Diplomarbeit, 2001
89 Seiten, Note: 2,3
EINLEITUNG
1. MAKROEBENE
1.1 Gruppe und Team – Synonyme oder gibt es Unterschiede?
1.1.1 Die Gruppe
1.1.2 Das Team
1.1.3 Vergleich der beiden Begriffe
1.2 Die Arbeit in Gruppen
1.2.1 Gruppenarbeit
1.2.1.1 Allgemeine Bedeutung von Gruppenarbeit
1.2.1.2 Dimensionen der Gruppenarbeit in Unternehmen
1.2.1.2.1 Gruppenarbeit als Ergänzung der regulären betriebl. Arbeitsorganisation
1.2.1.2.2 Gruppenarbeit als Form der regulären betrieblichen Arbeitsorganisation
1.2.1.3 Verbreitung der Arbeitsform Gruppenarbeit
1.2.2 Teamarbeit
1.2.2.1 Bedeutung von Teamarbeit
1.2.2.2 Situation der Teamarbeit
1.2.2.3 Umsetzung von Teamarbeit in der Praxis
1.3 Der Prozess der Teamentwicklung
1.3.1 Der Begriff Teamentwicklung
1.3.2 Entwicklungsphasen eines Teams
1.3.3 Personale Ziele der Teamentwicklung
2. MIKROEBENE
2.1 Personelle Konstellation in einem Team
2.1.1 Führung im Team
2.1.2 Persönlichkeitstypen im Team
2.2 Qualifikationen und Eigenschaften der Teamfähigkeit
2.2.1 Allgemeinwissen als Pendant zum Fachwissen
2.2.2 Schlüsselqualifikation und Handlungskompetenz
2.2.3 Teamfähigkeit
2.2.4 Soziale Kompetenz
2.2.5 Kommunikationsfähigkeit
2.3 Maßnahmen zur Qualifizierung
2.3.1 Allgemeine Aspekte zur Lehrbarkeit fachübergreifender Qualifikationen
2.3.2 Diskussion: Kompetenzentwicklung oder Weiterbildung?
2.3.3 Unternehmerische Weiterbildungsmaßnahmen nach dem Lernort
2.3.3.1 Entwicklungsmaßnahmen on the job (Lernen am Arbeitsplatz)
2.3.3.2 Entwicklungsmaßnahmen near the job
3.3.3.3 Entwicklungsmaßnahmen off the Job
2.3.3.4 Gesamtbewertung der Maßnahmen
2.3.4 Unternehmerische Weiterbildungsmaßnahmen nach inhaltlichen Aspekten
2.3.5 Ausgewählte Qualifizierungskonzepte der aktuellen Diskussion
2.3.5.1 Coaching
2.3.5.2 Fallstudien und Planspiele
2.3.5.3 Outdoor-Trainings
3. ERWACHSENENPÄDAGOGISCHE ASPEKTE DER TEAMENTWICKLUNG
3.1 Grundüberlegungen zum „Pädagogischen“ an der Teamentwicklung
3.1.1 Teamarbeit, Weiterbildung und Teamentwicklung als Bildungsprozess
3.1.2 Teamentwicklung im Spannungsfeld
3.2 Pädagogische Interventionen
3.2.1. Vorüberlegungen
3.2.2 Prozessmodell des Lernens bei der Teamarbeit
3.3 Didaktische Umsetzung
3.3.1 Teamlernen: Lernprozess Einzelner und des Teams
3.3.1.1 Der Aufbau eines Teamlernprozesses
3.3.1.3 Motivation und Freiwilligkeit von Teamentwicklungsmaßnahmen
3.4 Teamtrainingskonzepte in der betrieblichen Weiterbildung
3.4.1 Teamtraining nach der gruppendynamischer Methode (off-the-job)
3.4.2 Teamtraining nach der Projektmethode (on-, near- oder off the job)
3.4.3 Vergleich beider Konzepte
3.3.2 Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen zur Teamentwicklung
3.5 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Teamentwicklung innerhalb von Organisationen und analysiert, wie Weiterbildungsmaßnahmen zur Leistungssteigerung und Kompetenzentwicklung von Teams beitragen können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die pädagogischen Aspekte der Teamentwicklung und die Frage, inwieweit gezielte Trainings den Erfolg von Teamentwicklungsprozessen maßgeblich unterstützen können.
