Magisterarbeit, 2002
144 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Kulturanthropologie
1.2 Semiotik
1.3 Der Kulturbegriff
1.4 Der Diversitätsbegriff
1.4.1 Kulturelle Diversität
1.4.2 Ökonomisches Diversitätsverständnis
1.4.3 Biologisches Diversitätsverständnis
2 Aspekte theoretischer Ansätze des Diversitätsverständnisses
2.1 Clifford Geertz
2.1.1 Soziale-Struktur und Kultur
2.1.2 Kultur und Zeit
2.1.3 Kulturelle Perspektiven und Systeme
2.1.4 Rezeption des aktuellen Diversitätsbegriffs
2.2 Klaus Peter Hansen
2.2.1 Standardisierungen
2.2.2 Individuum und Kollektiv
2.2.3 Kultur als komplexe und diversitäre Kollektivität
2.3 Ulf Hannerz
2.3.1 Dimensionen zeitgenössischer Kulturen
2.3.2 Zentrum/Peripherie sowie kultureller Apparat/Subkultur
2.3.3 Prozeß- oder Fluß-Muster
2.3.4 Kulturelle Diversität
3 Ergänzende 'fachfremde' Einsichten
3.1 Die Wirtschaft
3.1.1 Die sichtbare Dimension
3.1.2 Die grenzenlose Dimension
3.1.3 Die Cyber-Dimension
3.1.4 Die Dimension der hohen Multiples
3.2 Die Psychologie
3.2.1 Komponenten der psychologischen Existen
3.2.2 Typen und Zusammenwirken von Komponenten
3.2.3 Evolution, Lernen und Wandel
4 Fazit
4.1 Zusammenfassender Vergleich
4.2 Abschließende Bemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Bedeutung und Veränderung des Kulturbegriffs sowie des Konzepts der "kulturellen Diversität" in der heutigen Zeit. Das zentrale Ziel ist es, verschiedene theoretische Ansätze (von Geertz, Hansen, Hannerz) auf ihre Erklärungsleistung hinsichtlich der Diversität zu prüfen und durch fachfremde Erkenntnisse aus Wirtschaft und Psychologie zu ergänzen, um die Transformationen heutiger Gesellschaften besser zu verstehen.
1.1 Kulturanthropologie
Die Anthropologie beschäftigt sich mit dem Studium menschlicher Konvergenzen und Divergenzen und entstand zu Zeiten der Entdeckungen durch das westliche Europa, wodurch sich ein Zugang zu Gesellschaften ausserhalb der 'westlichen, technologischen, zivilisierten und modernen Welt' ergab. Anthropologen waren (wie zum grössten Teil auch noch heute) immer Europäer oder Nordamerikaner. Untersucht wurden Gesellschaften, denen aus späteren Sichten beurteilt i. d. R. ein unbefriedigendes Attribut nach dem anderen zugeordnet wurde: wilde, primitive, traditionelle, schriftlose, vorgeschichtliche, fremde Kulturen usw. Gemeinsam war ihnen ihre grosse kulturelle Differenz, Fremdheit, Distanz zur Lebenswelt der Anthropologen, die vor allem aus Forschungsreisenden und staatlich beauftragten Ethnographen bestanden.
Die kulturellen Brüche zwischen den kulturellen Umwelten des Forschers und des erforschten Subjekts waren deutlich. Daneben wurden vergangene Hochkulturen betrachtet (Hethiterreiche, Ägypten, Karthago, Griechenland, Rom, China, Indien usw.) und gewisse feststellbare 'Vorstufen' dieser Kulturen mit der eigenen 'Hochkultur' in Beziehung gesetzt, wie Ackerbau, Erfindung der Schrift, Stadt- und Staatswesen usw. (Geertz 1996: 72; Barloewen/Barloewen 1988: 6; Brockhaus 1999: Weltkulturgüter). Die Weltgeschichte der Hochkulturen wird dabei bspw. als universalhistorischer Prozess der Kulturevolution von der Geschichte Mesopotamiens und Ägyptens bis hin zum Zerfall des römischen Reiches und den Schwerpunktverlagerungen im Rahmen der interkulturellen Vernetzung der Hochkulturregionen, bspw. von der chinesischen bis hin zur islamischen Welt betrachtet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der kulturellen Diversität ein und skizziert den Aufbau der Arbeit, die sich mit verschiedenen theoretischen Erklärungsansätzen und ergänzenden Beobachtungen befasst.
2 Aspekte theoretischer Ansätze des Diversitätsverständnisses: In diesem Kapitel werden die theoretischen Konzepte von Clifford Geertz, Klaus Peter Hansen und Ulf Hannerz vorgestellt und im Hinblick auf ihr Verständnis kultureller Diversität analysiert.
3 Ergänzende 'fachfremde' Einsichten: Hier werden wirtschaftliche und psychologische Ansätze herangezogen, um zusätzliche theoretische Impulse für die Untersuchung der Diversität zu liefern.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, bietet einen vergleichenden Überblick und reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse.
Kulturanthropologie, Diversität, Kultur, Kulturelle Diversität, Soziale Struktur, Symbolsysteme, Identität, Standardisierung, Kollektivität, Memes, vMemes, Wirtschaftliche Dimensionen, Interkulturalität, Globalisierung.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der kulturellen Diversität und wie sich der Kulturbegriff angesichts globaler gesellschaftlicher Veränderungen und zunehmender Komplexität wandelt.
Zu den zentralen Feldern gehören die Kulturanthropologie, soziologische Kulturtheorien, wirtschaftliche Transformationsprozesse sowie psychologische Ansätze zur Verhaltenssteuerung durch Werte und Memes.
Das Ziel ist es, verschiedene konzeptionelle Erklärungsansätze für Diversität kritisch gegenüberzustellen und zu prüfen, wie sie zum Verständnis moderner, komplexer Gesellschaften beitragen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und einen systematischen Vergleich ausgewählter kulturwissenschaftlicher Konzepte sowie eine Integration fachfremder (ökonomischer/psychologischer) Ansätze.
Im Hauptteil werden die Ansätze von Clifford Geertz, Klaus Peter Hansen und Ulf Hannerz detailliert besprochen sowie ergänzend wirtschaftswissenschaftliche "neue Kontinente" und psychologische Modelle wie Spiral Dynamics diskutiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kulturanthropologie, Diversität, vMemes, Soziale Struktur, Kollektivität und der Einfluss wirtschaftlicher globaler Vernetzung.
Hansen betrachtet das Individuum und das Kollektiv als dialektisch interagierende Partner, wobei kulturelle Standardisierungen als Bindeglied dienen, die sowohl Integration als auch Abgrenzung ermöglichen.
vMemes (Value-System-Memes) werden als organisierte Prinzipien bzw. Wertsysteme definiert, die als eine Art psychologische DNA menschliches Verhalten steuern und auf bestimmte Anforderungen der Umwelt reagieren.
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