeichnet die Forderung, die öffentliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der historischen Schuld der Deutschen zu beenden.
Die Ausstellung dokumentierte die Beteiligung der Wehrmacht am Vernichtungskrieg 1941-1944 und löste eine heftige gesellschaftliche Debatte über die Rolle "normaler" Soldaten im NS-Regime aus.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Einstellungen zwischen der Erlebnisgeneration, der 68er-Generation und jüngeren Generationen (z.B. 89er) in Bezug auf Erinnern versus Schlussstrich unterscheiden.
Die empirische Analyse prüft, ob eine höhere formale Bildung mit einer stärkeren Ablehnung der Schlussstrich-Forderung und einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Geschichte korreliert.
Die Arbeit thematisiert die Debatte um Martin Walsers Rede in der Paulskirche, in der er die "Instrumentalisierung" der Schande kritisierte, was als wichtiger Punkt in der Schlussstrich-Diskussion gilt.
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