Examensarbeit, 2004
157 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Soziale Kompetenz
2.1 Was ist soziale Kompetenz?
2.2 Komponenten sozial kompetenter Verhaltensweisen
2.3 Ursachen für Defizite bei der sozialen Kompetenz
2.3.1. Die Familie
2.3.2 Die Medien
2.3.3 Die Schule
2.3.4 Der Arbeitsplatz
2.3.5 Persönliche Ursachen
2.3.6 Förderung der sozialen Kompetenz
2.4 Soziale Kompetenzen für Kinder
2.4.1 Primäre Sozialisation
2.4.2 Sekundäre Sozialisation
2.5 Auswirkungen für den Musikunterricht
3. Die Gesangsklassen am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Eppelheim
3.1 Population und Sozialstruktur des Einzugsgebiets
3.2 Der Musikunterrichts am DBG Eppelheim
3.3 Organisation des Musikunterrichts
3.4 Ziele des Musikunterrichts
3.4.1 Regelklassen
3.4.2 Gesangsklassen
4. Evaluation am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Eppelheim
4.1 Struktur des Musikunterrichts: Die Gesangsklasse und die Regelklasse im Vergleich
4.2 Fragebögen mit den Schülern der 10. Klasse
4.2.1 Beteiligung
4.2.2 Musikalische (Vor-)Bildung der Schüler
4.3 Umfrage in den Klassen 10
4.3.1 Klassensoziogramm
4.3.2 Fragebogen zur sozialen Kompetenz
4.3.3 Fragebogen zum Unterrichtsklima
4.4 Interviews mit Lehrern der 10. Klasse
4.4.1 Interview mit dem Lehrer der Gesangsklasse 10
4.4.2 Interview mit dem Musiklehrer Klasse 10
4.4.3 Interview mit einer Klassenlehrerin der Klasse 10
4.5 Eigene Beobachtungen
4.6 Bemerkungen zur Evaluation
4.7 Gesamtergebnis der Evaluation
5. Ergebnisse anderer Studien im Bezug auf Musikunterricht und Auswirkungen auf die soziale Kompetenz
5.1 Langzeitstudie an Berliner Grundschulen
5.1.1 Ziele der Langzeitstudie
5.1.2 Der Lehrplan in den Modell- und Vergleichsschulen
5.1.3 Die Wirkung auf die soziale Kompetenz der Schule durch erweiterten Musikunterricht
5.2 Modellversuch in der Schweiz
5.2.1 Organisation
5.2.2 Ergebnisse aus dem Sozial- und Selbstbereich
5.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.3 Modellversuch in Hessen: Kooperation von Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen
5.3.1 Rahmenbedingungen
5.3.2 Teilnehmende Schulen
5.3.3 Organisation des Musikunterrichts an den Schulen
5.3.4 Auswirkungen auf die Integration in die Schule und Klasse
5.4 Bewertungen der Ergebnisse der Studien im Bezug auf die Soziale Kompetenz
5.4.1 Bewertungen der Berliner Studie von Maria Spychiger
5.4.2 Kritische Bewertung der Ergebnisse der drei Studien
6. Perspektiven und Konsequenzen für den Musikunterricht an allgemein bildenden Gymnasien
6.1 Perspektiven für den Musikunterricht
6.1.1 Lernziel „soziale Kompetenz“
6.1.2 Förderung der sozialen Kompetenz im Musikunterricht
6.1.3 Perspektiven für den Musikunterricht
6.2 Konsequenzen für die Ausbildung der Schulmusiker
6.3 Schlussbemerkung
7. Anhang
7.1 Fragebögen
7.1.1 Klassensoziogramm
7.1.2 Fragebogen zur sozialen Kompetenz:
7.1.3 Fragebogen zum Unterrichtsklima im Musikunterricht
7.1.4 Fragebogen für die Lehrer zum Musikunterricht
7.2 Auswertungen
7.2.1 Soziale Kompetenz der Regelklassen
7.2.2 Soziale Kompetenz der Gesangsklassen
7.2.3 Unterrichtsklima Gesangsklasse
7.2.4 Unterrichtsklima in der Regelklasse
7.3 Interview (eigenes Manuskript)
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen des Singens im Musikunterricht auf die soziale Kompetenz von Schülern zu untersuchen und zu ergründen, ob musikpraktische Unterrichtsmodelle (hier: Gesangsklassen) signifikante Unterschiede im Sozialverhalten und Unterrichtsklima im Vergleich zum traditionellen Musikunterricht aufweisen.
