Diplomarbeit, 2003
112 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Abgrenzung der Arbeit
1.3 Zielsetzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Begriffserklärungen
2.1 Öffentliche Verwaltung
2.2 Öffentliche Aufgaben
2.3 Franchising (Business Format Franchising)
3 Entwicklung des Franchisings
3.1 Geschichte des Franchisings
3.2 Aktuelle Zahlen zum Franchising
4 Franchising (Business Format Franchising)
4.1 Abgrenzung zu anderen Vertriebsformen
4.1.1 Filialsysteme
4.1.2 Lizenzsysteme
4.1.3 Handelsvertreter- und Agentursysteme
4.1.4 Vertragshändlersysteme
4.1.5 Kommissionsvertrag
4.1.6 Genossenschaften
4.2 4 Säulen des Franchisings
4.2.1 Franchise-Vertrag
4.2.1.1 Rechte und Pflichten des Franchise-Gebers
4.2.1.2 Rechte und Pflichten des Franchise-Nehmers
4.2.2 Betriebshandbuch (Franchise-Handbuch)
4.2.3 Franchise-Training
4.2.4 Leistungen
4.3 Bilanz der Vorteile und Nachteile des Franchisings
4.3.1 Vorteile für den Franchise-Geber
4.3.2 Nachteile für den Franchise-Geber
4.3.3 Vorteile für den Franchise-Nehmer
4.3.4 Nachteile für den Franchise-Nehmer
4.3.5 Bilanzzusammenfassung
4.4 Kriterien für die Franchisierbarkeit von Leistungen
4.5 Zusammenfassung
5 Franchising in der öffentlichen Verwaltung
5.1 Potenzielle Einsatzgebiete
5.2 Prüfvorgang der Franchisierbarkeit
5.2.1 Grundvoraussetzungen
5.2.2 „Strategische Relevanz“ und „Spezifität“
5.2.2.1 „Strategische Relevanz“
5.2.2.2 „Spezifität“
5.2.2.3 Auswirkungen der „Strategischen Relevanz“ und der „Spezifität“
5.2.3 Wahl des Franchise-Modells
5.2.3.1 Internes Franchising
5.2.3.1.1 Modell 1
5.2.3.1.2 Modell 2
5.2.3.2 Externes Franchising
5.2.3.2.1 Modell 3
5.2.3.2.2 Modell 4
5.2.3.2.3 Modell 5
5.2.3.2.4 Modell 6
5.2.3.3 Zusammenfassung der Modellauswahl
5.2.4 Franchise-Hauptkriterien
5.2.5 Zusammenfassung des Prüfschemas
5.3 Abgrenzung zu anderen Methoden des Gewährleistungsträgers
5.3.1 Outsourcing, Contracting Out und Contracting In
5.3.2 Public-Private-Partnership (PPP)
5.3.3 Privatisierung
5.4 Zusammenfassung
6 Definition: Public Format Franchising
Die Diplomarbeit untersucht, inwieweit das privatwirtschaftliche Instrument des „Business Format Franchising“ als neue, effiziente Alternative für die Leistungserbringung in der öffentlichen Verwaltung geeignet ist, um staatliche Gewährleistungspflichten zu erfüllen.
4.2.2 Betriebshandbuch (Franchise-Handbuch)
Die 2. Säule des Franchisings bildet das Betriebshandbuch, welches auch Franchise-Handbuch genannt wird. Das Franchise-Handbuch enthält im Gegensatz zum Franchise-Vertrag das geheime Betriebskonzept des Gesamtsystems möglichst detailliert in schriftlicher Form. Die Aufgabe, die diesem Dokument zukommt, ist also einerseits der stetige Know-how-Transfer auf den Franchise-Nehmer und andererseits die Festlegung des Geschäftsordnungssystems, also der Richtlinien und Grundsätze, die der Franchise-Nehmer für den Geschäftsablauf, die Zusammenarbeit mit dem Franchise-Geber und den anderen Franchise-Nehmern zu beachten hat.
Heute versteht man unter dem Betriebshandbuch meist nicht mehr ein einzelnes Buch sondern eine Ansammlung von Handbüchern. Dabei wird das zu transferierende Know-how nach seiner Art geordnet und in verschiedenen speziellen Handbüchern festgehalten. Nach Skaupy werden heute oft für folgende Bereiche eigene Handbücher entwickelt: Marketing und Organisation (Strategie), Bestell- und Lieferungswesen, technische Anleitungen, Werbung und Verkaufsförderung, Training, EDV, Warenwirtschaftssystem, Personalfragen und/oder gegebenenfalls andere/weitere franchisespezifische Bereiche.
