Diplomarbeit, 2004
111 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Internationale Arbeitsplatzwahl – eine theoretische Annäherung
2.1 Globalisierung und ihre Folgen
2.1.1 Auswirkungen der Globalisierung für Deutschland und Frankreich in der Wirtschaft, auf dem Arbeitsmarkt und im Studium
2.1.2 Mobilität und Migration
2.1.3 Interkulturalität
2.2 Arbeitsplatzwahl und individuelles Entscheidungsverhalten
2.2.1 Bemerkungen zur Arbeitsplatzwahl
2.2.2 Theorien der Arbeitsplatzwahl
2.2.2.1 Nicht-psychologische Theorien
2.2.2.2 Psychologische Theorien
2.2.2.3 Allgemeine Theorien
2.2.2.4 Würdigung
2.3 Relevante Aspekte der internationalen Arbeitsplatzwahl
3 Internationale Arbeitsplatzwahl – eine empirische Untersuchung
3.1 Untersuchungsmethode
3.1.1 Erhebung – das qualitative Interview
3.1.2 Aufbereitung und Auswertung
3.2 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
3.2.1 Interkulturelle Erfahrungen
3.2.2 Wunsch nach Abwechslung
3.2.3 Suche nach Herausforderung
3.2.4 Persönlichkeitsmerkmale
3.2.5 Berufsanforderungen
3.2.6 Externe Einflüsse
3.2.7 Würdigung
3.3 Vergleich der theoretischen Hintergründe mit den empirischen Ergebnissen
4 Fazit
Die Arbeit untersucht die Determinanten des individuellen Entscheidungsverhaltens bei der Wahl eines internationalen Arbeitsplatzes unter dem Einfluss von Individualisierung und Globalisierung. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Faktoren die Arbeitsplatzwahl beeinflussen und wie Studierende subjektiv zu ihrer Entscheidung gelangen.
Arbeitsplatzwahl und individuelles Entscheidungsverhalten
Einer der ersten Ansätze strukturierter Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Arbeitsplatzwahl war Parsons’ „Choosing a Vocation“ von 1909. Seine Begründung für den Versuch, Beruf und Individuum aufeinander abzustimmen, scheint auch aus heutiger und vor allem aus ökonomischer Sicht sinnvoll: Wenn sich eine Person ihren Beruf aktiv aussucht, statt irgendeinen beliebigen zu ergreifen, werden wahrscheinlich zum einen persönliche Zufriedenheit und Erfolg auf Arbeitnehmerseite steigen, zum anderen können die Kosten z.B. durch Fehlbesetzung und Ineffizienz für den Arbeitgeber gesenkt werden. Ziel dieser anfänglichen Bemühungen um die Arbeitsplatzwahl war es vor allem, Berufsinformation und -beratung zur Verfügung zu stellen.
Die Relevanz der Arbeitsplatzwahl verdeutlicht Scheller: „Da Individuen arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, um als Person anerkannt zu werden, um Unabhängigkeit zu erlangen etc., dient der Beruf als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung und zur Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit“ Auch für Ginzberg ist der Arbeitsplatz wichtiger Bestimmungsfaktor für Status, Einkommen und Zufriedenheit.
Bedenkt man, dass ein Individuum ab dem Eintritt ins Berufsleben etwa 88.000 Stunden mit beruflicher Arbeit verbringt, ist die Arbeitsplatzwahl eine durchaus ernstzunehmende Entscheidung. Entsprechend bezeichnet Parsons die Berufswahl eines Individuum als “greatest decision of his life“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Arbeitsplatzwahl vor dem Hintergrund von Individualisierung und Globalisierung ein und skizziert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.
2 Internationale Arbeitsplatzwahl – eine theoretische Annäherung: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Globalisierung, Mobilität, Migration und Interkulturalität und diskutiert verschiedene wissenschaftliche Theorien zur Berufswahl.
3 Internationale Arbeitsplatzwahl – eine empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die qualitative Untersuchung mittels problemzentrierter Interviews, wertet diese aus und stellt die Determinanten der Arbeitsplatzwahl induktiv dar, gefolgt von einem Vergleich mit den Theorien.
4 Fazit: Das Fazit fasst die identifizierten Einflussfaktoren zusammen und gibt Empfehlungen für die praktische Personalsuche in Unternehmen.
Arbeitsplatzwahl, Globalisierung, Internationale Karriere, Individuelles Entscheidungsverhalten, Interkulturelle Erfahrungen, Mobilität, Migration, Berufsanforderungen, Persönlichkeitsmerkmale, Qualitative Inhaltsanalyse, Doppeldiplom, Person-Job-Fit, Motivation, Berufseinstieg
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren das individuelle Verhalten bei der Wahl eines international ausgerichteten Arbeitsplatzes beeinflussen und wie dieser Prozess unter dem Einfluss der Globalisierung abläuft.
Die zentralen Themen umfassen die Globalisierung, individuelle Mobilität, interkulturelle Aspekte im Arbeitsleben sowie Theorien und empirische Methoden zur Erforschung von Berufsentscheidungen.
Das Ziel ist die Identifikation von subjektiven Determinanten der Arbeitsplatzwahl bei international orientierten Studierenden und Absolventen, um zu verstehen, wie diese zu ihren Entscheidungen gelangen.
Es wird eine qualitative empirische Untersuchung durchgeführt, die auf problemzentrierten Interviews mit zehn Studierenden und Absolventen eines deutsch-französischen Studiengangs basiert.
Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte (z.B. Migrations- und Berufswahltheorien) sowie die systematische Auswertung der Interviews, aus denen sechs Hauptkategorien für die Entscheidungsdeterminanten abgeleitet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie internationale Arbeitsplatzwahl, Globalisierung, Mobilität, interkulturelle Erfahrungen und individuelles Entscheidungsverhalten beschreiben.
Einige befragte französische Studierende betrachten das Diplom einer Grande École als entscheidende Voraussetzung für eine attraktive Karriere, was bei Nicht-Absolventen dieses Systems zu einer spezifischen Form der Strategiebildung (z.B. durch Doppeldiplome) führt.
Soziale Faktoren wie das direkte Umfeld (Familie, Freunde), die soziale Schicht sowie die Arbeitsmarktlage werden als externe Einflussfaktoren identifiziert, die den Druck auf das individuelle Entscheidungsverhalten erhöhen können.
Ja, die Arbeit zeigt, dass nach einer rationalen Vorauswahl der Arbeitsplatz oft "mit dem Bauch" bzw. durch ein Gefühl (z.B. nach dem Vorstellungsgespräch) entschieden wird.
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