3.2.1 Wie entstand dieses Projekt?
„Klassenweise sitzen Schüler hinter ihren aufgeschlagenen Liederbüchern, vom Klavier her klingen Melodie und - mehr oder minder originell- Begleitung eines gemeinsam zu singenden Liedes. Was von Schülerseite sicht- und hörbar wird, setzt sich zusammen aus zurückhaltender Andeutung der zu singenden Melodie, und eher abseits - genauer: zu tief- liegenden, unfreiwilligen ‘Bordunen’. Hörbar werden aber auch nicht Intendiertes, Reaktionen und Wertungen in schülerspezifischer Spontaneität, Sprache, Gestik und Mimik. Andere nutzen die Situation, um dahinter ganz abseits der eigentlichen Sache eigenständig verbal oder nonverbal zu interagieren.“ So erlebte Ralf Schnitzer und sicherlich auch viele andere Musiklehrer den Alltag im Musikunterricht. Ein musikerzieherischer sinnvoller Umgang mit der Singstimme wird unmöglich und das Singen rückt in den Entertainment-Bereich und dient auch zur Kompensation der kognitiven Arbeitsanforderung anderer Fächer. Die Schüler karikieren den Gesang oder weigern sich sogar mitzusingen.
Ralf Schnitzer, der durch diese Situation zutiefst enttäuscht war und sich nicht damit zufrieden geben wollte, dass der schulische Umgang mit der Singstimme „ein derartig defizitäres und verzerrtes Erfahrungs- und Erlebnispotential hinterlässt und damit jeden zukünftigen Zugang zu Singen und Rezeption gesungener Musik belastet“, nahm Eindrücke aus amerikanischen Schulen mit, die das Singen und Musizieren im Musikunterricht schon seit langem auf relativ hohem Niveau praktizieren. Seit Ende 1998 wird an dieser Schule ein durch das Kultusministerium Baden-Württemberg unterstützter Modellversuch durchgeführt.
1. Einleitung: Stellt die Problematik von Gewalt und mangelnder sozialer Kompetenz an Schulen dar und führt in die wissenschaftliche Fragestellung ein.
2. Soziale Kompetenz: Definiert den Begriff der sozialen Kompetenz und untersucht deren Komponenten sowie Ursachen für Defizite bei Kindern und Jugendlichen.
3. Die Gesangsklassen am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Eppelheim: Beschreibt das konkrete Schulmodell, die Organisation des Musikunterrichts und die didaktischen Ziele des Gesangsklassen-Projekts.
4. Evaluation am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Eppelheim: Präsentiert die empirische Untersuchung anhand von Fragebögen und Lehrerinterviews zum Vergleich von Gesangs- und Regelklassen.
5. Ergebnisse anderer Studien im Bezug auf Musikunterricht und Auswirkungen auf die soziale Kompetenz: Fasst Erkenntnisse aus bundesweiten Langzeitstudien sowie Modellversuchen in der Schweiz und Hessen zusammen.
6. Perspektiven und Konsequenzen für den Musikunterricht an allgemein bildenden Gymnasien: Leitet aus den Ergebnissen pädagogische Konsequenzen für die Förderung sozialer Kompetenz und die Ausbildung von Schulmusikern ab.
Soziale Kompetenz, Musikunterricht, Gesangsklasse, Klassenmusizieren, Persönlichkeitsentwicklung, Unterrichtsklima, Sozialverhalten, Stimmbildung, Integration, Schulmusik, Evaluation, Aggressionsprävention, Kooperation, Empathie, Kompetenzerwerb
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen aktivem Musizieren, insbesondere Singen im Musikunterricht, und der Entwicklung sozialer Kompetenzen bei Schülern an allgemeinbildenden Gymnasien.
Zentral sind die Definition von sozialer Kompetenz, die Analyse von Sozialstrukturen in Schulklassen, die Wirkung musikalischer Praxis auf das Unterrichtsklima sowie der Vergleich zwischen spezialisierten "Gesangsklassen" und herkömmlichen "Regelklassen".
Das Ziel ist es, auf Basis von Literaturstudien und einer eigenen Evaluation am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zu klären, ob ein praxisorientierter Musikunterricht die soziale Integration und das Klassenklima positiv beeinflussen kann.
Die Verfasserin nutzt einen Methodenmix: Neben einer theoretischen Literaturanalyse führte sie eine empirische Evaluation (Fragebögen für Schüler und Lehrer) sowie leitfadengestützte Interviews durch.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der sozialen Kompetenz die spezifischen Konzepte der Gesangsklassen sowie die Ergebnisse der Evaluation des Unterrichtsklimas und der sozialen Beziehungen der beteiligten Klassen ausführlich analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind soziale Kompetenz, Musikunterricht, Gesangsklassen, Sozialverhalten, Klassenmusizieren, Evaluation und Persönlichkeitsentwicklung.
Diese Trennung erlaubt einen direkten Vergleich zwischen einem musikbetonten, praxisorientierten Unterricht und einem konventionellen Unterrichtsmodell innerhalb derselben Schule, um Unterschiede im sozialen Miteinander zu identifizieren.
Das Soziogramm dient als statistisches Instrument, um die Qualität der sozialen Beziehungen, die Beliebtheit einzelner Schüler und das Ausmaß an "sozialer Verbundenheit" in den verschiedenen Klassen vergleichbar zu machen.
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