Der Inhalt des Handbuchs muss unaufgefordert und laufend vom Franchise-Geber auf den aktuellsten Stand gebracht werden, und er muss auch dafür sorgen, dass die Franchise-Nehmer Zugang zum Medium erhalten. Nur die Zentrale hat das Recht, aber auch zugleich die Pflicht, das Handbuch weiterzuentwickeln. Die Franchise-Nehmer haben nicht das Recht, das Handbuch zu verändern oder gar systemfremden Personen dazu Zugang zu verschaffen. Die Produktion des Handbuchs kann, wie generell noch üblich, in Papierform aber auch in digitalisierter Form vonstatten gehen. Im Mittelpunkt muss dabei die praktische Handhabung stehen. Denn der Franchise-Nehmer soll das Franchise-Handbuch effizient nützen können und es nicht zum Staubfänger verkommen lassen.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Modernisierungsdruck der öffentlichen Verwaltung durch New Public Management und stellt Franchising als neue Alternative vor.
2 Begriffserklärungen: Definition der zentralen Konzepte: öffentliche Verwaltung, öffentliche Aufgaben und die spezifische Form des Business Format Franchising.
3 Entwicklung des Franchisings: Ein historischer Abriss zeigt die Evolution des Franchisings vom Mittelalter bis zum modernen, wissensbasierten System in der Privatwirtschaft.
4 Franchising (Business Format Franchising): Detaillierte Analyse der Franchise-Mechanismen, inklusive der vier Säulen, der Abgrenzung zu anderen Vertriebsformen sowie der Vor- und Nachteile.
5 Franchising in der öffentlichen Verwaltung: Kernkapitel mit der Entwicklung von sechs Franchise-Modellen für die Verwaltung auf Basis strategischer Relevanz und Spezifität.
6 Definition: Public Format Franchising: Synthese der Ergebnisse in einer offiziellen Neudefinition des „Public Format Franchising“ für den Sektor der öffentlichen Verwaltung.
Public Format Franchising, öffentliche Verwaltung, New Public Management, Business Format Franchising, Leistungserbringung, Privatisierung, Kooperation, Franchise-Geber, Franchise-Nehmer, Know-how-Transfer, Modellentwicklung, Strategische Relevanz, Spezifität, Verwaltungsreform.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Franchising, ein bewährtes privatwirtschaftliches Vertriebssystem, als Organisationsmodell für die öffentliche Verwaltung adaptiert werden kann.
Im Fokus stehen das Business Format Franchising, die Anwendung von Managementstrukturen in der öffentlichen Verwaltung sowie die methodische Abgrenzung zu bestehenden Konzepten wie Outsourcing oder PPP.
Das Ziel ist die theoretische Einführung und Neudefinition des „Public Format Franchising“ sowie die Entwicklung eines Prüfschemas für öffentliche Aufgaben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Ableitung von Kriterien aus der Transaktionskostentheorie und der Modellierung von Franchise-Strukturen für öffentliche Träger.
Der Hauptteil beschreibt die Funktionsweise von Franchising, analysiert Franchise-Modelle für die Verwaltung anhand von „Strategischer Relevanz“ und „Spezifität“ und vergleicht diese mit anderen Methoden wie Contracting Out.
Zentrale Begriffe sind Public Format Franchising, öffentliche Verwaltung, New Public Management, Know-how-Transfer und Modellentwicklung.
Im Gegensatz zur reinen Konzessionsvergabe basiert das „Public Format Franchising“ auf einer intensiven, langfristigen Kooperation und dem stetigen Know-how-Transfer zwischen der Systemzentrale und den Franchise-Nehmern.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie den Grad der Privatisierung und die Steuerungsmöglichkeiten des Staates bei der Leistungserstellung definiert.
Sie bilden das Fundament (Vertrag, Handbuch, Training, Leistungen) für ein stabiles System, welches sicherstellt, dass die Leistungserbringung unabhängig vom Ort oder der Organisationseinheit eine gleichbleibende Qualität aufweist.
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