Diplomarbeit, 2004
107 Seiten, Note: gut
1 EINLEITUNG
2 DAS EHRENAMT
2.1 Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit
2.2 Rückblick: Bürgerinitiativen, Selbsthilfe und die Jugendfarm
2.3 Ehrenamt früher und heute – wichtige Veränderungen
2.3.1 Beteiligte Personengruppen und Motivation
2.3.2 Strukturwandel des Ehrenamts, Individualisierung und Pluralisierung
2.3.3 Erwartungen Jugendlicher an ehrenamtliches Engagement
2.4 Exkurs: Diskussion im Stadtjugendring Esslingen zum Thema Ehrenamt
2.5 Internationale Erfahrungen, dargestellt von der Enquete Kommission
2.5.1 „Millennium Volunteers Programme“ in Großbritannien
2.5.2 „Service – Learning – Programme“ in den USA
2.6 Gesellschaftliche Aktivität Jugendlicher in Deutschland
3 UMGANG MIT EHRENAMTLICHEN
3.1 Richtlinien
3.2 Gewinnung Ehrenamtlicher – Engagementhemmnisse
3.3 Gewinnung von freiwillig Engagierten für ein Projekt
3.4 Grundsatz der Nachhaltigkeit – Erhalt von Ressourcen
3.5 Kompetenzanforderungen an Hauptamtliche
4 EHRENAMT AUF DER JUGENDFARM ESSLINGEN
4.1 Die Jugendfarm Esslingen und ihre derzeitige Situation
4.2 Umgang mit dem Thema Ehrenamt auf der Jugendfarm Esslingen
4.2.1 Emi – Programm (Jugendliche werden zu Ehrenamtlichen Mitarbeitern auf der Jugendfarm)
4.2.2 Reflexion des Emi-Programms (Interview R.. Krause)
4.2.3 Eltern – Aktiv – Tage (Interview J. Montoya)
5 AUFSTELLUNG VON HYPOTHESEN
6 UNTERSUCHUNG AUF DER JUGENDFARM ESSLINGEN
6.1 Auswahl der Untersuchungsgruppen
6.2 Auswahl und Konstruktion des Untersuchungsinstruments
6.3 Allgemeine Anforderungen an die Konstruktion eines Fragebogens
6.4 Der Fragebogen – Überprüfung in Bezug auf die Hypothesen
6.5 Pretest – Phase
6.6 Durchführung der Befragung
6.6.1 Befragung der Emis
6.6.2 Befragung der erwachsenen Ehrenamtlichen
7 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION
7.1 Graphische Darstellung und Bewertung der Ergebnisse in Bezug auf die Hypothesen
7.1.1 Darstellung und Bewertung der Ergebnisse der Umfrage bei den erwachsenen Ehrenamtlichen
7.1.2 Darstellung und Bewertung der Ergebnisse der Umfrage bei den Emis
7.2 Konsequenzen für die sozialarbeiterische Praxis auf der Jugendfarm
8 SCHLUSSWORT
Die Diplomarbeit untersucht das freiwillige Engagement von Jugendlichen und Erwachsenen auf der Jugendfarm Esslingen, um Grundlagen für eine Optimierung der Arbeit mit Ehrenamtlichen zu schaffen und deren Rolle für das Bestehen der Einrichtung zu evaluieren.
2.3.1 Beteiligte Personengruppen und Motivation
In der Vergangenheit war die Motivation für Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren, zu großen Teilen anders beschaffen als heute. Vor allem Menschen aus höheren gesellschaftlichen Schichten fühlten sich verpflichtet, ihre Zeit und Mittel einzusetzen, um benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu helfen und zu unterstützen. Dieses uneigennützige Handeln im Dienste der Gesellschaft wurde unter anderem auch als eine Frage der Ehre betrachtet.
Heute spielen Motive wie Pflicht oder Ehre kaum noch eine Rolle. Die Menschen der mittleren und jüngeren Generation sind weniger an bestehende Traditionen und gesellschaftliche Schichten gebunden, sie kommen aus unterschiedlichsten Berufs- Bevölkerungs- und Altersgruppen und haben verschiedenste, neue Beweggründe, sich ehrenamtlich oder freiwillig zu engagieren. Wenn früher materieller Reichtum ein Grund war, sich für die Gesellschaft zu engagieren, so besteht dieser Reichtum heute in verfügbarer Zeit, Nähe, Zuwendung, Kreativität, und der Bereitschaft dies für andere zu investieren.
