Magisterarbeit, 2003
129 Seiten, Note: 1,5
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
I. Einleitung
II. Ziele, Methoden und Quellen der Untersuchung
II.A Ziele der Untersuchung
II.B Methoden und Quellen der Untersuchung
II.B.1 Methoden-Mix quantitativer und qualitativer Vorgehensweisen
II.B.2 Quellen der Untersuchung
III. Einordnung der Untersuchung und theoretischer Hintergrund
IV. Locality Study - Löffingen
IV.A Löffingen - Kleinstadt auf der Westbaar
IV.A.1 Naturraum, großräumige Lage
IV.A.2 Historische Entwicklung
a.) Die Anfänge der Siedlungstätigkeit auf der Westbaar
b.) Löffingen als Siedlung der alemannischen Landnahme und fränkischer Zentralort
c.) Blühende Handels- und Ackerbürgerstadt des Hochmittelalters und der frühen Neuzeit
d.) Abschwung wegen verpasster Industrialisierung
e.) Die Situation nach dem 2. Weltkrieg
IV.B Bevölkerung
IV.B.1 Entwicklung der Bevölkerung
IV.B.2 Erwerbsstrukturen und Pendlerverhalten
a.) Erwerbsstrukturen
b.) Pendlerverhalten
IV.C Wirtschaftlicher Wandel
IV.C.1 Fördermaßnahmen
IV.C.2 Industrie und Handwerk
a.) Entwicklung von Industrie und Handwerk im Überblick
b.) Niedergang Studer-Revox/ IMS Connector Systems
c.) Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
d.) Interkommunales Gewerbegebiet B 31
IV.C.3 Dienstleistungen - innerstädtischer Einzelhandel
IV.C.4 Fremdenverkehr
IV.C.5 Landwirtschaft
IV.C.6 Forstwirtschaft
IV.D Jüngere städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen
IV.D.1 Veränderung der Stadt
a.) Gliederung des Stadtgebietes
b.) Altstadtsanierung und Umgestaltung der Innenstadt
c.) Neubaugebiete
d.) Gemeinbedarfseinrichtungen
IV.D.2 Verkehrssituation
a.) Straßenverkehr
b.) Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV)
IV.D.3 Energiestadt Löffingen?
V. Stärken-Schwächen-Analyse
V.A Polaritätsprofil und Stärken-Schwächen Analyse Löffingens: Befragungsergebnisse
V.A.1 Polaritätsprofil
V.A.2 Stärken
a.) Hohe Lebensqualität
b.) Großräumige Verkehrslage
c.) Erschließung durch Öffentlichen Personen Nahverkehr
d.) Finanzkraft der Stadt
e.) Sozial-/ Bildungs- und Kultureinrichtungen
V.A.3 Schwächen
a.) Stadtimage
b.) Fehlende Entwicklungsziele
c.) Lokale Arbeitsmarktsituation
d.) Zusammenarbeit Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft
V.B Die Rolle der kommunalen und regionalen Akteure
VI. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Magisterarbeit ist eine umfassende geografische Bestandsaufnahme der Stadt Löffingen unter Berücksichtigung ihrer historischen Entwicklung, der wirtschaftlichen Sektoren sowie baulicher Veränderungen. Auf dieser Grundlage erfolgt eine Analyse der Stärken und Schwächen der Stadt, um konkrete Entwicklungsperspektiven für die Kleinstadt aufzuzeigen.
d.) Abschwung wegen verpasster Industrialisierung
Aufgrund der weiterhin guten wirtschaftlichen Lage verpasst Löffingen jedoch den Übergang zu anderen neuen Wirtschaftszweigen (BRITTINGER 1975: 18-19). Eine Industrialisierung erfolgt in der beschaulichen Ackerbürgerstadt bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts nicht. Erst 1911/12 lässt sich der erste größere Industriebetrieb - eine holzverarbeitende Fabrik - nieder. Der Anschluss an die Höllentalbahn 1901 erfolgt zu spät, um die zentrale Marktfunktion zu erhalten. Löffingen wird zum reinen Agrarort, die Bevölkerung stagniert und die Getreideverkaufshallen veröden. Die Zahl der von der Landwirtschaft unabhängigen Bürger war sehr gering. Obwohl die Stadt vorerst kaum über die Stadtmauer des 15. Jahrhunderts hinaus wächst, werden im 19. Jahrhundert zwei der drei Stadttore abgerissen.
