Diplomarbeit, 2004
116 Seiten, Note: 80/80 (= 1)
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Abstract
Vorwort
TEIL I
1. KONSTRUKTIVISMUS – ein Definitionsversuch
1.1 Zur Entstehung des Konstruktivismus
1.1.1 Jean Piaget (1896-1980)
1.1.2 John Dewey (1859-1952)
1.1.3 Lev Vygotsky (1896-1934)
1.1.4 Piaget und Vygotsky - eine Gegenüberstellung
1.1.5 Bruner (1915–
1.1.6 David Ausubel (1918 -
1.1.7 Seymour Papert (1928 -
1.1.8 Konstruktivismus vs. Konstruktionismus: Die konstruktionistische Lerntheorie Paperts
1.2 DER RADIKALE KONSTRUKTIVISMUS
1.2.1 Ernst von Glasersfeld (1917-
1.2.2 Heinz von Förster (1911-2002)
2. DER PRAGMATISCHE KONSTRUKTIVISMUS
2.1 Was ist pragmatischer Konstruktivismus?
2.2 Auswirkung auf den Lernprozess
2.3 Wie unterscheidet sich diese Theorie von der herkömmlichen Auffassung von Lehren und Lernen?
2.4 Was hat Konstruktivismus mit meinem Unterricht zu tun?
3. Konstruktivismus im Unterricht: LERNEN MIT DEM COMPUTER
3.1 Die Idee im Allgemeinen
TEIL II
4. VON DER THEORIE ZUR PRAXIS
Einleitung
4.1 Informationsquelle World Wide Web
4.2 Hypertext
4.2.1 Die Rezeption von Hypertext
4.2.2 Didaktische Überlegungen
4.2.3 Hypertext als Hilfe für das Lernen von Vokabeln
4.3 Blogs
4.4 Abschließende Bemerkungen
5. UNTERRICHTSEINHEIT
Schlusswort
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie konstruktivistische Lerntheorien durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien im DaF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache) fruchtbar gemacht werden können, um den Lernprozess zu aktivieren und zu individualisieren.
3. Konstruktivismus im Unterricht: LERNEN MIT DEM COMPUTER
„The Internet acts as a type of Rorschach test for educational philosophy. When some people look at the Internet, they see it as a new way to deliver instruction. When other people look at it, they see a huge database for students to explore. When I look at the Internet, I see a new medium for construction, a new opportunity for students to discuss, share, and collaborate on constructions.“ (Resnick, 1996)
Die 1998 von Professor Hank Becker der University of California in Irvine ausgeführte 1998 Teaching, Learning and Computing Study war eine der ersten Studien auf nationaler (amerikanischer) Ebene. Diese Studie untersuchte Lehrer und Schüler, die regelmäßig Computer mit Internetanschluss benutzen. Becker und seine Kollegen nahmen Schulen mit hoher Anwendungsquote unter die Lupe, d.h. Schulen, in denen Lehrer und Schüler problemlosen Zugang zu Internet-Computern hatten. Sie entdeckten, dass konstruktivistische Lehrer mehr dazu tendierten, ihre Schüler an Internet-Computern arbeiten zu lassen als traditionsverbundene Lehrer. Letztere zogen es vor, am Lehrerpult vor ihrer Klasse zu stehen und „Vorträge“ zu halten. Sie ermutigten ihre Schüler nicht dazu, kreative Denker zu sein oder zu werden und folglich an Internet-Computern zu arbeiten.
1. KONSTRUKTIVISMUS – ein Definitionsversuch: Definition des Konstruktivismus als Lerntheorie und Vorstellung seiner wichtigsten Vertreter wie Piaget, Vygotsky und Bruner.
2. DER PRAGMATISCHE KONSTRUKTIVISMUS: Erläuterung der pragmatischen Ausrichtung des Konstruktivismus als undogmatischen Ansatz für die Unterrichtspraxis.
3. Konstruktivismus im Unterricht: LERNEN MIT DEM COMPUTER: Untersuchung der synergetischen Beziehung zwischen konstruktivistischer Pädagogik und modernen Technologien wie dem Internet.
4. VON DER THEORIE ZUR PRAXIS: Detaillierte Darstellung von Anwendungen wie Hypertext und Blogs zur Unterstützung des Fremdsprachenlernens.
5. UNTERRICHTSEINHEIT: Dokumentation einer konkreten Unterrichtseinheit zum Thema "Exillyrik – Leben im Exil" an einer italienischen Oberschule.
Konstruktivismus, Computer, WWW, Hypermedia, Kreativität, DaF-Unterricht, Fremdsprachenunterricht, Internet, Hypertext, Blogs, Konstruktionismus, Exillyrik, Unterrichtseinheit, Lernerautonomie, Lernprozess
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Einsatz von Computern und dem Internet dem Fremdsprachenunterricht neue Dimensionen verleihen und konstruktivistische Lernziele unterstützen kann.
Die zentralen Felder sind die konstruktivistische Lerntheorie, deren Anwendung im Klassenzimmer durch Technologie und die praktische Verknüpfung von Theorie und Schulpraxis.
Das primäre Ziel ist es zu erforschen, wie durch konstruktivistische Prinzipien und digitale Medien das Fremdsprachenlernen aktiv und schülerzentriert gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch lerntheoretische Literatur und einer deskriptiven Analyse einer selbst durchgeführten Unterrichtseinheit.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des Konstruktivismus, die Analyse von digitalem Lernen (Hypertext, Blogs) und die konkrete Ausgestaltung einer Unterrichtseinheit zur Exillyrik.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Konstruktivismus, DaF-Unterricht, Lernerautonomie, Hypertext und Technologieintegration.
Das Thema wird durch eine Internetrecherche zu Autoren und Exilursachen sowie die Erstellung eigener Hypertexte zu den gelesenen Gedichten als interpretatorische Arbeit erschlossen.
Blogs dienen als Werkzeug für Recherche-Archive, zur digitalen Archivierung von Arbeiten (Portfolio) und zur intensiven Kommunikation und zum Austausch von Meinungen zwischen Schülern.
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