Diplomarbeit, 1996
62 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
2 Grundlegende Definitionen und Sätze
2.1 Der Begriff der quasiprimitiven Gruppe
2.2 Einfache Gruppen
2.3 Kommutatoren, Klasse-2-nilpotente und p-Gruppen
3 Quasiprimitivität
4 Modifikationen
4.1 Charakteristische Quasiprimitivität
4.2 K–Quasiprimitivität
4.3 Zentralistische Gruppen
5 Nachbetrachtungen
5.1 Quasinilpotenz
5.2 Permutationsgruppen
Die Diplomarbeit widmet sich der systematischen Erforschung quasiprimitiver Gruppen als eine gemeinsame Verallgemeinerung von Kommutativität und Einfachheit in der Gruppentheorie. Das primäre Ziel ist eine präzise charaktertheoretische Definition und Einordnung dieser Eigenschaft, die durch die Untersuchung von Normalteilern und deren struktureller Beschreibung, insbesondere bei auflösbaren Gruppen, ergänzt wird.
1. Einleitung
Viele zentrale Begriffe der Gruppentheorie, wie etwa Auflösbarkeit, Nilpotenz oder Regularität, sind Verallgemeinerungen des Begriffes der Kommutativität in dem Sinne, daß jede abelsche Gruppe die jeweils definierenden Bedingungen trivial erfüllt. Ähnliches gilt für den Begriff der einfachen Gruppe, der - insbesondere für den nichtabelschen Fall - interessante Weiterungen wie charakteristische Einfachheit, vollständige Reduzibilität oder Vollkommenheit erfahren hat.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer gemeinsamen Verallgemeinerung von Kommutativität und Einfachheit. Der Begriff der Quasiprimitivität einer Gruppe wird einleitend in naheliegender Weise charaktertheoretisch kurz motiviert und definiert. Ziel der Arbeit ist es, eine erste Einordnung der somit eingeführten Eigenschaft in die vorhandene gruppentheoretische Systematik vorzunehmen.
Zu Beginn des 3. Abschnittes wird eine äquivalente Beschreibung quasiprimitiver Gruppen ohne direkten Bezug auf Gruppencharaktere gegeben, die stattdessen eine mit ”Konjugationsautonomie“ salopp skizzierte Eigenschaft aller Normalteiler innerhalb einer quasiprimitiven Gruppe etabliert. Unter Verwendung dieser Beschreibung wird gezeigt, daß sich Quasiprimitivität auf Normalteiler und Faktorgruppen überträgt. In dem Bestreben, andere quasiprimitive Gruppen als abelsche und einfache zu finden, stellt sich heraus, daß eine nichtabelsche quasiprimitive Gruppe nicht einmal auflösbar sein kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Quasiprimitivität als Verallgemeinerung von Kommutativität und Einfachheit und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlegende Definitionen und Sätze: Hier werden die theoretischen Grundlagen gelegt, einschließlich der Definition quasiprimitiver Gruppen und nützlicher Sätze über einfache Gruppen.
3 Quasiprimitivität: Dieser Abschnitt bietet eine äquivalente Beschreibung quasiprimitiver Gruppen mittels Konjugationsautonomie und beweist einen strukturellen Hauptsatz.
4 Modifikationen: Hier werden Abschwächungen des Quasiprimitivitätsbegriffs wie charakteristische Quasiprimitivität, K-Quasiprimitivität und Zentralismus diskutiert.
5 Nachbetrachtungen: Das abschließende Kapitel beleuchtet den Zusammenhang mit Quasinilpotenz und setzt die Thematik in Bezug zur Theorie der Permutationsgruppen.
Gruppentheorie, Quasiprimitivität, Konjugationsautonomie, Normalteiler, Charaktertheorie, auflösbare Gruppen, p-Gruppen, charakteristisch-quasiprimitiv, Quasinilpotenz, Kommutatorgruppe, Zentralismus, SNC-Gruppen, Permutationsgruppen.
Die Arbeit erforscht die mathematische Eigenschaft der Quasiprimitivität in endlichen Gruppen, die als verbindendes Konzept zwischen Kommutativität und Einfachheit fungiert.
Die Schwerpunkte liegen auf der charaktertheoretischen Definition von Quasiprimitivität, ihrer strukturellen Charakterisierung durch direkte Produkte und der Untersuchung diverser Modifikationen.
Das Ziel ist die Einordnung der Quasiprimitivität in die bestehende gruppentheoretische Systematik und die Klassifikation spezifischer Gruppen, insbesondere von p-Gruppen mit dieser Eigenschaft.
Es wird eine klassische mathematische Herangehensweise genutzt, die auf Definitionen, Sätzen, Lemmata und korrespondierenden Beweisen innerhalb der Gruppentheorie basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konjugationsautonomie von Normalteilern, dem strukturellen Hauptsatz über quasiprimitive Gruppen sowie verschiedenen Abschwächungen wie der charakteristischen Quasiprimitivität.
Wichtige Begriffe sind Quasiprimitivität, Konjugationsautonomie, Normalteiler, Charaktertheorie und auflösbare Gruppen.
Sie dient als äquivalente, rein gruppentheoretische Beschreibung der Quasiprimitivität, ohne dass dabei explizit auf Gruppencharaktere zurückgegriffen werden muss.
Sie schränkt die Forderung des homogenen Zerfalls irreduzibler Charaktere von allen Normalteilern auf lediglich charakteristische Untergruppen ein.
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