Diplomarbeit, 2003
93 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND FOLGEN DER GESCHLECHTSSPEZIFISCHEN ROLLENVERTEILUNG
2.1. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
2.2. Geschlecht wird gemacht
2.3. Beruf und Geschlecht
3. INNERBETRIEBLICHE AUFSTIEGSBARRIEREN
3.1. Organisationsentwicklung mit/für Frauen
3.2. Personalwirtschaftliche Instrumente
3.3. Macht und Hierarchie im Betrieb
4. MÄNNERDOMINIERTE KULTUR AM ARBEITSPLATZ
4.1. Entwicklung und Auswirkungen von Unternehmenskulturen
4.2. Stereotypisierung der Geschlechter
4.3. Exkurs in die Organisationssoziologie
5. WIRTSCHAFTPOLITIK FÜR FRAUEN
5.1. Vereinbarkeit von Familie und Beruf
5.2. Familiengerechte Arbeitszeitflexibilisierung
5.3. Förderung und Unterstützung
6. PERSPEKTIVEN FÜR WEIBLICHE FÜHRUNGSKRÄFTE
Die Arbeit untersucht die Gründe für die anhaltende Unterrepräsentanz von Frauen in Managementpositionen deutscher Unternehmen trotz existierender Fördermaßnahmen und vergleicht diese mit kulturellen Gegebenheiten sowie strukturellen Hürden innerhalb von Organisationen.
2.1. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
Die ungleichen Chancen der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt sollen zum Anlass genommen werden, die Lebensverhältnisse von Frauen im Bürgertum vor ungefähr 200 Jahren kritisch zu rekonstruieren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde in Deutschland aufgrund politisch-gesellschaftlicher Veränderung öffentlich über Frauenemanzipation und Gleichheit zwischen Frauen und Männern nachgedacht.
Ende des 18. Jahrhunderts begann das Bürgertum die bestehende Ständeordnung und Feudalherrschaft zu kritisieren. Das absolutistische System sollte durch eine rechtsstaatlich begründete, freie Bürgergesellschaft abgelöst werden. An die Stelle der ständisch-feudalen Gesellschaft sollte die bürgerliche Gesellschaft, an die Stelle des absoluten Monarchs das souveräne Volk treten. Der Bürger forderte die Aufhebung der Ständeordnung, das heißt die Befreiung von obrigkeitsstaatlicher Unterdrückung. Freiheit, Gleichheit, Leistung und Konkurrenz sollten die Beziehungen zwischen Menschen regieren, während der Staat, an das Gesetz gebunden, ausschließlich für die Einhaltung der Prinzipien sorgen sollte.
Diese Forderungen nach Entfesselung des Individuums von der Geburt, den Traditionen und der Religion führten zu einem Bruch mit dem bisherigen politisch-gesellschaftlichen System. Eine radikale Veränderung herkömmlicher Arbeits- und Lebensformen wuchs.
1. EINLEITUNG: Die Autorin hinterfragt die Gründe für die geringe Präsenz von Frauen in deutschen Managementetagen trotz Fördermaßnahmen und führt in die Thematik ein.
2. HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND FOLGEN DER GESCHLECHTSSPEZIFISCHEN ROLLENVERTEILUNG: Dieses Kapitel analysiert die historische Entstehung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, die Rolle der Sozialisation und die ökonomischen Diskriminierungstheorien.
3. INNERBETRIEBLICHE AUFSTIEGSBARRIEREN: Untersucht wird, wie Personalmanagement und Organisationsstrukturen Aufstiegschancen für Frauen beeinflussen und welche Machtstrukturen im Betrieb vorherrschen.
4. MÄNNERDOMINIERTE KULTUR AM ARBEITSPLATZ: Analysiert den Einfluss von Unternehmenskulturen, Stereotypisierung der Geschlechter sowie soziologische Erklärungsansätze für die Benachteiligung von Frauen.
5. WIRTSCHAFTPOLITIK FÜR FRAUEN: Beleuchtet staatliche Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Rolle von Arbeitszeitmodellen.
6. PERSPEKTIVEN FÜR WEIBLICHE FÜHRUNGSKRÄFTE: Zusammenfassende Betrachtung der Aussichten auf mehr weibliche Führungskräfte angesichts demografischer Veränderungen und neuer Managementkonzepte.
Frauen in Führungspositionen, Aufstiegsbarrieren, gläserne Decke, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Gender Mainstreaming, Unternehmenskultur, Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Diskriminierungstheorien, Geschlechterstereotype, Sozialisation, Machtstrukturen, Karriereorientierung, Teilzeitarbeit, Führungskräfte.
Die Arbeit untersucht, warum Frauen in deutschen Unternehmen trotz politischer und betrieblicher Fördermaßnahmen weiterhin unterrepräsentiert sind und welche strukturellen Barrieren ihren Aufstieg verhindern.
Die zentralen Felder umfassen die historische Herleitung der Geschlechterrollen, die Dynamiken in unternehmenseigenen Hierarchien sowie die Auswirkungen männlich dominierter Kulturen auf weibliche Karrieren.
Das Ziel ist es, die Gründe für das Fortbestehen der "gläsernen Decke" aufzudecken und zu erörtern, ob moderne Organisationskonzepte tatsächlich zur Gleichstellung beitragen oder neue Hindernisse schaffen.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche zu arbeitswissenschaftlichen Theorien, kombiniert mit der Analyse statistischer Daten aus Mikrozensus und spezifischen Fachstudien.
Im Hauptteil werden innerbetriebliche Instrumente der Personalplanung und -beurteilung kritisch beleuchtet sowie die Bedeutung von Unternehmenskulturen und geschlechtsspezifischer Sozialisation erörtert.
Wesentliche Begriffe sind "gläserne Decke", "geschlechtsspezifische Arbeitsteilung", "Gender Mainstreaming", "Unternehmenskultur" und "Vereinbarkeit von Familie und Beruf".
Sie wird oft als Karrierehemmnis wahrgenommen, da sie häufig mit einer Abwertung des Humankapitals einhergeht und Frauen aufgrund mangelnder Flexibilität in konservativen Strukturen benachteiligt.
Eine männerdominierte Kultur, die an traditionellen männlichen Rollenbildern festhält, blockiert häufig das Aufsteigen von Frauen, indem sie diese auf "weibliche" Bereiche reduziert oder deren Führungsstile abwertet.
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