Diplomarbeit, 2004
98 Seiten, Note: 1,0
1 Missionshistorischer Kontext
1.1 Das Verhältnis von Kolonisierung und Evangelisierung
1.1.1 Unterschiede zwischen Hispano- und Lusoamerika
1.1.2 Das Verhältnis von Kirche und Staat
1.1.3 Vorausgehende Missionen und Missionsversuche
1.2 Die Gesellschaft Jesu in Lateinamerika
1.2.1 Ebene 1: Lateinamerika
1.2.2 Ebene 2: Paraquaria
1.2.3 Ebene 3: Chiquitos
1.3 Die Reduktionen bei den Chiquitos
1.3.1 Die Chiquitos
1.3.2 Die Missionare
1.4 Grundskizze einer ignatianischen Missionologie
1.4.1 Grundlegung der Missionologie
1.4.2 Gründung einer Reduktion
1.4.3 Leben in der Reduktion
1.4.4 Medien der Evangelisation
1.5 Zusammenfassung
2 Die Musik der Reduktionen
2.1 Musikwissenschaftliche Beschreibung
2.1.1 Eigenheiten der präkolumbianischen Musik
2.1.2 Europäische Musik des 17./18. Jahrhunderts
2.1.3 Die Musik der Reduktionen - musikwissenschaftlich
2.1.4 Ergebnis
2.2 Lebenspraktische Verortung
2.2.1 In der Verkundigung des Evangeliums
2.2.2 Im Alltag
2.2.3 Im Fest
2.3 Funktionale Reflexion
2.4 Zusammenfassung
3 Zu einer musikgestutzten Evangelisierung
3.1 Anthropologische Bedeutung der Musik
3.1.1 Autonomie versus Funktionalität
3.1.2 Der Mensch: ein musikalisches Wesen
3.1.3 Musik als symbolische Kommunikationsform
3.2 Theologie der Musik
3.2.1 Theologische Ästhetik
3.2.2 Anwendung auf die Anthropologie
3.2.3 Musik und Offenbarung
3.2.4 Musik als Magd der Liturgie?
3.3 Missionstheologische Bedeutung der Musik
3.3.1 Musik und Verkundigung
3.3.2 Inkulturation und Musik
3.3.3 Prinzipien einer musikgestutzten Evangelisierung
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung der Musik als zentrales Element der Evangelisierung im historischen Kontext der Jesuitenreduktionen bei den Chiquitos. Das primäre Ziel ist es, das Konzept einer "musikgestützten Evangelisierung" zu erweisen und theoretisch zu fundieren, um daraus Prinzipien für die moderne missionstheologische Reflexion abzuleiten.
Die Reduktionen bei den Chiquitos
Dieser dritte Abschnitt des missionsgeschichtlichen Überblicks will sich den Besonderheiten der Chiquitanos-Reduktionen zuwenden, in dem er die Protagonisten der Evangelisierung Chiquitanos und Jesuiten - in den Blick nimmt. Zuerst werden daher die Chiquitanos als Volk beschrieben und danach die Jesuiten, die in diesen Regionen maßgeblich an der Evangelisierung und dem Reduktionsleben beteiligt waren.
Die Indígenas in der Region Chiquitos waren vor Beginn der Kolonisierung eine sehr heterogene Gruppe von verschiedenen Ethnien unterschiedlicher kultureller und sozio-linguistischer Prägung gewesen. Die größte Gruppe bildeten dabei Völker mit chiquitischer Sprache, es gab aber auch Angehörige der Sprachenfamilien der Arawak, der Guaraní, der Zamucos und vieler anderer. Auch die Gruppe der Chiquitos konnte nicht einfach hin als eine einheitliche Gruppe gesehen werden, obwohl viele Gemeinsamkeiten, am wesentlichen war dabei die Sprache, vorlagen.
Missionshistorischer Kontext: Erläutert die politischen Bedingungen von Kolonisierung und Evangelisierung in Lateinamerika und skizziert die Entwicklung der jesuitischen Reduktionssysteme bei den Chiquitos.
Die Musik der Reduktionen: Analysiert die historische Musikpraxis in den Reduktionen unter musikwissenschaftlichen Gesichtspunkten und ordnet sie in das Leben der Reduktionsbewohner ein.
Zu einer musikgestutzten Evangelisierung: Entwickelt eine anthropologische und theologische Fundierung der Musik als Mittel der Verkündigung und formuliert missionstheologische Prinzipien für die Gegenwart.
Musik, Evangelisierung, Jesuiten, Reduktionen, Chiquitos, Inkulturation, Musikwissenschaft, Missionstheologie, Anthropologie der Musik, Theologische Ästhetik, Instrumentenbau, Liturgie, Kommunikation, Symbol, Glaube
Die Arbeit untersucht die methodische Bedeutung von Musik als integratives Medium innerhalb der jesuitischen Missionsarbeit, insbesondere in den Reduktionen der Chiquitos.
Die Themenfelder umfassen die Missionsgeschichte Lateinamerikas, Musikwissenschaft, Kulturanthropologie und systematische Theologie (Missionstheologie).
Das Ziel ist der induktive Nachweis, dass eine "musikgestützte Evangelisierung" ein sinnvolles und dem Evangelium gemäßes Missionsmodell darstellt.
Der Autor verwendet einen interdisziplinären Ansatz, der historische Analyse mit musikwissenschaftlicher Deskription und theologischer Reflexion verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Reduktionen, eine Untersuchung der dortigen Musikkultur und eine theologische Fundierung der Musik als Ausdruck menschlicher Gotteserfahrung.
Zentrale Begriffe sind Musik, Evangelisierung, Inkulturation, Jesuitenreduktionen und die anthropologische Bedeutung der Musik als Ausdrucksform.
P. Martin Schmid dient als exemplarisches Fallbeispiel für einen "Musikmissionar", dessen musikalische Ausbildung und handwerkliche Tätigkeit als praktischer Beleg für die Integration von Kunst und Mission dient.
Der Autor argumentiert gegen eine rein instrumentelle Verzweckung der Musik und betont, dass Musik als "Magd der Liturgie" selbst transzendenten Sinn vermitteln kann, indem sie den Menschen zur Kontemplation führt.
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