Auch das Verhältnis der Menschen zum Ehrenamt hat sich gewandelt. Motive haben sich geändert, und Bedürfnisse, Interessen und Umgang mit dem Ehrenamt sind konkreter geworden. Menschen engagieren sich heute für andere und wollen gleichzeitig etwas für sich selbst tun. Sie suchen Anerkennung, Spaß, Teilhabe am öffentlichen Leben, wollen dabei sich selbst verwirklichen und das Gefühl haben, etwas Nützliches, Wichtiges oder anderen eine Freude bereitet zu haben. Zudem möchten sie ein Stück Verantwortung übernehmen und dabei vielleicht gleichzeitig mit Freunden Zeit verbringen.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Krise des Sozialstaats und der Notwendigkeit alternativer Konzepte sowie der Zielsetzung dieser Arbeit.
2 DAS EHRENAMT: Analyse der Begriffe, des historischen Rückblicks sowie internationaler Erfahrungen und gesellschaftlicher Aktivität Jugendlicher.
3 UMGANG MIT EHRENAMTLICHEN: Erarbeitung von Richtlinien für die Arbeit mit Freiwilligen unter Berücksichtigung von Engagementhemmnissen und Nachhaltigkeit.
4 EHRENAMT AUF DER JUGENDFARM ESSLINGEN: Beschreibung der aktuellen Situation der Einrichtung und des spezifischen Emi-Programms für Jugendliche.
5 AUFSTELLUNG VON HYPOTHESEN: Formulierung von elf Thesen zur Motivation und Situation ehrenamtlich Engagierter auf der Jugendfarm.
6 UNTERSUCHUNG AUF DER JUGENDFARM ESSLINGEN: Methodische Erläuterung der Untersuchungsgruppen und der Konstruktion des Fragebogens.
7 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION: Detaillierte Analyse der Befragungsergebnisse in Bezug auf die Hypothesen und Ableitung für die Praxis.
8 SCHLUSSWORT: Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Bedeutung der Auseinandersetzung mit Ehrenamtlichen in sozialen Einrichtungen.
Ehrenamt, freiwilliges Engagement, Jugendfarm Esslingen, Emi-Programm, Motivation, Strukturwandel, Bürgerengagement, Sozialwesen, Jugendarbeit, Freiwilligenarbeit, Partizipation, Nachhaltigkeit, Ehrenamtlichenmanagement, Sozialstaat, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht das freiwillige Engagement von Jugendlichen und Erwachsenen auf der Jugendfarm Esslingen, um ein besseres Verständnis und optimierte Konzepte für die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen zu entwickeln.
Im Fokus stehen der Strukturwandel des Ehrenamts, internationale Ansätze der Freiwilligenförderung, sowie die Gewinnung und Betreuung ehrenamtlich Engagierter in sozialen Einrichtungen.
Das Ziel ist es, die bisherige Arbeit mit Ehrenamtlichen auf der Jugendfarm zu evaluieren und Ansätze zu finden, um freiwillige Helfer langfristig zu integrieren und das Bestehen der Farm zu sichern.
Die Autorin nutzt eine standardisierte Fragebogenbefragung zweier unterschiedlicher Gruppen (Jugendliche "Emis" und Erwachsene), um qualitative und quantitative Daten zur Motivation und Zufriedenheit zu gewinnen.
Neben der theoretischen Einordnung werden das "Emi-Programm" und die "Eltern-Aktiv-Tage" der Jugendfarm Esslingen analysiert und ihre Umsetzung anhand der aufgestellten Hypothesen überprüft.
Die Arbeit zeichnet sich durch den Fokus auf "Engagementhemmnisse", "nachhaltige Ressourcenförderung" und den Wandel vom pflichtorientierten zum selbstbestimmten Ehrenamt aus.
Während Jugendliche im Rahmen des Emi-Programms stark durch Spaß, persönliche Entwicklung und den Erwerb von Fähigkeiten motiviert werden, ist bei Erwachsenen das Interesse an der Farm selbst sowie der Wunsch, etwas an die Einrichtung zurückzugeben, zentral.
Emis sind jugendliche Ehrenamtliche, die durch gezielte Begleitung Verantwortung übernehmen und durch ihre aktive Mitarbeit in Planung und Durchführung pädagogischer Angebote das Farmgeschehen mitgestalten.
Die Arbeit empfiehlt eine klare Aufgabenbeschreibung, eine flexible Einbindung, das Angebot zur Reflexion und Anerkennung (nicht nur materiell) sowie die Pflege eines persönlichen Vertrauensverhältnisses zu den Hauptamtlichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

