Forschungsarbeit, 2004
80 Seiten, Note: 1,0
1. Ausgangslage
2. Zielsetzung des Entwurfes
3. Methodisches Vorgehen
3.1. Erhebung und Analyse
3.2. Prognose
3.3. Konzept
4. Rahmenbedingungen und Trends im Einzelhandel
4.1. Einflussfaktoren auf der Nachfrageseite
4.2. Einflussfaktoren auf der Angebotsseite
4.3. Heutige Einzelhandelslandschaft
5. Auswirkung des Einzelhandelsstrukturwandels auf Stadtteilzentren
5.1. Die Bedeutung des Einzelhandels für Mittelzentren und die Auswirkungen des Strukturwandels
5.2. ... und wie die Planung reagiert
6. Standortprofil des Geschäftszentrums Oberhausen-Sterkrade
6.1. Räumliche Einordnung und Stadtteilentwicklung
6.2. Angebotsanalyse
6.3. Großflächige Betriebe des Geschäftszentrums
6.4. Einzelhandelsstruktur
6.5. Verkaufsflächenausstattung und Sortimentsstruktur
6.6. Einzelhandelsrelevante Indikatoren
6.7. Dienstleistungs- und Freizeitangebot
7. Nachfrageanalyse
7.1. Einzugsgebiet
7.2. Bevölkerungsentwicklung
7.3. Einzelhandelsrelevante Kaufkraft
7.4. Bindungsquoten / Zentralität
8. Städtebauliche Analyse
8.1. Bebauungsstruktur und Einkaufsatmosphäre
8.2. Verkehrliche Erreichbarkeit und ruhender Verkehr
8.3. Gestaltung des öffentlichen Raumes / Eingangssituationen
8.4. Räumliche / synergetische Effekte und Erweiterungsmöglichkeiten.
9. Defizite im Bezug auf das zentralörtliche Konzept
10. Verkaufsflächenpotenziale des Geschäftszentrums
11. Entwicklungsempfehlungen
11.1. Nutzungskonzept
11.1.1. Baustein 1: Media-Center
11.1.2. Baustein 2: Kauflandfassade und Marktplatz
11.1.3. Baustein 3: Anbindung des Hirsch-Centers
11.1.4. Auswirkungen auf umliegenden Handel
11.1.5. Auswirkungen auf das Stadtteilzentrum
11.2. Handlungskonzept
12. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Entwicklungsperspektiven für das Stadtteilzentrum Oberhausen-Sterkrade aufzuzeigen, um dessen Attraktivität langfristig zu sichern und dem drohenden Bedeutungsverlust durch den Strukturwandel im Einzelhandel entgegenzuwirken.
6.3. Großflächige Betriebe des Geschäftszentrums
Das SB-Warenhaus Kaufland an der Kantstraße nimmt mit ca. 6.000 m² Verkaufsfläche einen Großteil der Gesamtverkaufsfläche im Geschäftszentrum des Stadtteils ein. Mit etwa 4.320 m² Verkaufsfläche im Bereich des kurzfristigen Bedarfes (zum größten Teil Nahrungs- und Genussmittel sowie Getränke) kann das SB-Warenhaus einen großen Teil der Umsätze in diesem Bedarf realisieren. Dies ist unter Gesichtspunkten der Stadtteilzentrenattraktivität insgesamt als positiv zu beurteilen, da sich Kaufland innerhalb des definierten Zentrums befindet und somit erstens grundsätzlich als verträglich einzustufen ist und zweitens als Frequenzbringer für den übrigen Handel in der Fußgängerzone dienen kann. Diese Frequenzfunktion wird durch die städtebauliche Einbindung des SB-Warenhauses in die Fußgängerzone verstärkt. Im rückwärtigen Bereich befinden sich ca. 450 Parkplätze, die das SB-Warenhaus für Autokunden interessant macht und somit Kundschaft aus einem erweiterten Umkreis in das Geschäftszentrum zieht. Verlassen die Kunden das Geschäft auf der Vorderseite (zur Kantstraße) befinden sie sich direkt in der Fußgängerzone. Als Manko ist sicherlich die Fassade des Geschäftsgebäudes zur Bahnhofstraße hin zu betrachten, die sich als ungestaltete und abweisende Wand darstellt.
Das Warenhaus Woolworth gehört mit etwa 900 m² und einer breiten Sortimentspalette zu den strukturprägenden Läden des Geschäftszentrums. Durch die differenzierte Angebotspalette im mittelfristigen Bedarf (Bekleidung, Hausrat, Spielwaren) zieht es die Aufmerksamkeit einer breiten Kundenschicht auf sich. Das Warenhaus kann als Magnet positiv auf das Geschäftsumfeld wirken.
