Diplomarbeit, 2004
60 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Herangehensweise
2 Grundlagen der organisationalen Identität (OI)
2.1 Begriffliche Einordnung organisationaler Identität
2.2 Mehrebenenbetrachtung und Klassifizierung von Identität
2.3 Versuch einer Definition der organisationalen Identität
2.4 Theoretisches Organisationsverständnis
2.5 Organisationale Kultur als Bezugsrahmen der Identität
2.6 Anforderungen an Organisationen und Identität
3 Identitätsansätze und Organisationstheorien
3.1 Der Corporate Identity - Ansatz
3.2 Die Theorie der sozialen Identität
3.3 Die Ansätze organisationaler Identifikation
3.4 Die Strukturierungstheorie
3.5 Die soziologische Systemtheorie
3.6 Schlussfolgerungen
4 Die Konzeptbausteine der organisationalen Identität
4.1 Theoretische Perspektiven organisationaler Identität
4.2 Überblick über theoretische OI-Konzepte
4.3 Vergleich von OI und Corporate Identity
4.4 Beziehungen zwischen OI, Image und Kultur
4.5 Wechselwirkungen zwischen OI und Reputation
4.6 Interaktionen zwischen OI, Strategie und strategischem Wandel
4.7 Identität als Einheit von Vielfalt und Differenz
4.8 Bedeutung organisationaler Identität
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das komplexe Konzept der organisationalen Identität (OI) durch eine fundierte Literaturanalyse zu durchdringen, die verschiedenen theoretischen Konzeptbausteine kritisch zu beleuchten sowie die Entstehung, Veränderung und strategische Bedeutung von Identität innerhalb von Organisationen zu untersuchen.
Die Bedeutung der organisationalen Identität
Das wissenschaftliche Interesse an organisationaler Identität entstand vor allem bei der Suche nach schwer zu imitierenden und sozial komplexen internen Ressourcen in Organisationen. Es wurde erkannt, dass organisationale Identität ein sozial komplexes Phänomen ist, das sich mit der Zeit entwickelt und in den kognitiven Auffassungen und dem Verständnis der Organisationsmitglieder verankert ist. Folglich ist es einzigartig und schwierig für andere Organisationen zu imitieren. Damit kann organisationale Identität einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Effektivität und Leistungsfähigkeit einer Organisation im Sinne eines nachhaltigen und schwer imitierbaren Wettbewerbsfaktors zu steigern (vgl. Schumacher, 2003).
Die strategische Bedeutung der organisationalen Identität besteht insbesondere darin, dass sie die Interpretationen der Organisationsmitglieder beeinflusst und damit organisationale Handlungen und Entscheidungen steuert (vgl. Dutton/Dukerich, 1991). Folglich existiert zwischen strategischen Handlungen und organisationaler Identität ein dualer Zusammenhang. Solange die Organisationsmitglieder mit der Entwicklung ihrer Organisation zufrieden sind oder mit der Unzufriedenheit leben können, entsprechen ihre Handlungsmuster der bisherigen Identität (vgl. Schumacher, 2003). In diesem Fall verstärken die Handlungen automatisch das zugrunde liegende organisationale Identitätsmuster. Besteht eine Diskrepanz oder ein identity gap (Identitätslücke) zwischen der aktuellen und der zukünftigen gewünschten Identitätsvorstellung, wird durch Wandel eine Verbesserung der Organisation angestrebt (vgl. Dutton/Dukerich, 1991; Dutton et al., 1994). Besonders im Bereich des organisationalen Wandels hat das Konzept der organisationalen Identität damit bereits ein zunehmendes Interesse erlangt (vgl. Schumacher, 2003).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und definiert das Ziel der Literaturanalyse sowie die methodische Vorgehensweise zur Erforschung der organisationalen Identität.
2 Grundlagen der organisationalen Identität (OI): Hier werden die begrifflichen, theoretischen und kulturellen Fundamente für das Verständnis von Identität in Organisationen gelegt.
3 Identitätsansätze und Organisationstheorien: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über klassische und alternative Ansätze, darunter Corporate Identity sowie sozialwissenschaftliche Theorien wie die Strukturierungstheorie.
4 Die Konzeptbausteine der organisationalen Identität: Dieses Kapitel analysiert detailliert die verschiedenen Perspektiven, Beziehungen zu Image, Kultur und Reputation sowie den Einfluss von Wandel auf Identität.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der verschiedenen Ansätze und dem Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.
Organisationale Identität, Identitätsbildung, Corporate Identity, Unternehmenskultur, Sensemaking, Organisationstheorie, Strategischer Wandel, Reputation, Identifikation, Sozialkonstruktivismus, Identität, Organisationsverständnis
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der organisationalen Identität und analysiert, wie Organisationen ein Selbstverständnis entwickeln, wahren und anpassen.
Zentral sind die Abgrenzung von Corporate Identity, der Einfluss der Unternehmenskultur, die Rolle von Image und Reputation sowie die Dynamik von Identität bei strategischen Wandelprozessen.
Das Ziel ist eine kritische Literaturanalyse verschiedener Identitätskonzepte, um ein besseres Verständnis für das Phänomen der organisationalen Identität zu schaffen.
Es wird eine multiparadigmatische Literaturanalyse angewandt, die verschiedene sozialwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Ansätze integrativ betrachtet.
Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen, identifiziert zentrale Konzeptbausteine und untersucht die Wechselwirkungen zwischen Identität, Image, Kultur und strategischem Handeln.
Zu den Kernbegriffen zählen organisationale Identität, Sensemaking, Identifikation, Unternehmenskultur, strategischer Wandel und Sozialkonstruktivismus.
Die OI konzentriert sich stärker auf das intern konstruierte Selbstverständnis der Mitglieder, während der Corporate Identity-Ansatz oft stärker die externe, strategisch geplante Selbstdarstellung betont.
Ein "Identity Gap" beschreibt die Diskrepanz zwischen der gegenwärtigen und einer angestrebten zukünftigen Identität, was als Motor für strategische Wandelprozesse in Organisationen fungiert.
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