Ein weiterer Großbrand im Sommer 1922 zerstört große Teile der Altstadt. Doch die Stadt verliert auch nach dem Wiederaufbau nicht ihr von Stilelementen der Gotik und Renaissance geprägtes Gesicht (REICHELT 1990: 74). Die beiden Weltkriege ziehen die Stadt, von vereinzelten Beschädigungen abgesehen, kaum in Mitleidenschaft. Nur der Bahnhof als zentrale Verladestelle wird Ziel von alliierten Luftangriffen.
I. Einleitung: Die Arbeit stellt eine geografische Bestandsaufnahme von Löffingen dar, die als „locality study“ den aktuellen Umbruch der Stadt untersucht.
II. Ziele, Methoden und Quellen der Untersuchung: Das Kapitel begründet den Methoden-Mix aus quantitativer Datenanalyse und qualitativen Experteninterviews zur Erstellung eines Stärken-Schwächen-Profils.
III. Einordnung der Untersuchung und theoretischer Hintergrund: Hier wird der theoretische Rahmen der „new regional geography“ sowie die Bedeutung von kommunalen Entwicklungskonzepten und kooperativer Steuerung für Kleinstädte erläutert.
IV. Locality Study - Löffingen: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte Bestandsaufnahme zu Naturraum, Geschichte, Bevölkerung, Wirtschaft sowie städtebaulichen Maßnahmen der Stadt.
V. Stärken-Schwächen-Analyse: Auf Basis von Befragungsergebnissen wird ein Polaritätsprofil erstellt und die spezifischen Stärken und Schwächen sowie die Rolle der Akteure in Löffingen bewertet.
VI. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert zukünftige Handlungsoptionen für die Stadtentwicklung von Löffingen.
Löffingen, Geografie, Kleinstadt, Locality Study, Westbaar, Strukturwandel, Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftsförderung, Einzelhandel, Fremdenverkehr, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Stärken-Schwächen-Analyse, Stadtmarketing, Infrastruktur.
Die Arbeit liefert eine umfassende geografische Bestandsaufnahme der Kleinstadt Löffingen, um den aktuellen Status quo und den sich vollziehenden Strukturwandel zu analysieren.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Siedlungsentwicklung, der wirtschaftliche Wandel von der Landwirtschaft zur Industrie, die demografische Entwicklung sowie städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen.
Ziel ist es, auf Basis der Bestandsaufnahme eine fundierte Stärken-Schwächen-Analyse durchzuführen, um konkrete Perspektiven und Chancen für die zukünftige Entwicklung Löffingens abzuleiten.
Die Autorin/der Autor nutzt einen Methoden-Mix aus quantitativen sekundärstatistischen Datenanalysen und qualitativen Ansätzen wie Experteninterviews, Leitfadeninterviews und strukturierter Beobachtung.
Der Hauptteil gliedert sich in die geografische und historische Einordnung, die Bevölkerungsentwicklung, den wirtschaftlichen Wandel (Industrie, Gewerbe, Land-/Forstwirtschaft) und die Analyse der infrastrukturellen städtebaulichen Maßnahmen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Löffingen, Geografie, Kleinstadtentwicklung, Strukturwandel, Westbaar und regionale Standortanalyse charakterisieren.
Die Arbeit beschreibt, wie Löffingen durch den späten Anschluss an die Höllentalbahn und das Festhalten an agrarischen Strukturen den wirtschaftlichen Anschluss verlor und sich erst nach dem 2. Weltkrieg stärker industrialisierte.
Es dient als strategisches Instrument zur Ansiedlung von Betrieben, um den Arbeitsplatzverlust nach der Schließung großer Firmen wie Studer-Revox auszugleichen und den Wirtschaftsstandort für die Zukunft zu sichern.
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