Diplomarbeit, 2004
128 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1. Allgemeines
1.2. Begriff der Organisationsentwicklung
1.3. Organisation
1.3.1. Begriff
1.3.2. Organisation als soziales System
1.3.3. Entwicklungsphasen
1.3.3.1. Lebensphasenmodell nach Lievegoed
1.3.3.2. Wachstumsmodell nach Greiner
1.3.3.3. Phasenmodell der Unternehmensentwicklung nach Bleicher
1.3.4. Strategien zur Organisationsveränderung
2. Grundlagen von Organisationsentwicklung
2.1. Historische Entwicklung
2.2. Ursachen und Notwendigkeit
2.3. Geplanter Wandel
2.4. Einordnung und Abgrenzung
2.5. Ziele
2.5.1. Humanisierung
2.5.2. Effektivität
2.6. Erfolgsfaktoren
2.6.1. Systemansatz
2.6.2. Partizipation
2.6.3. Information und Kommunikation
2.6.4. Führungsunterstützung
2.6.5. Beraterunterstützung
2.6.6. Kontinuierlicher Prozess
2.6.7. Humanistisches Menschenbild
2.7. Inhalt und Wesen
3. Strukturorientierte Managementkonzepte
3.1. Anlässe
3.2. Arten
3.2.1. Business-Reengineering
3.2.2. Lean-Management
3.2.3. Total-Quality-Management
3.3. Realisierungsphasen
3.3.1. Initialisierung und Mobilisierung
3.3.2. Analyse
3.3.3. Konzeption
3.3.4. Implementierung
3.3.5. Konsolidierung und Stabilisierung
3.4. Kritische Würdigung
4. Durchführung von Organisationsentwicklung
4.1. Aktionsforschung als Grundlage
4.2. Rolle des Beraters
4.2.1. Interner oder externer Berater
4.2.2. Anforderungen an den Berater
4.3. Steuerung des Organisationsentwicklungsprozesses
4.4. Prozessorientierte Vorgehensweise
4.4.1. Drei-Phasen-Modell
4.4.1.1. Auftauen - unfreezing
4.4.1.2. Ändern - moving
4.4.1.3. Wiedereinfrieren - refreezing
4.4.2. Vier-Phasen-Modell
4.4.2.1. Vorphase
4.4.2.2. Diagnosephase
4.4.2.3. Entwicklungsphase
4.4.2.4. Stabilisierungsphase
4.5. Richtungsbezogene Strategiemodelle
4.5.1. Top-down-Prinzip
4.5.2. Bottom-up-Prinzip
4.5.3. Bi-polar-Prinzip
4.5.4. Center-out-Prinzip
4.5.5. Multiple-nucleus-Prinzip
5. Interventionen
5.1. Individuenbezogene Interventionen
5.1.1. Sensitivitätstraining
5.1.2. Lebensgestaltung und Karriereplanung
5.1.3. Coaching
5.2. Gruppenbezogene Interventionen
5.2.1. Teamentwicklung
5.2.2. Kleingruppenarbeit
5.3. Organisationsbezogene Interventionen
5.3.1. Survey-Feedback
5.3.2. Konfrontationstreffen
5.3.3. Grid-Organisationsentwicklung
5.3.4. Open-Space
5.3.5. Unternehmenstheater
6. Praxisbeispiele von Organisationsentwicklung
6.1. Organisationsentwicklung im Krankenhausbereich
6.2. Organisationsentwicklung im High-Tech-Bereich
6.3. Organisationsentwicklung im industriellen Bereich
7. Bewertung von Organisationsentwicklung
7.1. Erfolgsergebnisse
7.2. Grenzen und Probleme
7.2.1 Konzeptionelle Kritik am Organisationsentwicklungsansatz
7.2.1.1. Humanistisches Menschenbild
7.2.1.2. Zielharmonie
7.2.1.3. Organisatorischer Wandel als Spezialistensache
7.2.1.4. Organisatorischer Wandel als stetiger und planbarer Prozess
7.2.1.5. Organisatorischer Wandel als fest umschriebenes Problem
7.2.1.6. Organisatorischer Wandel als Sonderfall
7.2.2. Widerstände gegen Änderungen
8. Auf dem Weg zur Lernenden Organisation
8.1. Begriff
8.2. Gestaltung
8.3. Voraussetzungen
8.4. Vom individuellen zum organisationalen Lernen
8.5. Lernebenen
8.6. Lernformen
8.7. Die Lernende Organisation in der Praxis
8.7.1. Praxisbeispiel für organisationales Lernen
8.7.2. Empirische Studie
9. Resümee
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, die komplexe Thematik der Organisationsentwicklung zu systematisieren, ihre Merkmale, Methoden und den inhaltlichen Ablauf zu analysieren sowie deren Eignung und Grenzen kritisch zu beurteilen, um den aktuellen Wandel in Unternehmen besser zu bewältigen.