Das Möbelhaus Porta kann diese Frequenzfunktion aufgrund seiner Randlage im Geschäftszentrum nicht ausreichend erfüllen. Die Autokundenorientierung verdeutlichen die etwa 350 Parkplätze ober- und unterirdisch westlich des Möbelhauses. Die Lage des Möbelhauses ist differenziert zu betrachten. Einerseits weist es mit den Basissortimenten Möbel und Einrichtungsbedarf keine unbedingt zentrenrelevanten Sortimente auf, so dass es aus standorttheoretischer Sicht nicht optimal gelegen ist, andererseits erreicht es aufgrund seiner Dimensionierung einen überörtlichen Kundenkreis. Da das Möbelhaus Porta städtebaulich keine Zäsur im Innenstadtbereich darstellt sollte es als positive Ergänzung des Hauptgeschäftsbereiches betrachtet werden.
Ausgangslage: Die Arbeit beschreibt den Strukturwandel im deutschen Einzelhandel und dessen negative Auswirkungen auf Stadtteilzentren, die durch periphere Standorte unter Druck geraten.
Zielsetzung des Entwurfes: Ziel ist das Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven für das Stadtteilzentrum Sterkrade durch Bestandsaufnahme, Stärken-Schwächen-Analyse und Handlungsempfehlungen.
Methodisches Vorgehen: Die Arbeit basiert auf einer Vollerhebung der Einzelhandelsunternehmen, einer städtebaulichen Analyse sowie der Auswertung sekundärstatistischer Daten zur Nachfrage.
Rahmenbedingungen und Trends im Einzelhandel: Das Kapitel beleuchtet den Strukturwandel, Trends wie Konzentration, Flächenexpansion und die veränderte Bedeutung von Erlebniseinkäufen.
Auswirkung des Einzelhandelsstrukturwandels auf Stadtteilzentren: Es wird analysiert, wie Zentren auf den Wandel reagieren und welche Rolle die Stadtplanung bei der Etablierung neuer Nutzungen spielen muss.
Standortprofil des Geschäftszentrums Oberhausen-Sterkrade: Detaillierte Analyse des Standortes inklusive städtebaulicher Merkmale, Angebotsstruktur und der Rolle von Magnetbetrieben wie Porta oder dem Hirsch-Center.
Nachfrageanalyse: Untersuchung des Einzugsgebiets, der Bevölkerungsentwicklung und der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft zur Einschätzung des Marktpotenzials.
Städtebauliche Analyse: Bewertung von Bebauungsstruktur, Einkaufsatmosphäre, Erreichbarkeit und der Qualität des öffentlichen Raums.
Defizite im Bezug auf das zentralörtliche Konzept: Vergleich der Ist-Situation mit den Zielvorgaben für ein B-Zentrum, um spezifische Ausstattungsdefizite zu identifizieren.
Verkaufsflächenpotenziale des Geschäftszentrums: Berechnung potenzieller Flächenbedarfe basierend auf Bindungsquoten und Prognosen für das Jahr 2015.
Entwicklungsempfehlungen: Vorstellung eines zweigliedrigen Konzepts aus städtebaulichem Nutzungskonzept (Media-Center, Fassaden, Hirsch-Center-Integration) und einem Handlungskonzept zur Akteursbeteiligung.
Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass Sterkrade durch konsequente Umsetzung der Bausteine seine Attraktivität im Wettbewerb mit anderen Standorten sichern kann.
Stadtteilzentrum, Einzelhandel, Strukturwandel, Oberhausen-Sterkrade, Standortentwicklung, Kaufkraft, Bindungsquote, Einzelhandelskonzept, Stadtplanung, Media-Center, Nutzungsbausteine, Nahversorgung, Erlebniseinkauf, Handelsdichte, Standortprofil.
Die Arbeit analysiert die Situation des Stadtteilzentrums Oberhausen-Sterkrade im Kontext des Einzelhandelsstrukturwandels und entwickelt Strategien zu dessen Stärkung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Angebots- und Nachfragestruktur, der städtebaulichen Situation sowie der Entwicklung konkreter Bausteine zur Aufwertung des Standorts.
Das Hauptziel ist das Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven durch eine Kombination aus baulichen Maßnahmen und einem Handlungskonzept für die beteiligten Akteure.
Die Methode umfasst eine Vollerhebung der Einzelhandelsbetriebe, eine städtebauliche Analyse, die Auswertung von Kaufkraftkennziffern und eine Prognose der Verkaufsflächenpotenziale bis 2015.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Bestandsaufnahme (Angebot, Nachfrage, Städtebau), eine Potenzialanalyse und die Vorstellung spezifischer Nutzungskonzepte sowie eines Handlungsleitfadens.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Stadtteilzentrum, Einzelhandel, Strukturwandel, Standortentwicklung, Bindungsquote und Nutzungsbausteine.
Das Hirsch-Center liegt außerhalb des Straßenrings, ist städtebaulich nicht integriert und weist eine einseitige Ausrichtung auf Autokunden auf, was die räumliche Bindung an die Fußgängerzone erschwert.
Es handelt sich um ein Hybrid-Konzept aus Freizeit (Kino, Gastronomie) und Einzelhandel (Elektronik, Medien), das Synergien schaffen und die Passantenfrequenz im östlichen Teil des Zentrums erhöhen soll.
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