Diplomarbeit, 2004
93 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Der Arbeitsmarkt in Deutschland
2.1 Begriffsdefinition: „Arbeitsmarkt“
2.2 Allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt
2.3 Geschlechtsspezifisches Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt durch eine veraltete Rollenzuschreibung
2.4 Besonderheiten der Arbeitssituation, denen sich Erwerbstätige heutzutage stellen müssen
3 Ausgewählte Einflussfaktoren des Arbeitsmarktes
3.1 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
3.2 Arbeitszeitflexibilisierung
3.3 Wertewandel in der Arbeits- und Lebenswelt
3.4 Arbeit in der Informationsgesellschaft
4 Arbeitsmarktpolitik
4.1 Begriffsdefinition: „Arbeitsmarktpolitik“
4.2 Arbeitsmarktpolitik im Umbruch
4.3 Arbeitsmarktpolitische Instrumente
4.4 Umsetzung der Hartz-Vorschläge anhand von fünf Modulen
5 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die strukturellen Veränderungen des deutschen Arbeitsmarktes sowie die Effektivität der Arbeitsmarktpolitik. Der Fokus liegt dabei auf der kritischen Analyse der Hartz-Reformen und deren Auswirkungen auf Beschäftigung, soziale Sicherung und Geschlechterrollen.
Besonderheiten der Arbeitssituation, denen sich Erwerbstätige heutzutage stellen müssen
Unsere Gesellschaft, die sich als eine Leistungsgesellschaft versteht, besteht aus festgelegten Normen und Regeln und wird über Statussymbole definiert. Erst die Statussymbole vermitteln das Ansehen und das Prestige des einzelnen Menschen, welche wiederum von der beruflichen Leistung bzw. von deren sichtbarem Ausdruck, vom Einkommen abhängig sind. Die Arbeit dient dem Erwerb des Einkommens und vermittelt zugleich die so wichtigen sozialen Kontakte zu anderen Personen, ohne die unsere Gesellschaft nicht vorstellbar ist.
Eine Studie von Abele ergab 2000, dass der finanzielle Anreiz in der Rangliste der Motivationsfaktoren für eine Berufstätigkeit von Frauen erst an achter Stelle steht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Arbeitsmarktpolitik aufgrund des Strukturwandels und der wachsenden Massenarbeitslosigkeit seit den 1970er Jahren.
2 Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Dieses Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme der Arbeitsmarktsituation, inklusive der Humankapitaltheorie und des geschlechtsspezifischen Ungleichgewichts bei Entlohnung und Aufstiegschancen.
3 Ausgewählte Einflussfaktoren des Arbeitsmarktes: Hier werden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Arbeitszeitflexibilisierung, Wertewandel sowie der Einfluss der Informationsgesellschaft als prägende Faktoren diskutiert.
4 Arbeitsmarktpolitik: Das Kapitel definiert den Begriff der Arbeitsmarktpolitik und analysiert kritisch die Umsetzung der Hartz-Vorschläge und deren Instrumente im aktuellen Umbruch.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass der Stellenwert der Erwerbsarbeit im Wandel begriffen ist und die aktuelle Arbeitsmarktpolitik vor allem zu Lasten sozialer Sicherheit geht.
Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Reformen, Massenarbeitslosigkeit, Strukturwandel, Geschlechterrollen, Teilzeitarbeit, Arbeitszeitflexibilisierung, Informationsgesellschaft, Humankapitaltheorie, Soziale Sicherung, Beschäftigungsförderung.
Die Arbeit analysiert die historischen und aktuellen Entwicklungen des deutschen Arbeitsmarktes sowie die Versuche der Politik, diesen durch Strukturreformen zu steuern.
Zu den Schwerpunkten zählen der Arbeitsmarktstrukturwandel, die Rolle der Geschlechter bei Beschäftigung und Entlohnung, der technologische Wandel und die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Hartz-Reformen.
Die Autorin untersucht, inwieweit die Arbeitsmarktpolitik auf die veränderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert und ob die gewählten Maßnahmen tatsächlich zur Verbesserung der Beschäftigungslage beitragen.
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche, der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes und der Analyse aktueller politischer Reformpapiere (Hartz-Konzept) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Arbeitsmarktes, die Analyse von Einflussfaktoren wie Familie und Wertewandel sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Arbeitsmarktpolitik und dem Reformpapier der Hartz-Kommission.
Zentrale Begriffe sind Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Reformen, Strukturwandel, Beschäftigung, soziale Sicherung und Geschlechtergerechtigkeit.
Die Autorin steht diesen Maßnahmen kritisch gegenüber und bezeichnet sie teilweise als Scheinselbständigkeit, die vor allem dazu dient, Arbeitslose kurzfristig aus der Arbeitslosenstatistik zu entfernen.
Sie betont, dass durch veraltete gesellschaftliche Rollenzuschreibungen eine Doppelbelastung für Frauen entsteht, die den beruflichen Aufstieg und eine echte Gleichberechtigung behindert.
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