1.1. Allgemeines
„Zur Organisationsentwicklung existiert keine geschlossene Theorie.“
Deshalb gibt es zu diesem Thema eine Vielzahl von Veröffentlichungen, deren Inhalte sich, nicht zuletzt aufgrund internationaler Verschiedenheiten und unterschiedlicher Auffassungen, z.T. deutlich unterscheiden. Die vorliegende Arbeit setzt sich somit aus dem Studium vieler Einzelabhandlungen zusammen und soll insbesondere die herrschende Meinung in der Literatur zum Ausdruck bringen.
Dabei ist es Ziel dieser Diplomarbeit, die komplexe Thematik der Organisationsentwicklung zu systematisieren, wobei die Schwerpunkte auf ihren Merkmalen, ihrem inhaltlichen Ablauf sowie den wichtigsten Methoden, derer sich die Organisationsentwicklung bedienen kann, liegen. Daraufhin werden ihre Eignung beurteilt und Probleme aufgezeigt, welche mit ihr verbunden sind. Ebenso wird neben einigen Beispielen aus der Unternehmenspraxis mit der „Lernenden Organisation“ auch auf die aktuelle Entwicklung bei der Bewältigung des organisationalen Wandels eingegangen.
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung der Arbeit und definiert den Begriff der Organisationsentwicklung sowie die Grundlagen von Organisationen als soziales System.
2. Grundlagen von Organisationsentwicklung: Hier werden die historischen Ursprünge, die Notwendigkeit für geplanten Wandel, die Ziele sowie die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Organisationsentwicklungsprozesse analysiert.
3. Strukturorientierte Managementkonzepte: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Managementansätze wie Business-Reengineering und Lean-Management und erläutert deren Implementierungsphasen sowie eine kritische Würdigung.
4. Durchführung von Organisationsentwicklung: Hier liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung, der Rolle der Berater, der Steuerungsstruktur und den verschiedenen prozessorientierten Vorgehensweisen.
5. Interventionen: Dieses Kapitel klassifiziert spezifische Interventionsmethoden für Einzelpersonen, Gruppen und die gesamte Organisation, um Veränderungsprozesse wirksam zu gestalten.
6. Praxisbeispiele von Organisationsentwicklung: Anhand konkreter Fallbeispiele in unterschiedlichen Branchen wird die praktische Anwendung von Organisationsentwicklung verdeutlicht.
7. Bewertung von Organisationsentwicklung: Dieses Kapitel bewertet die Erfolgsergebnisse kritisch und analysiert konzeptionelle Grenzen sowie Widerstände gegen Änderungen.
8. Auf dem Weg zur Lernenden Organisation: Hier wird der Ansatz der Lernenden Organisation als zukunftsfähige Weiterentwicklung der Organisationsentwicklung vorgestellt und deren Gestaltungsmöglichkeiten untersucht.
9. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Bedeutung von Organisationsentwicklung als dauerhafte Managementaufgabe.
Organisationsentwicklung, Veränderungsmanagement, Organisationskultur, Change Agent, Partizipation, Systemansatz, Personalentwicklung, Lernende Organisation, Unternehmenserfolg, Interventionsmethoden, Strukturwandel, Widerstandsverhalten, Prozessberatung, Managementkonzepte
Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Organisationsentwicklung und deren Rolle als Aufgabe der Personalwirtschaft, um Unternehmen bei notwendigen Veränderungsprozessen zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die theoretische Systematisierung von Organisationsentwicklung, die Analyse von Interventionsmethoden, die Identifikation von Erfolgsfaktoren und die Auseinandersetzung mit Widerständen im Wandel.
Das Ziel ist es, das komplexe Feld der Organisationsentwicklung methodisch zu ordnen und zu beurteilen, unter besonderer Berücksichtigung der Verzahnung von Struktur- und Verhaltensänderungen.
Die Arbeit basiert auf einem umfassenden Studium der Fachliteratur, der Systematisierung von Entwicklungs- und Phasenmodellen sowie der Auswertung von Praxisbeispielen und empirischen Studien.
Im Hauptteil werden Managementkonzepte, Durchführungsprozesse, spezifische Interventionsmethoden (wie Sensitivitätstraining oder Survey-Feedback) und die Bewertung des Ansatzes detailliert erläutert.
Schlüsselbegriffe sind Organisationsentwicklung, Change Management, Lernende Organisation, Partizipation und die Integration von Personal- und Organisationsgestaltung.
Es dient als ethisches und theoretisches Fundament, das davon ausgeht, dass Mitarbeiter lernbereit und entwicklungsfähig sind, was die Voraussetzung für partizipative Veränderungsprozesse bildet.
Während Organisationsentwicklung oft projektbezogen und als punktueller Wandel verstanden wird, betrachtet die Lernende Organisation Wandel als stetigen Normalzustand und dezentrale Kompetenz aller Organisationsmitglieder.
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