1.1.2 Das Team
Über den Begriff „Team“ finden wir bei Schneider (1996, S.96/97) folgende Aspekte: „[...] in Abgrenzung zur umfassenderen Verwendung des Ausdrucks „Team" für die harmonisch zusammenarbeitenden Betriebs- bzw. Abteilungsangehörigen, ist unter dem Funktionsbegriff „Team“ eine kleine, überschaubare Gruppe zu verstehen, welche auf der strategischen Ebene Tätigkeiten vom Typus Informationsbeschaffung, Informationsverarbeitung, Urteilsbildung, Planung, Strategie-Entwicklung und Problemlösung ausübt“.
Diese „besondere Art“ einer Gruppe (bzgl. Form und Qualifikation) fungiert entweder als ständige Einrichtung über einen längeren Zeitraum hinweg (,,Langzeitteam“) oder nur für einen begrenzten Zeitraum zur Lösung temporärer Einzelprobleme, und dies - je nach thematischem Inhalt - vorwiegend in den Funktionsbereichen Projektierung, Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Marketing, Vertrieb, betriebliches Vorschlagwesen, Umweltschutz, Personalentwicklung und Führungsorganisation.
Schneider betont dabei den organisatorischen Freiraum eines Teams, das Tätigkeitsfeld ist von hoher Autonomie und weitreichender Selbststeuerungskompetenz neben der vorhandenen Organisationshierarchie geprägt. Teams bieten die Möglichkeit, sorgfältig ausgesuchte Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fach- bzw. Funktionsbereichen und von unterschiedlichen hierarchischen Ebenen der Organisation (u.U. auch von außerhalb) „zu einer zahlenmäßig begrenzten, funktionsgegliederten Gruppe mit gemeinsamer Zielsetzung zusammenzufassen“ (Schneider 1996, S.96/97).
1. MAKROEBENE: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Unterschiede zwischen Gruppe und Team und beleuchtet verschiedene betriebliche Arbeitsformen wie Qualitätszirkel und teilautonome Arbeitsgruppen.
2. MIKROEBENE: Hier steht das Individuum im Fokus, wobei wichtige Qualifikationen wie Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit sowie entsprechende Trainingsmaßnahmen analysiert werden.
3. ERWACHSENENPÄDAGOGISCHE ASPEKTE DER TEAMENTWICKLUNG: Dieser Teil betrachtet Teamentwicklung als Bildungsprozess, analysiert didaktische Modelle sowie Evaluationsansätze für die betriebliche Weiterbildung.
Teamarbeit, Teamentwicklung, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Weiterbildung, Gruppenarbeit, Sozialkompetenz, Kommunikation, Teamfähigkeit, Kompetenzentwicklung, Qualifizierung, Lernprozess, Führung, Lean Production, Handlungskompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Teamarbeit in Organisationen und untersucht, wie diese Arbeitsform durch gezielte Weiterbildung gefördert werden kann.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung zwischen Gruppen- und Teamarbeit, der Teamentwicklung als Bildungsprozess sowie auf verschiedenen Qualifizierungskonzepten in der betrieblichen Weiterbildung.
Das Ziel ist es, das Konzept der Teamentwicklung als Bestandteil der Organisationsentwicklung zu beleuchten und aufzuzeigen, welche pädagogischen Ansätze für eine erfolgreiche Weiterbildung von Teams notwendig sind.
Der Autor führt eine tiefgehende Literaturanalyse durch, vergleicht bestehende Definitionen und Konzepte und stützt sich auf empirische Studien anderer Forscher, um die pädagogischen Anforderungen an moderne Teamentwicklung abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Makro- und eine Mikroebene, in denen sowohl die organisatorischen Strukturen von Teams als auch die individuellen Voraussetzungen der Teammitglieder (wie Schlüsselqualifikationen) untersucht werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Teamentwicklung, Teamfähigkeit, Sozialkompetenz, Organisationsentwicklung und betriebliche Weiterbildung.
Die gruppendynamische Methode (off-the-job) zielt primär auf die Verbesserung der sozialen Handlungsfähigkeit in einer Laborumgebung ab, während die Projektmethode (on-/near-/off-the-job) darauf ausgerichtet ist, praxisnahe, komplexe Aufgaben unter realen Bedingungen zu bewältigen.
Weil das Team erst durch gemeinsames Lernen, Reflexion und die Vermittlung von Kompetenzen zur wirklichen "Reife" und "Mündigkeit" gelangt, was analog zu Bildungsprozessen in der Erwachsenenbildung zu verstehen ist.
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