Examensarbeit, 2002
120 Seiten, Note: 1+
Diese Hausarbeit zielt darauf ab, das Gewalthandeln des weiblichen Geschlechts unter geschlechtsspezifischen Aspekten näher zu beleuchten. Dabei werden geschlechtstypische Unterschiede aufgezeigt und mögliche Erklärungen zum gewalttätigen Verhalten der Geschlechter dargestellt. Ziel ist es, das Phänomen der Mädchengewalt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und ein tieferes Verständnis für die Ursachen und Dynamiken von Gewalt im Kontext von Geschlechterrollen zu entwickeln.
Die Arbeit beginnt mit einer genauen Definition von Aggression und verschiedenen Formen von Gewalt. Sie beleuchtet anschließend das Konzept von Geschlecht als soziale Kategorie und untersucht die Konstruktion von „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ im Geschlechterverhältnis. Die Arbeit erörtert, wie diese Konstruktionen die Geschlechtersozialisation beeinflussen und zu geschlechtsspezifischen Identitätsbildungen führen. Anschließend wird die Bedeutung sozialer Determinanten für die Entwicklung von gewalttätigem Verhalten untersucht, wobei ein Fokus auf den Einfluss von Familie, Schule, Medien und Gleichaltrigengruppen liegt.
Im weiteren Verlauf der Arbeit werden Erklärungsansätze für das abweichende Verhalten von Mädchen und Jungen vorgestellt. Es werden verschiedene Theorien und Perspektiven auf weibliche Kriminalität diskutiert. Die Arbeit beleuchtet zudem die Frage, ob und wie sich die Konstruktion des Geschlechts auf die Ausübung und Wahrnehmung von Gewalt auswirkt. Abschließend wird eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse präsentiert, die die zentralen Themen der Arbeit zusammenfasst.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Aggression und Gewalt, insbesondere im Hinblick auf geschlechtsspezifische Unterschiede. Sie analysiert die Konstruktion von Geschlechterrollen, die Geschlechtersozialisation und die Bedeutung sozialer Determinanten für die Entwicklung von Gewaltbereitschaft. Weitere zentrale Begriffe sind weibliche Kriminalität, Individualisierungsprozesse im Jugendalter und die Wechselwirkung von Gewalt und der Konstruktion des Geschlechts.
Ja, während Jungengewalt oft physisch und öffentlich wahrnehmbar ist, wird Gewalt von Mädchen häufiger subtiler ausgeübt oder gesellschaftlich anders (oft als „widernatürlich“) wahrgenommen und moralisch verurteilt.
Die Familie gilt als erste Sozialisationsinstanz. Eigene Gewalterfahrungen im häuslichen Umfeld können die Entwicklung einer gewaltbereiten Orientierung bei Jugendlichen massiv begünstigen.
Es besagt, dass „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ keine rein biologischen Tatsachen sind, sondern durch soziale Prozesse und Erwartungen innerhalb eines hierarchischen Geschlechterverhältnisses konstruiert werden.
Medien fungieren als Sozialisatoren, die gewaltförmige Vorbilder oder Geschlechterstereotype vermitteln können, was besonders bei fehlender kritischer Reflexion die Gewaltbereitschaft beeinflussen kann.
Untersuchungen legen nahe, dass das Aggressionspotenzial ähnlich hoch sein kann, die Ausdrucksformen und die gesellschaftliche Sanktionierung dieser Aggressionen sich jedoch stark unterscheiden.
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